Wenn man weiß, was man sucht, findet man im Internet Beispiele zur bildkünstlerischen
Rezeption am schnellsten über die GoogleBildersuche.
Im folgenden nur einige Hinweise auf einzelne Angebote.
"Das 'Farbdiaarchiv zur Wand- und Deckenmalerei' enthält
39.000 digitalisierte Aufnahmen von bedeutenden Freskenzyklen und Wanddekorationen
in Kirchen, Klöstern, Schlössern und anderen Profanbauten in den Ländern
Deutschland, Österreich, Polen und Rußland (Ost- und Westpreußen)
und Tschechien (Böhmen und Nordmähren).
Das Archiv entstand in den Jahren 1943-1945, mitten im 2. Weltkrieg, als Versuch
des nationalsozialistischen Regimes, angesichts drohender Zerstörung die
wandfeste Ausstattung bedeutender Baudenkmäler im gesamten 'großdeutschen
Reich' in Farbaufnahmen zu dokumentieren."
Die Datenbank enthält u. a. 7 Fotos der 'Parzival'-Fresken im Haus zu Kunkel und
16 Fotos der 'Iwein'-Fresken in Schmalkalden.
Die von Julius Schorr von Carolsfeld (1794-1872) geschaffenen Fresken
zum Nibelungenlied sind in Print-Abbildungen nur schwer erhältlich. Das Farbdiaarchiv
bietet nun die kostenlosen und detaillierten Color-Aufnahmen von Karl Henseler.
Die Datenbank zur mittelalterlichen Wandmalerei in Profanbauten des ehemaligen österreichischen Herrschaftsgebietes von den Anfängen bis 1600 geht zurück auf die "Materialsammlung" des vom Schweizer Nationalfonds geförderten und von Prof. Dr. Eckart Conrad Lutz geleiteten Forschungsprojekts "Literatur und Wandmalerei". Eine kostenlose Registrierung ist erforderlich.
Schloß Runkelstein bei Bozen gehört zu den bekanntesten
Beispielen bildkünstlerischer Rezeption mhd. Literatur. Die Homepage des
Schlosses gibt ausführliche Informationen zu Geschichte und Bilderschmuck
und bietet eine kleine Auswahl von Abbildungen der zu Beginn des 15. Jhs. entstandenen
Freskenzyklen (etwa zum "Garel von dem Blüenden Tal" des Pleier
oder zum "Tristan" Gottfrieds von Straßburg).
Die Homepage zur Burg Rodenegg informiert knapp über Standort
und Anfahrt und stellt kurz die Führung durch die in Privatbesitz befindlichen
Gebäude vor. Einführende Informationen zur Borganlage bietet der Wikipedia-Artikel.
Im Internet sind nur einige Fresken, zudem nur in bescheidener Qualität,
zu finden. Empfohlen seien daher die hochwertigen Reproduktionen in Volker Schupp,
Szklenar: Ywain auf Schloß Rodenegg. Eine Bildergeschichte nach dem "Iwein"
Hartmanns von Aue, Sigmaringen 1996.
Die `Iwein´-Malereien im Hessenhof zu Schmalkalden entstanden
wohl Anfang des 13. Jahrhunderts. Im Restauratoren-Portal gelangen Sie über
das Menü "Themen / Kultur- und Kunstgeschichte / Iwein-Hartmann von
Aue" zu Bildzeugnissen, Fotos und weiteren Informationen zu den Malereien
im Hessenhof.
Tübinger Internetseite zu den Wandmalereien auf Burg Wildenstein bei
Leibertingen im Donautal. Thema der im 16. Jh. entstanden Malereien ist der
'Sigenot', ein kürzerer Text der mittelhochdeutschen Heldenepik. Die Website bietet
einen Überblick zur Geschichte, eine Aufrißskizze zum Palas sowie Detailaufnahmen
mit Inhaltsangabe [H. Lähnemann, Newcastle]
Wegen seiner kunsthistorischen Bedeutung sei hier auch der "Teppich
von Bayeux" genannt. Die von Kai Brandt erstellte Internetpräsentation
bildet den um 1070 entstandenen Teppich, unterteilt in einzelne Segmente, in seiner
Gesamtheit ab und bietet Umschriften und Übersetzungen der Textteile. Allgemeine
Informationen und weitere Links zu diesem Werk finden Sie hier.
Eine kunsthistorische Beschreibung des um 1320 entstandenen Zyklus
mit einigen kleineren Abbildungen gibt Prof. Dr. Lieselotte E. Saurma-Jeltsch
(Heidelberg).