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Thema: VD 16< Älteres Thema | Neueres Thema >
 Beitrag Nummer: 1
Walter Behrendt Search for posts by this member.

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    Geschrieben: 23.12.2012, 13:39  Skip to the next post in this topic. Ignore posts   QUOTE

Im jetzt endenden Jahr 2012 ist die Zahl der Einträge im VD16 auf 29048 gestiegen, d.h. es sind 845 Titel hinzugekommen, noch mehr als im vorherigen Jahr. Neue beitragende Bibliotheken sind die Bibliothek des Plantin-Moretus Museums in Antwerpen (vd277), das Stadtarchiv Augsburg (vd278) und die Staatliche Wissenschaftliche Bibliothek von Banskà Bystrica in der Slowakei (vd279).

Die Titel mit XL-Signaturen (deutsche Drucke aus Offizinen außerhalb des deutschen Sprachbereichs, wie etwa aus Prag oder Metz ) bleiben weiterhin bei ca. 130, stellen also noch keine bedeutende Größe dar.

Für den größten Zuwachs sorgte in diesem Jahr die Stadt- und Regionalbibliothek Erfurt (ehemals Wissenschaftliche Allgemeinbibliothek) mit über 1000 Meldungen, davon ca. 70 neue Titel.  Den nächstgrößeren Zuwachs hat die Staatsbibliothek Berlin mit etwa 950 Titeln, davon über 240 Neumeldungen. 510 zusätzliche Meldungen sind im Jahr 2012 für die Stadtbibliothek Nürnberg verzeichnet, weitere 9 Bibliotheken haben mehr als 100 Titel eingetragen.

Das VD16 hat jetzt auf der Eingangsseite auch einen Link zu einer Liste aller beteiligten Bibliotheken eingestellt:

http://www.bsb-muenchen.de/fileadm....own.pdf

Durch diese Liste werden jetzt auch einige Leerstellen in der Reihe der Bibliothekssiglen geklärt, also Bibliotheken, die zwar eine Sigle zugeteilt bekommen haben, aber noch keinen Titel gemeldet haben.
Zusammen mit den nicht mehr existierenden Bibliotheken gibt es im VD16 12 Standorte ohne Meldungen, dazu 57 Bibliotheken mit nur einer einzigen Meldung, mit nur zwei Meldungen 27 und mit nur drei 13.  Von den über 300 Bibliotheken der Liste kann man also mehr als 100 nicht wirklich als "Beiträger" ansehen. 35 Bibliotheken haben dagegen über 1000 Meldungen.


Schon vor zwei Jahren erschien die letzte Publikation von Claudia Fabian, in der sie den neusten Stand der Arbeiten am VD16 darstellt:

Anreicherung, Ausbau und internationale Vernetzung: Zur Fortführung des Verzeichnisses der im deutschen Sprachbereich erschienenen Drucke des 16. Jahrhunderts (VD16). In: Zeitschrift für Bibliothekswesen und Bibliographie. Bd. 57, Heft 6, 2010, S. 321-332.

Anlass für diesen Artikel war offenbar der kurz zuvor erschienene Beitrag von William A. Kelly “Index of prints not listed in VD16” im Gutenberg Jahrbuch von 2009. Wie in diesem Forum schon am 20.12.2010 angemerkt, waren viele der von Kelly dort zusammengestellten Titel in Wirklichkeit bereits im VD16 verzeichnet. Kelly hat nun im letzten Gutenberg Jahrbuch von 2012 seine Artikelserie fortgesetzt, bietet aber nur noch 13 Titel, von denen 10 schon in seiner im Internet erschienenen Liste enthalten sind und ein weiterer mittlerweile im VD16 nachgewiesen ist (Wessel: ZV 28121). Nur zwei sind also wirklich neu (Trotzendorf, Rosenkranz 1596 und Wirth, 1576).

Diese 13 Titel in Kellys Artikel reichen von T bis Z, während der erste Artikel von 2009 das erste Drittel von A bis G abdeckte. 2010 folgten dann aber nur verstreute Drucke, und 2011 schrieb Kelly im Gutenberg Jahrbuch über ein anderes Thema. Es fehlen also die Buchstaben H bis S. Diese etwa 90 Titel aus Kellys ursprünglichen, im Internet veröffentlichen Liste findet man in meiner Liste „Drucke, nicht im VD16“ im „Wiki der Drucke des 16. Jahrhunderts“. Sie wurden daraufhin überprüft, dass sie tatsächlich noch nicht im VD16 stehen.


Zum United Short Title Catalogue (USTC):
Eine Neuigkeit, die dieser Katalog den verschiedenen Verzeichnissen der Drucke des 16. Jahrhunderts, aus denen er zusammengesetzt ist, hinzugefügt hat, sind die Klassifizierungen der Titel nach Themen. Im Einzelnen habe ich noch nicht damit gearbeitet, aber ich frage mich wirklich, wie das bei den über 100.000 Titeln des VD16, die ja wohl kaum alle in Augenschein genommen werden konnten, möglich gewesen ist. Wie haben die das geschafft? Das VD16 selbst hat bisher nur sehr rudimentäre Gattungszuordnungen für die Drucke von 1501 bis 1520.
Außerdem sollte man auch noch bemerken, dass im USTC die Suche nach größeren Mengen von Titeln viel komfortabler ist als im VD16, weil alle Titel chronologisch geordnet aufgeführt werden, während im VD16 alles wild durcheinandergewirbelt ist.

Zum Wiki der Drucke des 16. Jahrhunderts

Das Wiki enthält bisher ca. 70 Artikel. Die im Wiki enthaltene Liste der Drucke, die noch nicht vom VD16 verzeichnet sind, umfasst ca. 950 Titel. In der Abteilung "Konkordanzen" sind die zu „Brüggemann/Brunken, Handbuch zur Kinder- und Jugendliteratur“ und zum „Marburger Repertorium zur Übersetzungsliteratur im deutschen Frühhumanismus“ hinzugekommen.

Die Liste der deutschen Bibliotheken mit mehr als 100 Drucken des 16. Jahrhunderts habe ich auch als Artikel in Wikipedia übertragen.

Parallel zum Wiki der Drucke des 16. Jahrhunderts werde ich jetzt auch einen Blog betreiben. Meine jährlichen Kommentare zum Fortgang des VD16 sollen dann in Zukunft in diesem Blog erscheinen.


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    Geschrieben: 25.12.2011, 19:33 Skip to the previous post in this topic. Skip to the next post in this topic. Ignore posts   QUOTE

Das VD16 ist am Ende des Jahres 2011 bei ZV 28290 angekommen, es sind in diesem Jahr also ca. 770 neue Titel hinzugekommen, etwa 80 mehr als 2010 und 310 mehr als 2009.

Im Wiki der Drucke des 16. Jahrhunderts ist jetzt – neben den Schweizer und den im Fabian-Handbuch vertretenen europäischen Bibliotheken –  auch eine Liste von italienischen Bibliotheken, die mehr als 1000 Drucke des 16. Jahrhunderts besitzen, einzusehen. Leider beteiligen sich die italienischen Bibliotheken gar nicht am VD16. Anders als in Deutschland geben dort aber viele große Bibliotheken auf ihren homepages nicht nur die Zahl der vorhandenen Inkunabeln, sondern auch die der Cinquecentine an, was die Zusammenstellung der Liste erleichtert hat.

Es wäre sicher sehr interessant, wenn man so etwas auch für die USA erstellen könnte. Das VD16 verzeichnet nur 6 amerikanische Bibliotheken, und davon haben vier nur 1 oder 2 Meldungen, aber im einleitenden Verzeichnis von “French Vernacular Books” gibt es etwa 250 amerikanische Bibliotheken mit Beständen des 16. Jahrhunderts, leider ohne Zahlenangaben.

Man könnte sich vorstellen, das online-Fabian-Handbuch mit Artikeln zu Bibliotheken weiterer Länder fortzusetzen. Leider wird dieses großartige Internet-Angebot von seinen Betreibern sehr lieblos behandelt. Abgesehen davon, dass der gesamte konvertierte Text einer gründlichen redaktionellen Bearbeitung bedürfte, muss man jetzt feststellen, dass von der neuen Homepage des b2i  kein direkter Link mehr dahin führt. Als wenn man die Seite verleugnen wollte ...

Ich hatte übrigens erst nach geraumer Zeit herausgefunden, dass das b2i in München tatsächlich weitergeführt wird, obwohl das ja eigentlich lange angekündigt war. Ich hatte nämlich auf meinem alten Computer eine bookmark zum Fabian-Handbuch, und von Zeit zu Zeit habe ich von da aus auf “home” geklickt, um zu sehen, was sich da tut. Aber es erschien immer nur die alte stillgelegte Homepage aus Göttingen. Gewundert hat mich das schon, aber erst als ich mir einen neuen Computer gekauft habe und meine bookmarks neu eingerichtet habe, bin ich zufällig und überrascht auf die neue Homepage von b2i in München geraten. Vom Fabian-Handbuch aus jedenfalls kommt man, wenn man dort auf “home” klickt, immer noch auf die alte Göttinger Seite . Eine Internet-Adresse mit zwei homepages, eine Merkwürdigkeit des alternden Internets. Eine Internet-Tour zu den noch zu besichtigenden Ruinen ehemaliger Frühneuzeit-Websites müsste man mal zusammenstellen (z.B. die zur  Forschungsstelle Westfälischer Friede oder das Forum zu Karl V. oder die Virtual Library Geschichte: Frühe Neuzeit )

Das Wiki zu den Drucken des 16. Jahrhunderts enthält jetzt auch ein Verzeichnis der VD16-Nummern von Titeln, die aus dem Spanischen, Französischen, Portugiesischen oder Italienischen ins Deutsche übersetzt wurden. Diese wurden aus der online-Datenbank der “Saarbrücker Übersetzungsbibliographie” übernommen. Man muss aber anmerken, dass eine genaue Durchsicht des VD16 zu sehr viel mehr Titeln führen würde, als die Saarbrücker Übersetzungsbibliographie für das 16. Jahrhundert herausgefunden hat.

Bei der Suche nach den VD16-Nummern dieser Titel (ca. 250, die aber oft in mehrfachen Auflagen vorliegen) ist mir aufgefallen, wie leicht es passieren kann, dass ein Titel, der innerhalb einer Ausgabe zusammen mit anderen Titeln enthalten ist, durch ungenaue Zitierung als eigenständige Ausgabe erscheinen kann, mit der Gefahr, dass auf diese Weise “Geistertitel” entstehen, die nie existiert haben.

Als 2003 die online-Version des VD16 erschien und mir dann irgendwann klar wurde, dass die Aufnahme-Regeln des VD16 verändert worden waren, war für mich damals unzweifelhaft, dass sich damit ein bibliothekarischer Gesichtspunkt gegen die Bedürfnisse anderer Fachwissenschaften durchgesetzt hatte. Denn für die einzelnen Disziplinen ist im gedruckten Grundwerk des VD16 nach den alten Regeln sehr bequem zu entnehmen, wie oft ein bestimmter Text – ob eigenständig oder als Teil einer Sammelausgabe – im 16. Jahrhundert aufgelegt wurde. Der Einwand dagegen, dass man auf diese Weise nur sehr umständlich genau feststellen kann, wie viele “bibliographische Einheiten” das VD16 nun eigentlich enthält, schien mir eher ein spezielles Problem für Bibliothekare zu sein.

Jetzt habe ich meine Meinung jedenfalls geändert. Im gedruckten VD16 selbst ist der Charakter eines unselbstständigen Titels zwar noch klar zu erkennen, weil dort dafür eine Karteikarte mit dem Gesamttitel benutzt wurde, auf der nur der Teil des Buchtitels, der auf den unselbstständigen Text verwies, unterstrichen war. Aber wenn eine solche Angabe in der online-Datei einen eigenen Datensatz darstellen wüde und wenn sie in unachtsamer Weise oder verkürzt zitiert würde, dann bestünde die Gefahr der Erzeugung von Phantomauflagen.

Wichtig wäre bei der neuen, im online-VD16 verwendeten Vorgehensweise allerdings, dass wirklich alle Datensätze, die einen bestimmten Text enthalten, der auch unselbstständig veröffentlicht wurde, einen Einheitssachtitel zugewiesen bekommen, unter dem man dann alle vorhandenen Ausgaben zusammengestellt bekommt. Die Zuordnung von Einheitssachtiteln ist aber im VD16 in vielen Fällen noch nicht durchgeführt worden.


Neuigkeiten:

Seit ein paar Wochen gibt es jetzt den “Universal Short Title Catalogue” (an der schottischen St. Andrews-Universität). Die Einträge des VD16 werden dort in verkürzter Form übernommen, aber mit einem direkten Link zu den VD16-Datensätzen. Interessant ist der USTC vor allem, wenn man an den Drucken des 16. Jahrhunderts anderer Länder interessiert ist, aber über das VD16 hinaus bietet er auch Katalog-Einträge der UB Wroclaw und der BNU Straßburg von Ausgaben aus dem deutschen Sprachbereich, allerdings ohne Abgleich mit dem VD16, so dass viele Titel doppelt aufgenommen werden.

Der Index Aureliensis macht unterdessen unverdrossen weiter. Der 2011 herausgekommene Band (“Esd – Ez”) gibt zum ersten Mal auch VD16-Nummern an.


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    Geschrieben: 09.06.2011, 12:31 Skip to the previous post in this topic. Skip to the next post in this topic. Ignore posts   QUOTE

Die Liste der deutschen Bibliotheken mit einigen Aktualisierungen, Korrekturen, und Erweiterungen (Bibliotheken mit mehr als 100 Drucken, die eine Sigle im VD16 haben) ist jetzt in das Wiki eingestellt worden. Ebenso die österreichischen Bibliotheken mit mehr als 1000 Drucken.

http://wikidrucke16tesjh.hist.net/index.p....underts

Die übrigen Listen der europäischen Bibliotheken sollen auch noch folgen.


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    Geschrieben: 29.04.2011, 15:27 Skip to the previous post in this topic. Skip to the next post in this topic. Ignore posts   QUOTE

Das  schon im Dezember angekündigte Wiki ist nach verschiedenen Sackgassen und unerwartet langen Wartezeiten endlich einsehbar. Es ist, wie schon zuvor gesagt, ein erster Vorschlag, Verbesserungsvorschläge werden gern entgegengenommen. Wer das Projekt für sinnvoll und nützlich hält, kann sich anmelden und selbst Beiträge einstellen. Voraussetzung ist allein, dass man die Drucke des 16. Jahrhunderts, über die man zu schreiben gedenkt, gut kennt oder dass man sich auf verlässliche Quellen stützt. Es gibt (in der Navigationsspalte am linken Rand) eine ausführliche "Projektbeschreibung" und eine "Hilfe"-Seite, die Hinweise für die Erstellung von Wiki-Artikeln enthält. Die bisher eingestellten (ca. 20) Artikel zu Drucken des 16. Jahrhunderts dienen als Muster. Außerdem gibt es eine Liste mit Titeln, die bisher im VD16 fehlen, und verschiedene Konkordanzen zu anderen Verzeichnissen von Drucken des 16. Jahrhunderts.

http://wikidrucke16tesjh.hist.net/hauptseite


Zum VD16:
Die Entwicklung des VD16 verläuft weiterhin positiv. Es sind in den letzten 4 Monaten ca. 250 neue Titel eingestellt worden. Neu hinzugekommen sind die Bibliotheken Warschau UB (VD16-Sigle: vd256), Warschau NB (vd270), Cambridge/Mass. Houghton Lib. (vd271), Koblenz StB (vd273) und Freiburg/Schweiz UB (vd274). Wenn man aber nur die neuen Titel betrachtet, fällt nicht auf, dass allein die Bibliothek des Predigerseminars Wittenberg seit 2010 über 3000 Exemplare zugesteuert hat, die allerdings schon zuvor eine VD16-Nummer hatten. Viele neue Titel kommen dagegen, wie immer, von der Ratsschulbiliothek Zwickau und aus Eichstätt UB und seit einigen Monaten auch aus Schweizer Bibliotheken (Solothurn ZB, Basel UB, Bern UB) sowie weiterhin aus Budapest NB.

Seit kurzem ist die Suchmaske des VD16 verändert worden, leider mal wieder ohne jegliche Erläuterung. In der Trefferliste wird einem jetzt schon angezeigt, ob ein Druck digitalisiert ist. In einer Spalte am linken Rand gibt es dazu fünf verschiedene Überblicksangaben: 1. die Besitznachweise in der Reihenfolge der meisten Nachweise, also meist am Anfang Wolfenbüttel HAB und München BSB und dann weitere Bibliotheken, aber meist (außer den bayrischen) mit ihrer VD16-internen Sigle. Es wäre jetzt also eigentlich angebracht, auch eine Siglen-Liste dazu zu setzen. Die Besitznachweisliste am linken Rand kann durch mehrmaliges Klicken auf "mehr" so weit verlängert werden, bis auch die Bibliotheken, die nur einen Titel mit dem gesuchten Stichwort besitzen, aufgeführt werden. 2. die in den gefundenen Titeln genannten Autoren, 3. Schlagwörter, die in den gefundenen Titeln vorkommen. Dies sind bisher nur wenige Gattungszuordnungen, offenbar bisher nur in Titeln von 1501 bis 1520. 4. eine Einteilung der gefundenen Treffer in 25-Jahres-Abschnitte, also von 1501 bis etwa 1525, von 1525 bis 1550 usw. Das funktioniert aber nur für das 16. Jahrhundert, auch wenn die Suche nicht auf das VD16 beschränkt war. Und schließlich 5. eine Unterteilung der Treffer in Monographien und in Digitalisate.

Wird dann ein einzelner Treffer aufgerufen, wird die diplomatische Titelaufnahme zweimal in zwei untereinander angeordneten Kästen geliefert. Ich habe aber bisher noch nicht recht verstanden, wieso. Als zusätzliche Information wird jetzt auch die Sprache angegeben.

Ich werde mich wohl noch an die neue Aufmachung gewöhnen müssen, bis jetzt stört mich hauptsächlich, dass man sehr schnell aus einer Suchaktion hinausgeworfen wird, wenn man zurückklicken möchte, und dass dann die Suchmaske wieder zurucktgesetzt wird, so dass man alle Angaben immer wieder neu eintippen muss.

Zu den Digitalisierungen:

Das Digitalisierungszentrum in Halle hatte für jeden dort digitalisierten Titel einen direkten Link zum entsprechenden VD16-Datensatz, und diesen Pfad habe ich für die bisher ins Wiki eingestellten Artikel übernommen. Jetzt wird man abwarten müssen, wie in Halle das Problem gelöst wird, denn mit der neuen Oberfläche des VD16 funktionieren diese Links nicht mehr.

Sehr nützlich ist bei den neueren Digitalisierungsprojekten (wie in Halle ULB und bei e-rara), dass aus den Kapitelüberschriften innerhalb der Drucke immer ein Inhaltsverzeichnis generiert wird. Wenn ein solches Inhaltsverzeichnis nicht nur aus Angaben wie "Erstes Kapitel", "Zweites Kapitel" usw. besteht, dann ist das schon eine hervorragende Erschließungshilfe, zumal man mit der Suchfunktion auch "von außen" in diesen Verzeichnissen suchen kann. Man kann also z. B. sehen, ob in irgendeinem Text in einer Kapitelüberschrift eine bestimmte Person (etwa in Epigramm- oder Epitaphsammlungen) oder eine bestimmte Bibelstelle (z.B. in Predigten) genannt wird. Natürlich geht das nur innerhalb der einzelnen digitalen Sammlungen, man kann also nicht mit einem Suchwort gleichzeitig in den Hallenser und Schweizer, oder z.B. in den Koblenzer Digitalisaten suchen.Wenn man aber diese Inhaltsangaben in das Wiki kopieren würde (natürlich nur da, wo es sich lohnt), wäre dies möglich und man hätte immer auch schon den direkten Link zu dem entsprechenden Digitalisat.

Ich frage mich, ob man diese Technik nicht auch für die Illustrationen verwenden könnte, denn das ist ja ein besonders schwacher Punkt am VD16.

Noch ein paar Nachträge zu den Bibliotheken mit mehr als 1000 Drucken des 16. Jahrhunderts:

Bei den Bibliotheken im Schweizer Handbuch der hist. Buchbestände ist nun auch die Zentralbibliothek Luzern mit 5459 Titeln hinzugekommen, das Kapuzinerkloster Wesemlin mit 1554 Titeln und die ZB Zürich mit 22.000 Titeln des 16. Jhs (in 7 verschiedenen Teilbibliotheken).
Es wird aber vernünftiger sein, alle hier in diesem Forum voranstehenden Listen in das Wiki zu überführen, denn diese ständigen nachträglichen Ergänzungen sind schon jetzt zu unübersichtlich.


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    Geschrieben: 20.12.2010, 18:24 Skip to the previous post in this topic. Skip to the next post in this topic. Ignore posts   QUOTE

Zuerst ein Nachtrag und eine Korrektur:

Vergessen hatte ich beim letzten Eintrag vor einem Jahr, dass die Stadtbibliothek Schaffhausen 3218 Drucke aus dem 16. Jahrhundert hat, davon 1021 auf Deutsch, 1950 auf Latein; diese Drucke sind im Gegensatz zu denen der Ministerialbibliothek noch nicht ans VD16 gemeldet worden.
Korrigiert werden muss die VD16-Sigle der UB Bremen: vd027 (und nicht vd037).

Weitere Ergänzungen zu den Bibliothekslisten:

In die Liste der deutschen Bibliotheken muss auch das Gutenberg-Museum in Mainz aufgenommen werden, das Fabian-Handbuch hat zwar nur ca. 450 Drucke angegeben, aber in ihrem Opac haben sie allein in der Zeit von 1500-1520 über 1000 aus dem deutschen Sprachgebiet (in der Zeit danach allerdings deutlich weniger: von 1520 bis 1600 genau 700). Im Opac sind alle VD16-Nummern angegeben, dazu teilweise auch existierende Literatur zu den Ausgaben.

Einige Schweizer Bibliotheken sind im Handbuch der historischen Buchbestände der Schweiz dazu gekommen: St. Gallen Kantonsbibliothek ca. 4000 Titel des 16. Jhs, St. Gallen Stiftsbibl.: Inkunabeln und Postinkunabeln (bis 1520) zusammen: 1650, sonstiges 16. Jh. 2900, also zusammen wohl mehr als 3500. Fribourg 3620, davon aber viele französische Drucke; in Genf ist der Bestand sprachlich aufgegliedert: insgesamt 5660, davon 1250 frz., 3760 lat., 235 dt.,  also werden auch die lat. Drucke hauptsächlich aus Frankreich kommen, die aus dem deutschen Sprachbereich im Ganzen vermutlich kaum mehr als 1000. Es fehlt im Schweizer Handbuch neben Luzern und Zürich auch die Stiftsbibliothek Engelberg in Nidwalden, die nach Auskunft der homepage etwa 300 Inkunabeln besitzt, und daher bestimmt mehr als 1000 Drucke des 16. Jahrhunderts hat.

Die Bestände der Klosterbibliothek Bornheim-Walberberg (im VD16: vd212) wurden im Jahre 2007 von der Diözesan- und Dombibliothek Köln (vd112) übernommen, so Klaus Graf in Archivalia (16. Nov. 2009) http://archiv.twoday.net/stories/6046710/

Zu anderen Ländern noch folgende Nachträge:
In den Verzeichnissen von reformatorischen Flugschriften von 1516 - 1550, die Michael Pegg in verschiedenen europäischen Bibliotheken zusammengestellt hat (A Catalogue of German Reformation Pamphlets (1516 - 1550) in...), gibt es einige Hinweise auf die jeweiligen Bestände des 16. Jahrhunderts. Die B.N.U.S. Straßburg besitzt danach ca. 40.000 Drucke des 16. Jahrhunderts, die BM Straßburg 1500, die BM Colmar ca. 5000 Drucke. Auf der homepage der Bibliothek von Séléstat (Schlettstadt) wird angegeben, sie verfügten dort über 2200 Drucke des 16. Jahrhunderts.

Auch in Großbritanien gibt sehr viel mehr Bibliotheken mit Beständen des 16. Jahrhunderts, als im Fabian-Handbuch erscheinen. Der englische Verbundkatalog copac hat die Universitäts- und Forschungsbibliotheken zusammengestellt, aber leider findet sich auf den entsprechenden homepages nur wenig, was die Bestände des 16. Jahrhunderts betrifft. Nur aus der Wellcome Library in London erfährt man, dass sich dort 5000 Cinquecentine befinden.


Zur VD16-Datenbank:
Vor einem Jahr beklagte ich an dieser Stelle, dass man in der VD16-Datenbank wegen der Zusammenlegung mit dem VD17 nicht mehr allein in den Beständen des 16. Jahrhunderts suchen könne, aber das Problem war bald darauf gelöst: Wie die Gebrauchsanweisung der VD16-Datenbank erklärt, muss man dafür in eines der Suchfelder, das man mit der Kategorie  "VD16/VD17" definiert hat, "vd16" eingeben, dann wird nur noch von 1501 bis 1600 gesucht. Besser scheint auch die Bearbeitungskapazität des Programms geworden zu sein. Neulich hatte ich einmal Datenmenge von über 500 Treffern, und die wurden alle ohne Probleme angezeigt. Von Zeit zu Zeit musste man mal von Hand die nächste folgende Nummer eingeben, um weiterzukommen, aber das ist auf jeden Fall ein großer Fortschritt gegenüber früher, wo oft schon nach 40 oder 50 Treffern gar nichts gezeigt wurde.

Gut ist auch die Nachricht, dass in diesem Jahr sehr viel mehr neue Titel hinzugekommen sind als in den letzten Jahren, nämlich ca. 650 (jetzt bei ZV 27516) Der wichtigste Zuträger bleibt weiterhin die Ratsschulbibliothek in Zwickau, die mittlerweile offenbar beim Buchstaben "S" angekommen ist, mit ca. 130 Neumeldungen (wie viel im Ganzen von dort gemeldet wurde, lässt sich nicht feststellen, weil sie schon lange über 5000 Titeln liegen).
Bei den meldenden Bibliotheken gibt einige 'new entries', wobei an erster Stelle das Historische Museum in Berlin genannt werden kann, das in nur wenigen Monaten über 750 Titel eingegeben hat, davon sind etwa 40 neu. Noch mehr Meldungen stammen vom Predigerseminar Wittenberg, das in wenigen Monaten über 2000 Titel eingegeben hat, davon allerdings nur einen neuen. Ganz offenbar plant man dort, den gesamten Bestand ins VD16 einzugeben. Das haben anscheinend auch andere Bibliotheken vor, denn nur wenige von ihren Meldungen haben eine neue Nummer (Bibliotheken, die erst im letzten Jahr zu den meldenden Bibliotheken hinzugekommen sind: Halle, Leopoldina: 134 Meldungen; Wien-Bibliothek: 126; Koblenz LB: 73).

2009 gab es eine Tagung des VD17, sozusagen zur Feier des Projekt-Abschlusses. Einige Vorträge finden sich auf der Hauptseite des VD17, aus denen auch Informationen zum 16. Jahrhundert hervorgehen. So erfährt man, dass die Gesamtzahl der Drucke des 16. Jahrhunderts in der Nationalbibliothek Budapest 15.000 beträgt, davon etwa 11.000 aus dem deutschen Sprachgebiet. Von diesen sind 929 Druckausgaben noch nicht ans VD16 gemeldet worden. (In der Tat stammen viele der Neumeldungen der letzten Monate aus der NB Budapest). Für alle Bibliotheken Ungarns wird mit 70.000 Drucken des 16. Jahrhunderts gerechnet, davon 50.000 bis 55.000 aus dem deutschen Sprachgebiet. Im Fabian-Handbuch sind aber nur sechs ungarische Bibliotheken mit mehr als 1000 Cinquecentine verzeichnet (eigentlich bequem, dieser italienische Begriff, so dass man nicht immer "Drucke des 16. Jahrhunderts" sagen muss. Die deutsche Übersetzung wäre "Fünfhunderter". Wie wäre das als Neologismus?).

Zu den Digitalisierungsprojekten:
Während die Digitalisierungsprojekte in München und Halle nur solche Titel enthalten, die schon im VD16 erfasst sind, ist das Schweizer Projekt e-rara offenbar vom VD16 unabhängig. Sie haben dort seit etwa März 2010 mehr als 1800 Titel des 16. Jahrhunderts digitalisiert, und einige davon sind noch nicht im VD16, wie z.B. viele medizinische Dissertationen aus Basel.


Und noch drei Hinweise zur Forschung:
Meine These, dass die Zahl der vorhandenen Drucke wohl viel höher liegt als bisher vermutet, wird auch von anderer Seite (wenn auch mit anderer Begründung) vertreten. In einem Tagungsbeitrag, der an der St. Andrews Universität gehalten wurde, weist Jürgen Beyer (Saxo-Institut, Kopenhagen) darauf hin, dass von vielen Lübecker Drucken Exemplare nur in skandinavischen und baltischen Bibliotheken existieren. Außerdem gibt er zu bedenken, dass sich viele amtliche Drucke gar nicht in Bibliotheken, sondern in Archiven befinden, wo sie mit handschriftlichen Dokumenten zusammengebunden sind.
http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/tagungs....oche=11

William A. Kelly hat im Gutenberg-Jahrbuch 2009 (S. 271-288) eine Liste mit 97 Titeln aus der schottischen Nationalbibliothek in Edinburg zusammengestellt, die er aus seiner im Internet 2008 veröffentlichten Liste entnommen hat und bei denen eingetragen war, dass sie im VD16 fehlen. Die Liste im Gutenbergjahrbuch reicht vom Buchstaben "A" bis "G", es dürfte also geplant sein, dass die Liste fortgesetzt wird. Allerdings besteht bis jetzt die Fortsetzung im Gutenberg-Jahrbuch 2010 nur aus ca. 20 Titeln, die z.T. auch schon im VD16 enthalten sind. Beim Abgleich der im Internet vorveröffentlichen Liste (s. u. in meinem letzten Eintrag vom Dez. 2009) mit dem VD16 stellt sich heraus, dass ein großer Teil der mit "not in VD16" gekennzeichneten Titel in Wirklichkeit sehr wohl im VD16 verzeichnet sind. In einigen dieser Fälle hat das VD16 jetzt bei den entsprechenden Datensätzen einfach die NB Edinburgh als zusätzlichen Standort hinzugefügt. Das wird der Grund sein, warum sich die Fortsetzung der Liste im Gutenberg-Jahrbuch verzögert: wahrscheinlich müssen alle Titel der Internet-Liste von Kelly noch einmal überprüft werden. Ich vermute, dass die Liste, die von Kelly 2008 ins Internet  gesetzt wurde, schon lange fertig war, schon bevor die Möglichkeit einer online-Volltext-Recherche bestand. Das VD16 selbst hat sich damals (also vor 2004) des öfteren geirrt, weil das Abgleichen damals so schwierig war, und hat in einigen Fällen dieselbe Ausgabe zweimal aufgenommen (in einem Fall sogar drei Mal: G 1991=ZV 6615=ZV 6614).

Zum ersten Mal, seit dieses Forum eingerichtet wurde, habe ich jetzt im Internet einen Blog speziell zum Thema der Drucke des 16. Jahrhunderts gefunden, nämlich „Research Fragments“ von Jonathan Green:
http://researchfragments.blogspot.com/


Das seit längerem geplante Wiki zu den Drucken des 16. Jahrhunderts ist noch in der Entwicklung begriffen, aber in den nächsten Tagen wird eine erste Version online geschaltet, in der man erkennen kann, wie es einmal werden soll.
Zu dem Wiki werde ich noch einen eigenen Eintrag in diesem Forum vorbereiten.


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    Geschrieben: 11.12.2009, 22:08 Skip to the previous post in this topic. Skip to the next post in this topic. Ignore posts   QUOTE

Nach einem Jahr seit dem letzten Eintrag noch einmal einige Aktualisierungen.

Immerhin fand ja in diesem zu Ende gehenden Jahr der 40. Jahrestag der Gründung des VD16-Projekts statt, nämlich am 1. Mai. Ich weiß nicht, ob das gefeiert worden ist, aber wenn, dann wohl nur im Kreise der engsten Angehörigen. Die ZV-Nummern sind jetzt bei 26825 angekommen, d. h. also ca. 460 neue Titel im Jahr 2009, davon über 100 aus Zwickau, ca. 90 aus Berlin SB und ca. 60 aus der BSB München.

Die wichtigste Neuigkeit ist wohl, dass die Datenbank des VD16 jetzt um die Daten des VD17 erweitert worden ist. Was der Sinn dieser Ausdehnung ist, erschließt sich mir nicht, es wird auch an keiner Stelle (soweit ich weiß) erklärt. Wer Drucke des 17. Jahrhunderts sucht, hat im VD17 eine viel konfortablere Suchfunktion, und das VD16 hat jetzt nur noch mehr Probleme als zuvor schon. Bei jeder Suchanfrage werden jetzt zuerst die Titel des VD17 angezeigt, und da im Ganzen höchstens 50 Treffer angezeigt werden (danach setzt die Anzeigefunktion aus), kann es vorkommen, dass man an die Titel des 16. Jahrhunderts gar nicht mehr herankommt. Außerdem kann man jetzt bei den Bibliotheken, die auch ans VD17 melden, nicht mehr erkennen, wie viele Titel des VD16 hinzugekommen sind, weil bei der Trefferanzahl natürlich der Gesamtbetrag angezeigt wird und man nicht weiß, wie viele davon aus dem 17. Jahrhundert sind.

Eine andere Neuigkeit ist, dass jetzt auch Drucke aus Städten aufgenommen werden, die nicht zum deutschen Sprachbereich gerechnet werden, wie Krakau oder Prag. Ich weiß allerdings nicht, wie "neu" diese Veränderung ist, ich hab das erst vor ein paar Monaten entdeckt. Diese Titel haben "XL"-Nummern, bisher gibt es aber erst 12 davon.

Aus der Schottischen Nationalbibliothek in Edinburgh gibt es seit ca. einem Jahr im Netz eine von W. A. Kelly zusammengestellte Liste mit deutschen Drucken des 16. Jahrhunderts ("Additions and addenda to VD16 in Edinburgh libraries"), von denen ca. 300 noch nicht im VD16 verzeichnet sind. Es scheint, dass diese momentan ins VD16 aufgenommen werden, denn die zuletzt eingegebenen Titel stammen aus Edinburgh.

Die ULB Halle macht jetzt auf der Seite zu ihren digitalen Sammlungen genauere Angaben über ihre Drucke aus dem deutschen Sprachgebiet: die Gesamtzahl der Drucke des 16. Jahrhunderts ist weiterhin ca. 28.000, für das VD 16 relevant sind 17.153, die, wie aus den Angaben hervorgeht, auch alle gemeldet sind. Davon sind 1.736 Unikate, also genau 10%.

Die Stadtbibliothek von Schaffhausen hat im VD16 die Sigle vd177 (und nicht vd117). In der Stadtbibliothek ist auch die Ministerialbibliothek untergebracht, die aber als eigene Bibliothek geführt wird. Die ans VD16 gemeldeten Titel stammen alle aus der Ministerialbibliothek, nicht aus der Stadtbibliothek.

Mein Plan für ein Wiki zu den Drucken des 16. Jahrhunderts ist in Arbeit, ich hoffe, dass das Projekt im Laufe des nächsten Jahres realisiert werden kann. Wer daran interessiert ist, dem schicke ich gerne eine Projektskizze zu.


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    Geschrieben: 16.12.2008, 09:14 Skip to the previous post in this topic. Skip to the next post in this topic. Ignore posts   QUOTE

Hier noch einige Nachträge und Berichtigungen:

Nach Auskunft der UB Eichstätt werden die Schätzungen, die den Angaben im Fabian-Handbuch zugrunde liegen (ca. 11.000 Drucke des 16. Jahrhunderts), durch die Katalogisierungsarbeiten der letzten Jahre bestätigt. Hinzu kommen aber die Bestände der Zentralbibliothek der bayerischen Kapuziner aus Alt-Ötting, in der Bücher aus über 20 aufgelösten Konventen zusammengetragen worden sind. Nach bisherigem Stand sind das zusätzlich etwa 3.000 Titel, diese Zahl könnte sich aber mit dem Fortgang der Arbeiten in den nächsten Jahren auch noch erhöhen.

Die UB Marburg hat zwei kleinere Kirchenbibliotheken übernommen, der Zuwachs an Drucken des 16. Jahrhunderts beträgt aber nur 133 Titel.

Die SLUB Dresden bietet auf ihrer homepage jetzt präzise Angaben zum Stand der Erfassung ihrer Bestände im VD16: von den vorhandenen ca. 24.000 im deutschen Sprachraum erschienenen Titeln des 16. Jahrhunderts waren bis zum Juli 2008 7464 im VD16 verzeichnet.

Berichtigen muss ich die Wiedergabe einer Information, die ich von Frau Bayer vom VD16 erhalten hatte. Sie hat nicht gesagt - wie ich dagegen missverständlich referiert habe -, dass das VD 16 das Ziel, alle Drucke des deutschsprachigen Raums im 16. Jahrhundert zu erfassen, nicht mehr verfolge, sondern sie hatte mir geschrieben, "dass das VD 16 keinen vollständigen Bestandsnachweis anstrebt." Es sollen also nicht alle existierenden Exemplare nachgewiesen werden, während die von mir verwendete Formulierung "nicht alle Drucke" unklar ist.

Nachzutragen ist in der Liste der österreichischen Bibliotheken das Franziskanerkloster Güssing im Burgenland, das 3642 Drucke des 16. Jahrhunderts besitzt.

In diesem Zusammenhang sollte auch noch auf die Internet-Seite www.klosterbibliotheken.at hingewiesen werden, wo Informationen zu österreichischen Klosterbibliotheken gesammelt werden.


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    Geschrieben: 24.09.2008, 09:35 Skip to the previous post in this topic. Skip to the next post in this topic. Ignore posts   QUOTE

Hier geht es weiter mit den Beständen von Drucken des 16. Jahrhunderts in europäischen Bibliotheken. Für die, die diesen Thread nicht von Beginn an verfolgt haben, eine kleine Einleitung:

Es ging aus von der Beobachtung, dass es in den letzten Jahren nur noch sehr langsam mit der weiteren Erfassung der Drucke des 16. Jahrhunderts im VD 16 (Verzeichnis der im deutschen Sprachbereich erschienene Drucke des 16. Jahrhunderts) vorangeht. Dabei kam auch die Frage auf, ob es denn überhaupt eine Stelle gibt, an der die Fortschritte dieses Projekts dokumentiert werden. Ich habe mich daraufhin zuerst über das VD 16 informiert, um zu erfahren, wie man aus der Datei die Gesamtzahlen der von den Bibliotheken gemeldeten Titel herausbekommt. Später habe ich gesehen, dass jetzt auch das "Handbuch der historischen Buchbestände" online zugänglich ist, so dass man relativ bequem recherchieren kann, wo es wie viele Drucke gibt, um diese Zahlen mit dem Stand der Erfassung im VD 16 zu konfrontieren. Am 12. Mai 2008 habe ich die Zahlen für die deutschen und österreichischen Bibliotheken mit mehr als 1000 Drucken des 16. Jahrhunderts hier eingestellt (siehe unten) und am 1. September die Zahlen für die schweizerischen, skandinavischen und baltischen Bibliotheken hinzugefügt. Und jetzt kommen eben die weiteren europäischen Bibliotheken, so weit sie vom Fabian-Handbuch (Handbuch der historischen Buchbestände) erfasst sind.

Natürlich beruhen viele dieser Zahlen auf Schätzungen, die z. T. sehr ungenau sein können. Oft kann man nicht unterscheiden zwischen Band- oder Titelzählung, oft ist nicht erkennbar, wie viele Drucke aus dem deutschen Sprachbereich stammen. Aber es dürfte immerhin deutlich werden, dass die Berechnungen, nach denen der jetzige Stand der Erfassung auf zwischen 83 % und 87 % festgelegt wurde (womit das Projekt also mehr oder weniger abgeschlossen wäre), nicht stimmen können. Ohne mich auf irgendwelche Gegenrechnungen einzulassen: die geschätzten Zahlen der existierenden Bestände waren in vielen Fällen zu niedrig, und vor allem sind die Bibliotheken außerhalb Deutschlands gar nicht berücksichtigt worden. Wenn aber die Gesamtzahl der existierenden Drucke viel größer ist als angenommen, dann wird auch die Zahl der zu erwartenden neuen Titel größer als vorhergesehen sein, es sei denn, man ginge davon aus, dass sich in den noch nicht erfassten Bibliotheken nur Dubletten von schon im VD 16 aufgenommenen Ausgaben befinden würden.

Korrekturen und Kommentare sind willkommen.




Bibliotheken mit mehr als 1000 Drucken des 16. Jahrhunderts


Russland

St. Petersburg Nationalbibliothek  (vd194)
1.) Rara-Abteilung: von insgesamt 16.000 Drucken des 16. Jahrhunderts sind 10.605 aus dem dt. Sprachbereich
2.) in 12 fachlich abgegrenzten Abteilungen: 20.818 Drucke aus dem dt. Sprachbereich,
Summe: 31.423
Die Homepage der Bibliothek zeigt aber "nur" 40.000 ausländische Drucke des 16. Jahrhunderts an. Wenn dies zutriffen sollte, dann ist die Summe von mehr als 31.000 Germanica sicher zu hoch angesetzt.
Ans VD16 gemeldet: 36

Die Bibliothek hat einen gesonderten online-Katalog der fremdsprachigen Drucke des 16. Jh.s, in vielen Fällen sind die Germanica schon mit dem VD16 abgeglichen, wenn auch nicht vollständig

http://www.nlr.ru/rlin/in16.php
Die Suchmaske akzeptiert lateinische Buchstaben. In der ersten Zeile können Wörter aus dem Titel eingegeben werden, in der dritten Zeile Namen.


St. Petersburg, Akademie der Wissenschaften
Rara-Abt.: 4401 Drucke aus dem dt. Sprachbereich (davon 1312 dt., 3089 lat.)
Unklar bleibt, was sich in dem sogenannten "Reservebestand" verbirgt, es wird nur angemerkt, dieser lasse sich nicht beziffern.


Moskau, Staatsbibliothek (ehemals Leninbibliothek)
Die Rara-Abteilung enthält insgesamt 31.000 Drucke des 16. Jahrhunderts, davon 17.000 Titel (in 20.000 Bänden) aus dem deutschen Sprachgebiet.


Moskau, Lomosow-Universität, Universitätsbibliothek
2500 Germanica (davon 500 dt., 2000 lat.)


Kaliningrad/ Königsberg Universitätsbibliothek
Die Bibliothek hat nur 179 Drucke des 16. Jahrhunderts aus dem deutschen Sprachbereich, soll aber Bestände aus dem zentralen Sammellager INION in Moskau erhalten (Informationsinstitut für Sozialwissenschaften der Russischen Akademie der Wissenschaften). Dort lagern nach Auskunft des Handbuch-Artikels über die UB Kaliningrad (aus dem Jahr 2000) alte Bestände der Universitätsbibliothek Königsberg (und wohl auch noch anderer Bibliotheken).


Polen

Warszawa/ Warschau Nationalbibliothek
insgesamt ca. 13.000 Drucke des 16. Jh.s, davon ca. 7800 aus dt. Sprachgebiet


Warszawa/ Warschau Universitätsbibliothek
insgesamt ca. 12.000 Drucke des 16. Jh.s, davon ca. 6000 aus dt. Sprachgebiet


Gdansk/ Danziger Bibliothek der Polnischen Akademie der Wissenschaften (ehem. Stadtbibliothek Danzig), mit der Bibliothek der Danziger Marienkirche (vd041)
nicht ausgezählt, keine Angaben zu den Germanica des 16. Jh.s möglich. Es existieren aber 800 Inkunabeln, daher ist mit mehr als 2000 Drucken des 16. Jh.s zu rechnen, wovon ein großer Teil aus dem deutschen Sprachgebiet stammen wird.


Katowice/ Kattowitz, Biblioteca Slaska/ Schlesische Bibliothek
mehr als 1100 Drucke des 16. Jh.s, Anteil der Germanica wird nicht angegeben


Kornik/ Kurnik, Korniker Bibliothek der Polnischen Akademie der Wissenschaften
ca. 1450 Germanica des 16. Jh.s


Krakòw/ Krakau, Biblioteca Jagiellonska
insgesamt 21.000 Drucke des 16. Jh.s, davon ca. 5000 aus dt. Sprachgebiet


Lòdz , Universitätsbibliothek
ca. 1590 Germanica des 16. Jh.s


Lublin, Universitätsbibliothek der Katholischen Universität
ca. 1200 Germanica des 16. Jh.s


Pelplin, Bibliothek des Priesterseminars
1200 Germanica des 16. Jh.s


Poznan/ Posen, Universitätsbibliothek
2190 Germanica des 16. Jh.s


Torun/ Thorn, Stadtbücherei und  Woiwodschaftsbibliothek
insgesamt ca. 4000 Drucke des 16. Jh.s, davon ca. 3200 aus dt. Sprachgebiet


Torun/ Thorn, Universitätsbibliothek
Altbestand (16.-18. Jh.) ca. 20.000 Germanica, keine weitere Aufschlüsselung, möglicherweise ca. 1000 Drucke des 16. Jh.s aus dem deutschen Sprachgebiet (?)


Wroclaw/ Breslau, Universitätsbibliothek (vd227)
bisher nicht ausgezählt. In der Abteilung "Alte Drucke" sind für den Bereich "16. Jahrhundert" 14.569 Drucke aus der alten Universitätsbibliothek, der alten Stadtbibliothek Breslau und aus weiteren Bibliotheken zusammengeführt worden, aber es ist nicht bekannt, wie viele Drucke des 16. Jahrhunderts in den übrigen Abteilungen vorhanden sind.
Zahl der Drucke, die bisher an das VD16 gemeldet wurden: 34.


Wroclaw/ Breslau, Dombibliothek
ca. 4100 Germanica des 16. Jh.s


Wroclaw/ Breslau, Ossolinski-Nationalinstitut der Polnischen Akademie der Wissenschaften
ca. 2200 Germanica des 16. Jh.s



Tschechische Republik


Prag, Nationalbibliothek
insgesamt 28.123 Drucke des 16. Jh.s, davon Germanica 14.782


Prag, Nationalmuseum, Bibliothek
anhand der Angaben des Handbuchs nicht quantifizierbar, neben dem regulären Bestand etwa 70 Privatbibliotheken, zwei große Adelsbibliotheken (Kinsky und Nostiz-Rieneck) werden gesondert aufgenommen


Prag, Nationalmuseum, Bibliothek der Fürsten Kinsky
insgesamt ca. 1000 Titel des 16. Jh.s


Prag, Nationalmuseum, Majoratsbibliothek der Grafen von Nostiz-Rieneck
ca. 3400 Bände des 16. Jh.s. Es gibt 150 Inkunabeln, die größtenteils aus dt. Sprachgebiet stammen, das gilt daher vermutlich auch die Drucke des 16. Jh.s.


Prag, Dominikanerbibliothek
ca. 1000 Drucke des 16. Jh.s


Prag, Bibliothek der Benediktiner-Erzabtei
ca. 1000 Drucke des 16. Jh.s


Prag,  Strahover Bibliothek (Prämostratenser)
15.000 Bände des 16. Jh.s


Prag, Nationalmuseum, 177 von 341 Schlossbibliotheken aus ganz Böhmen, deren Bestände über das Prager Nationalmuseum zugänglich sind
insgesamt ca. 15.000 Drucke des 16. Jh.s


Brounov/ Braunau, Bibliothek des Benediktinerklosters
ca. 1800 Bände des 16.Jh.s, überwiegend deutsche Drucke


Ceské Budejovice/ Budweis, Staatliche Wissenschaftliche Bibliothek, ca. 10 verschiedene Klosterbibliotheken
943 Drucke des 16. Jh.s


Nelahozeves/ Mühlhausen a.d. Moldau, Raudnitzer Lobkowicz'sche Bibliothek,
Die Bestände des 16. Jh.s sind nicht aufgeschlüsselt, aber es existieren 730 Inkunabeln, von denen 31 % Germanica sind. Das ist ein geringerer Anteil als in anderen böhmischen Bibliotheken (es gibt viele italienische Drucke), aber die Bestände an Germanica des 16. Jh.s könnten dennoch beträchtlich sein.
Im Jahre 1994 wurde die Bibliothek an die Familie Lobkowicz zurückgegeben


Tepla/ Tepl, Prämostratenserkloster
2446 Drucke des 16. Jh.s


Brno/ Brünn, Mährische Landes- und Universitätsbibliothek (vd029)
insgesamt 4267 Drucke des 16. Jh.s,
ans VD 16 gemeldet: 8


Brno/ Brünn, Augustinerkloster in Alt-Brünn
ca. 1400 Bände des 16. Jh.s


Olomouc/Olmütz, Staatliche wissenschaftliche Bibliothek (vd175)
ca. 9000 Bände des 16. Jh.s, 1772 Inkunabeln,
ans VD 16 gemeldet: 1


Rajhrad/ Raigern, Bibliothek des Benediktinerstifts
1250 Drucke des 16. Jh.s, 163 Inkunabeln, größtenteils aus dt. Sprachgebiet


Slowakische Republik


Martin, Slowakische Nationalbibliothek (vd251)
insgesamt 2009 Titel aus dem 16. Jh., davon 40 % aus heutigem dt. Gebiet, 20% Frankreich, davon 25% aus Straßburg (= 5%), 14% Schweiz, 2% Österreich = 800 + 100 + 280 + 40 = 1220 aus dt. Sprachgebiet
Seit 2007 Meldungen ans VD16, bisher gemeldet: 46.


Martin, Sonderbestand der Nationalbibliothek, Bestände der Franziskanerklöster (ca. 20 aufgelöste Klöster)
2720 Germanica des 16. Jh.s.


Bratislava, Universitätsbibliothek
schwer überschaubar, viele Privatbibliotheken und Sammlungen.
Die Alte Kollegiatsbibliothek (Jesuitenbibliothek) umfasst insgesamt 1168 Drucke des 16. Jh.s, davon - so kann man erschließen - mehr als 1000 aus dem dt. Sprachbereich.
Dazu kommen zahlreiche private Sammlungen, Konfiskate und übernommene Bibliotheken mit kleineren Teilbeständen des 16. Jh.s. Es wurden zur Berechnung jeweils einige hundert Titel aus diesen Altbeständen (15.-19. Jh.) von zwischen 2000 und 30.000 Titeln herausgenommen und die prozentuale Zusammensetzung dieser Corpora bezüglich der Jahrhunderte und der Druckorte hochgerechnet. Die Anteile der Germanica des 16. Jahrhunderts liegen zwischen 0,3 und 10%. Wenn jede der in dem Handbuchartikel aufgeführten Sammlungen etwa zwischen 50 und 300 Titeln an Germanica des 16. Jh.s aufweist, kann man summiert mit mehr als 1000 Titeln rechnen. Mit allen Vorbehalten bei dieser Art von "Hochrechnung".
Die Daten des Handbuch-Artikels stammen vom Dezember 1999.


Bratislava, Lyzealbibliothek  
Im Altbestand (15.-19. Jh.) insgesamt 23.200 Germanica, davon 6,4% aus dem 16. Jh. = ca. 1400


Dolny Kubìn, Caplovic-Bibliothek
insgesamt 1398 Drucke des 16. Jh.s, davon 993 aus dem dt. Sprachbereich


Kesmarok/ Käsmark, Lyzealbibliothek (vd254)
Insgesamt 2940 Titel aus dem 16. Jh., davon 2675 Germanica
ans VD 16 gemeldet: 1


Nitra/ Neutra, Diözesanbibliothek
insgesamt 1289 Drucke des 16. Jh.s, die Summe der Germanica in den verschiedenen Fachgruppen ergibt ca. 700.


Ungarn


Budapest, Széchényi-Nationalbibliothek (vd034)
Fabian-HB: 10.283 Germanica ,
ans VD16 gemeldet: über 5000 (nach meiner eigenen überschlagsmäßigen Berechnung ca. 7000)


Budapest, Universitätsbibliothek (vd032)
insgesamt 7780 Bände des 16. Jh.s, davon 7440 lat., 110 dt., 233 andere Sprachen
Wenn also die deutschsprachigen Drucke ca 1/3 der nicht-lat. Werke ausmachen, dann dürften auch die lateinischen Drucke zu ca. einem Drittel aus Deutschland stammen, d.h. ca. 2500, das wären also ca. 2610 Bände Germanica


Budapest, Akademie der Wissenschaften
2666 Germanica, davon 715 Titel dt., 1903 lat., 48 in anderen Sprachen


Esztergom, Kathedralenbiliothek
Insgesamt 2041 Drucke des 16. Jh.s, größtenteils lat.,
für das 16. Jh. gibt der Handbuchartikel  keine Aufschlüsselung nach Sprachen. Im 17. Jh. ca. 65% lat., 28% dt. und nur 7% andere Sprachen. Daraus ist auch für das 16. Jh. auf einen hohen Anteil an Germanica zu schließen.


Kalocsa/ Kolotschau, Kathedralenbibliothek
Von insgesamt 3056 Werken des 16. Jhs. sind 2603 lat., 457 dt., 3 frz. und 2 it. Daraus kann man schließen, dass auch die lateinischen Drucke zum größten Teil aus Deutschland stammen werden.


Pannonhalma/ Martinsberg, Bibliothek der Erzabtei
Insgesamt  2000 Drucke des 16. Jhs., überwiegend lateinisch, 300 sind deutschsprachig.


Kroatien

Zagreb, National- und Universitätsbibliothek
Insgesamt 1039 Drucke des 16. Jhs., davon 885 lateinisch, 127 deutschsprachig, 26 in anderen Sprachen. Es dürfte sich um ca. 900 Germanica handeln


Slowenien

Ljubljana, National- und Universitätsbibliothek
Insgesamt 2570 Drucke des 16. Jhs, davon sind 1303 Germanica, die sich folgendermaßen zusammensetzen: 1002 Drucke lateinisch, 297 deutschsprachig, 4 in anderen Sprachen


Irland

Dublin, Trinity College (vd255),
insgesamt ca. 11.000 Drucke des 16. Jh.s, davon ca. 2000 aus dt. Sprachgebiet
im VD16 bisher verzeichnet: 1


Großbritannien

Die Artikel  zu Großbritannien stammen vom Ende der 90er Jahre

London, British Library (vd124)
20.000 Ausgaben des 16. Jh.s aus dem dt. Sprachgebiet (Dubletten nicht inbegriffen). Die Angaben basieren auf dem Short-Title-Catalogue von 1963 sowie auf dem dazugehörigen Supplement von 1990.
Die Homepage der BL gibt jetzt 24.000 deutsche Druckausgaben an.
im VD16 bisher verzeichnet: 291


Aberdeen, University Library
insgesamt ca. 4230 Drucke des 16. Jh.s, davon ca. 1000 aus dt. Sprachgebiet


Cambridge, University Library (vd037)
insgesamt ca. 30.000 ausländische Drucke des 16. Jhs., davon ca. 7000 aus dem deutschen Sprachgebiet
im VD16 bisher verzeichnet: 2


Cambridge, verschiedene College-Bibliotheken
Die Bestände der College-Bibliotheken werden getrennt von der Universitätsbibliothek gezählt. Der gedruckte Katalog von A.M. Adams, Catalogue of books printed on the continent of Europe, 1501 - 1600, in Cambridge libraries. 2 Bde, Cambridge 1967, der alle Bibliotheken in Cambridge umfasst, hat ca. 30.000 Nummern, aber von vielen Ausgaben gibt es Dubletten in den verschiedenen College-Bibliotheken. Die Emmanuel College Library und Queens College Library geben allerdings keine Zahlen an, sondern verweisen nur auf Adams.
Dort sind neben den vier im Fabian-Handbuch vertretenen College-Bibliotheken noch 15 weitere aufgeführt. Die Zuordnung der Germanica zu den einzelnen Bibliotheken wäre allerdings ein ziemlich aufwändiges Vorhaben.
Stichproben von Angaben aus dem Handbuch-Artikel über einige in der Universitätsbibliothek von Cambridge vorhandene Drucke ergeben aber, dass Adams nicht alle existierenden Exemplare erfasst hat. Dasselbe könnte also auch für die College-Bibliotheken gelten.
Jedenfalls lässt sich aus der Zahl der Inkunabeln (2  bzw. 25) erschließen, dass im Emmanuel College und Queens College auch die Zahl der Drucke des 16. Jh.s und somit auch die deutschen Bestände des 16. Jh.s nicht sehr umfangreich sind.

Cambridge, St. John's College
Insgesamt ca. 4000 Titel des 16. Jh.s und 300 Inkunabeln, von denen 1/3 aus dem dt. Sprach-Gebiet stammt, dasselbe Verhältnis ist für das 16. Jh. anzunehmen.

Cambridge, Trinity College
Insgesamt ca. 6000 Titel des 16. Jh.s, davon ca. 2500 aus dem dt. Sprachgebiet.


Edinburgh, National Library (vd050)
ca 6000 dt. Drucke d. 16. Jh.s, zum allergrößten Teil lateinisch.
im VD16 bisher verzeichnet: 102


Edinburgh, University Library (vd051),
insgesamt ca. 9000 Drucke des 16. Jh.s, davon ca. 1800 aus dt. Sprachgebiet
im VD16 bisher verzeichnet: 3


Glasgow, University Library
insgesamt ca. 4600 Drucke des 16. Jh.s, davon ca. 1000 aus dt. Sprachgebiet


Manchester, John Rylands University Library
ausländische Drucke vor 1601: ca. 34.500. Von 4500 Inkunabeln sind ca. 1000 aus Deutschland. Wenn die Herkunft der Drucke des 16. Jahrhunderts sich in derselben Weise aufteilt, dann ist mit ca. 7000 Drucken aus dem dt. Sprachgebiet zu rechnen.


Oxford, Bodleian Library (vd158)
10.300 Drucke des 16. Jahrhunderts aus dem dt. Sprachgebiet.
im VD16 bisher verzeichnet: 10


Oxford, Christ Church Library
ausländische Drucke des 16. Jhs: 8000, davon ca. 2300 aus dt. Sprachgebiet


Italien

Rom, Biblioteca Vaticana
Im Fabian-HB fehlen online die Beschreibungen der Sondersammlungen.
Insgesamt werden 9500 Bände Germanica gezählt. Den größten Teil davon wird wohl die Bibliotheca Palatina ausmachen, die als Mikrofiche verfilmt in vielen deutschen Bibliotheken zugänglich ist. In den Opacs dieser Bibliotheken sind die einzelnen Drucke gesondert verzeichnet und chronologisch geordnet. So lässt sich die Gesamtzahl leicht errechnen. Der Berliner Stabikat (www.stabikat.de) gibt 12.708 Treffer an. Wenn man die ersten Titel, die aus dem 17. Jh. stammen, und die letzten aus dem 15. Jh. abzieht, kommt man auf ca. 10.200 Treffer (einige Fehlmeldungen muss man in Kauf nehmen). Natürlich stammen auch hier nicht alle Drucke aus dem deutschen Sprachgebiet. Im Stabikat ist aber auch schon die Abgleichung mit dem VD16 vorgenommen worden, es werden sogar Warnungen vor möglichen falschen Zuordnungen gegeben. Ob die Nachweise der VD16- Nummern komplett ist, ist nicht sicher, ich habe bei Stichproben keine ZV-Signaturen gesehen. Jedenfalls wäre es auf dieser Grundlage einfach, Druckausgaben, die noch nicht im VD 16 erfasst, dort einzuarbeiten.


Rom, Biblioteca Angelica
1547 Titel Germanica des 16. Jhs.


Rom, Bibliteca Casanatense
2047 Titel Germanica des 16. Jhs.
Die homepage der Bibliothek gibt an, sie enthalte insgesamt 13.000 Drucke des 16. Jh.s.

Das Fabian-Handbuch bietet für Italien natürlich nur einen winzigen Ausschnitt der existierenden Landschaft historischer Bibliotheken. Dabei sind die meisten der italienischen Bibliotheken hervorragend erschlossen. Viele kleinere Bibliotheken haben gedruckte Kataloge, in denen die Werke des 16. Jahrhunderts ("cinquecentine") zusammen mit den Inkunabeln dokumentiert werden. Im Karlsruher Virtuellen Katalog kann man über den italienischen Verbund-Katalog ICCU zum Teil sehr detaillierte Erfassungen von deutschen Drucken bekommen, besonders für katholische und humanistische Autoren.



Die große Überraschung bei den europäischen Bibliotheken ist für mich die russische Nationalbibliothek in St. Petersburg. Wenn man den Angaben im Fabian-Handbuch trauen kann, dann müssen das über 31.000 Drucke aus dem deutschen Sprachgebiet sein. Gewisse Zweifel habe ich allerdings. Denn die Homepage der Bibliothek spricht nur von insgesamt 40.000 ausländischen Drucken. Wenn 31.000 davon aus dem deutschen Sprachbereich stammen sollen, dann bliebe für den Rest Europas nicht viel übrig. Zum Vergleich: die LB Dresden hat ebenfalls 40.000 Drucke des 16. Jahrhunderts, davon aber nur 24.000 aus dem deutschen Sprachbereich, und das ist eine deutsche Bibliothek.
Außerdem finde ich es eigenartig, dass in diesem Handbuchartikel die Angaben zu den deutschen Drucken des 16. Jahrhunderts in den einzelnen Fachabteilungen nicht zusammengezählt wurden, man muss die Addition selbst durchführen.
Möglicherweise beruht die Zahl 40.000 auf der Homepage der NB St. Petersburg ja auf neueren Auszählungen.

In diesem Zusammenhang muss auch noch eine Korrektur angemerkt werden. Die Homepage der Österreichischen Nationalbibliothek spricht von 44.000 Werken des 16. Jahrhunderts, wovon ca. 24.000 aus dem deutschen Sprachraum stammen. Im Fabian-Handbuch steht dagegen eine Gesamtzahl von 52.800. Ich habe ausdrücklich nochmal nachgefragt, sie sagen dort, dass sie sich auf der Homepage der Sammlung Alter Drucke nach den Ergebnissen von Gedeon Borsa richten, der soeben den gedruckten Katalog der Drucke des 16. Jahrhunderts in der ÖNB vorgelegt hat.

Nun gut, jedenfalls ist der Überblick der europäischen Bibliotheken, so weit sie im Fabian-Handbuch erfasst sind, fertig. Natürlich fehlen die Länder Frankreich (dort besonders die UB Straßburg), Niederlande, Belgien und der größte Teil von Italien sowie die USA (vielleicht auch Kanada?). Dazu muss man wohl auch noch einzelne Nationalbibliotheken in Betracht ziehen, wie z. B. Madrid, Bukarest und Kiew.


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    Geschrieben: 01.09.2008, 14:58 Skip to the previous post in this topic. Skip to the next post in this topic. Ignore posts   QUOTE

Thema sind hier weiterhin die in deutschen und europäischen Bibliotheken vorhandenen Bestände von Büchern des 16. Jahrhunderts, die im deutschen Sprachgebiet gedruckt wurden.

In der Zwischenzeit habe ich drei Sachen durchgesehen: zum einen die Internet-Präsentation des „Handbuchs der historischen Buchbestände in der Schweiz“ (das aber noch in Arbeit ist), dann die europäischen Bibliotheken, die Einträge im Fabian-Handbuch haben, und schließlich die "Bibliographie zum Schrifttum des 16. Jahrhunderts" von Andreas Kühne.

Zuerst die Schweizer Bibliotheken, soweit sie bisher erfasst sind. Die Quelle ist:

www.zb.uzh.ch/index.html?http://hhch.eurospider.com/digital....ex.html

Wie schon in den beiden vorhergehenden Tabellen ist die Nummer in Klammern hinter dem Namen der Bibliothek die interne Sigle des VD16, die man dort in der Suchmaske in der Rubrik "Besitznachweis" eintragen muss, um die Zahl der bisher aus dieser Bibliothek gemeldeten Druckausgaben zu erhalten. Es folgt dann (A) die Gesamtzahl der in der Bibliothek vorhandenen Drucke des 16. Jahrhunderts (auch der nicht im deutschen Sprachgebiet gedruckten). Danach folgt (B) die Zahl der aus dieser Bibliothek bisher ans VD16 gemeldeten Ausgaben. Die dritte Zahl (C ) ist die Angabe aus der alten Besitzstandsdatei des VD16, die seit etwa 1997 nicht weiter aktualisiert wird. An dieser Zahl kann man ersehen, ob in den letzten 11 Jahren noch Meldungen erfolgt sind.

Die Zahl der Schweizer Bibliotheken mit mehr als 1000 Drucken des 16. Jahrhunderts ist so gering, dass ich hier nicht nach Kantonen, sondern alphabetisch nach Städtenamen geordnet habe. In einigen Bibliotheken sind die Anteile der Sprachen im 16. Jahrhundert genau ausgezählt worden. Natürlich kann man bei lateinischen Büchern nicht wissen, wo sie gedruckt wurden. Aber wenn der Anteil deutschsprachiger Bücher relativ hoch ist, darf man schließen, dass auch der Anteil der im deutschsprachigen Gebiet gedruckten Bücher unter den lateinischen Titeln entsprechend hoch sein wird.


Schweizer Bibliotheken mit mehr als 1000 Drucken des 16. Jahrhunderts

Aargauer Kantonsbibliothek (vd002)
(A) ca. 4000       (B) 75       (C ) 71
ca. 15 % dt., ca. 78% lat.

Basel Universitätsbibliothek (vd011)
(A) 22.005 Titel       (B) 216       (C ) 81
4534 dt., 14.714 lat.

Bern Universitätsbibliothek (vd019)
(A) 12.000 Titel       (B) 4       (C ) 3
ca. 2400 dt., ca. 6700 lat.

Chur Kantonsbibliothek Graubünden (-)
(A) 1500       (B) -       (C ) -

Einsiedeln Stiftsbibliothek (vd052)
(A) 5010       (B) 304       (C ) 1
15% dt., 76% lat.

Genf Bibliotheca Bodmeriana (-)
(A) 1193       (B) -       (C ) -
335 dt., 302 lat.

Schaffhausen Ministerialbibliothek (vd117)
(A) 2117       (B) 151       (C ) 125
576 dt., 1407 lat.

Solothurn Zentralbibliothek (-)
(A) 4560       (B) -       (C ) -
ca. 500 dt., ca. 3000 lat.

Winterthur Stadtbibliothek (vd223)
(A) 2342       (B) 2       (C ) 1

Zofingen Stadtbibliothek (vd230)
(A) 1719       (B) 14       (C ) 12
25% dt., 65% lat.


Es fehlen hier noch einige große Bibliotheken, da die Arbeiten an dem Handbuch noch nicht beendet sind. Das VD16 verzeichnet noch folgende Schweizer Standorte:

- Luzern Zentralbibliothek (vd128)
besitzt laut homepage der Bibliothek 5500 Drucke des 16. Jahrhunderts

- St. Gallen Kantonsbibliothek (vd190)

- Zürich Zentralbibliothek (vd232)
Diese Bibliothek ist bisher mit 3187 Titeln im VD16 vertreten, davon waren 3086 schon 1997 gemeldet.

Das VD16 hat auch noch eine Sigle (vd231) für die Universitätsbibliothek Zürich, aber soweit ich das verstanden habe, ist diese identisch mit der Zentralbibliothek.


Nun zu den anderen europäischen Bibliotheken, die mehr als 1000 Drucke des 16. Jahrhunderts besitzen. Die Bearbeiter des Handbuchs der historischen Buchbestände haben natürlich immer danach differenziert, ob Germanica in den Beständen vorhanden sind. Dadurch sind die Angaben hier oft genauer auf die Frage nach Drucken aus dem deutschen Sprachgebiet zugeschnitten als in den deutschen Bibliotheken. Die skandinavischen Bibliotheken unterscheiden dabei sogar genau zwischen deutschsprachigen Drucken und in Deutschland oder deutschsprachigen Ländern hergestellten Drucken sowie anderen Schriften aus anderen Ländern, die irgendwie über Deutschland handeln. Ich beginne hier deshalb mit Dänemark und Schweden (Norwegen ist nicht vertreten und in Finnland gibt es keine Bestände von über 1000 Drucken). Dazu setze ich auch noch die baltischen Bibliotheken, die im VD16 bisher nicht vertreten sind. Die Angaben stammen alle von Mitte bis Ende der 90er Jahre.


Skandinavische und baltische Bibliotheken mit mehr als 1000 Drucken des 16. Jahrhunderts

Dänemark, Kopenhagen Königliche Bibliothek (vd115)
(A) ca. 12.000 Bände aus        (B) 10       (C ) 1
dem dt. Spr.-Raum

Dänemark, Kopenhagen ehem. Universitätsbibliothek (vd116)
(A) 1904 Bände aus dt. Spr.-Raum       (B) 3       (C ) 3

Schweden, Stockholm Königliche Bibliothek (vd196)
(A) ca. 4490 Titel       (B) 4       (C ) 1
mitgezählt sind dabei aber auch deutschsprachige Werke, die im 16. Jh. in Schweden gedruckt wurden, das dürften aber nicht allzu viele sein

Schweden, Linköping Stadtbibliothek - Stiftsabteilung (-)
(A) 1150 Titel aus dem dt. Spr.-Gebiet        (B) -        (C ) -

Schweden, Lund Universitätsbibliothek (-)
(A) ca. 3400 Titel aus dem dt. Spr.-Gebiet        (B) -        (C ) -

Schweden, Uppsala Universitätsbibliothek (vd209)
(A) 6730       (B) 2       (C ) 1

Schweden, Västerås Stadtbibliothek (-)
(A) 1363 Titel       (B) -       (C ) -

Estland, Tallin (Reval) Estnische Akademische Bibliothek
insgesamt 1300 Bände des 16. Jhs, davon ca. 1100 aus Deutschland

Estland, Tartu (Dorpat) Universitätsbibliothek
insgesamt 2000 Titel des 16. Jhs., davon ca. 1100 aus Deutschland

Lettland, Riga Nationalbibliothek
insgesamt 1000 Bände, davon 650 aus dt. Sprach-Gebiet

Litauen, Vilnius (Wilna) Universitätsbibliothek
insgesamt 5337 Drucke des 16. Jh., davon 1650 bis zum Jahr 1550, von diesen wiederum 642 aus Deutschland. Daher vermutlich ca. 2100 Germanica.

Litauen, Vilnius (Wilna) Litauische Akademie der Wissenschaften.
insgesamt 3900 Drucke des 16. Jhs., davon ca. 1300 Germanica.

Weitere Länder folgen demnächst.


Am Ende noch die "Bibliographie zum Schrifttum des 16. Jahrhunderts" (1995) von Andreas Kühne. 1990/91 leitete Kühne ein Forschungsprojekt, das von der DFG gefördert wurde. In der Zeitschrift für Bibliothekswesen und Bibliographie hat er 1994 die Ergebnisse aus seiner Nachforschungen über Bestände des 16. Jahrhunderts in deutschen Bibliotheken vorgestellt. Seinen Vorschlägen, mit der Erfassung der großen deutschen Bibliotheken im VD 16 fortzufahren, ist damals ganz offenbar nicht gefolgt worden. Die DFG hat vielmehr schrittweise ihre Förderung des VD 16 eingestellt, und das ganze Projekt ist in die Regie der BSB München übergegangen. Die Bibliographie wurde dann 1995 von Kühne praktisch als eine Art "Abfallprodukt" des Projekts (Baudoux) nachgereicht. (Rezension von Sabine Baudoux von 1996):
www.bsz-bw.de/depot/media/3400000/3421000/3421308/96_0132.html
Dass darin auch die geschätzten Bestände des 16. Jahrhunderts in den einzelnen Bibliotheken aufgeführt werden (der Untertitel weist wohl darauf hin), war mir aber vorher entgangen. Praktisch hat Kühne ohne das Handbuch der historischen Buchbestände dasselbe gemacht, was ich im letzten Eintrag in der  Tabelle zu den deutschen Bibliotheken gemacht habe (ohne Österreich allerdings); er hat dafür 376 Bibliotheken angeschrieben. Das Fabian-Handbuch erwähnt er am Anfang nur, weil er daraus die Liste der relevanten Bibliotheken hatte. In Wirklichkeit hat er aber auch von den Arbeiten an dem Handbuch profitiert, denn er hätte sonst nicht so viele detaillierte Informationen von den Bibliotheken erhalten. Der größere Teil der Angaben entspricht dem, was sich auch im Fabian-Handbuch findet. Zusätzlich bietet Kühne aber noch genauere Zahlen über Drucke des 16. Jahrhunderts, die aus dem deutschen Sprachgebiet stammen, denn diese Spezifizierung wird im Handbuch bei den deutschen und österreichischen Bibliotheken sehr selten gemacht. Seine Daten stammen vermutlich aus den Jahren 1990/91, also bevor die ersten Bände des Fabian-Handbuchs (1992) erschienen waren. Die Angaben im Fabian-Handbuch sind heute auf jeden Fall vorzuziehen, auch weil Kühne eine ganze Reihe offensichtlicher Fehler unterlaufen sind. Insofern war die Arbeit, die ich mir gemacht habe, nicht überflüssig.

Kühne hatte als untere Grenze für die Aufnahme einer Bibliothek in seine 376 Stellen umfassenden Liste etwa 100 vorhandene Drucke des 16. Jahrhunderts angesetzt, innerhalb dieses Limits hatte ich im Fabian-Handbuch knappe 400 Bibliotheken und Archive gezählt. Aber von den Bibliotheken, die mehr als 1000 Drucke besitzen, hat Kühne fast alle, die ich auch aus dem Handbuch herausgezogen habe, es fehlt nur etwa ein halbes Dutzend, zumeist mit Beständen zwischen 1000 und 2000 Titeln.

Das "Mehr" bei Kühne besteht in den Angaben über Drucke aus dem deutschen Sprachraum, ca. 50 Bibliotheken mit mehr als 1000 Drucken des 16. Jahrhunderts (die kleineren habe ich nicht berücksichtigt) haben ihm auf diese Anfrage geantwortet. Ich verzichte darauf, das hier im einzelnen aufzulisten, zumal es den Anschein hat, dass die Zahlen zu den Drucken des 16. Jahrhunderts bei Kühne teilweise bis auf die letzte Stelle genau gezählt sind, während die Zahlen der jeweiligen Bibliotheken über Drucke aus dem deutschen Sprachbereich dann gerundet wurden (Beispiel Stadtbibl. Braunschweig: 5264, davon aus dt. Sprachbereich: 4500). Wenn dann aber darüber hinaus auch noch die Zahlen aus dem Fabian-Handbuch zu den vorhandenen Drucken des 16. Jhs, die ja wohl die Basis solcher Schätzungen sind, von Kühnes Zahlen abweichen, dann wird klar, dass eine solche Auflistung hier eine allzu vage Angelegenheit wäre. Bestimmte Angaben bei Kühne sind auch eindeutig als falsch zu erkennen, weil in einigen Fällen in den Antworten der Bibliotheken offensichtlich nicht unterschieden wurde zwischen deutschsprachigen Drucken und Drucken aus dem deutschen Sprachgebiet. Kühne merkt das aber nicht an, sondern bietet die Zahlen so, wie sie ihm offensichtlich geliefert wurden. Zusammenfassend kann man nur soviel sagen: Bei den kleineren Bibliotheken machen die Schriften aus dem deutschen Sprachgebiet in einigen Fällen zwischen 90 und 100% der Drucke des 16. Jahrhunderts aus, in einigen Bibliotheken aber auch nur 60%.

Erstaunlich ist immerhin, wie sehr die neueren Schätzungen von den früheren abweichen können. Die UB Freiburg hatte bei Kühne noch 12.000 Drucke des 16.Jhs, jetzt sind es 22.000, die Marienbibliothek in Halle hat bei Kühne 1800, im Fabian Handbuch 8409, die Historische Bibliothek Rudolstadt: aus 149 Titel des 16. Jhs bei Kühne wurden 2562. Die UB Leipzig hat bei Kühne 15.000, im Fabian-Handbuch aber 27.767 Drucke, die Stabi Berlin gab noch im Fabian-Handbuch 35.000 an, jetzt liegen sie bei 50.000, Wolfenbüttel gab bei Kühne noch 60.000 an, im Handbuch aber 80.000. Umgekehrt steht bei Kühne als Schätzung für die WLB Stuttgart 50.000, und jetzt rechnen sie dort nur noch mit 25.000. Solche "Überschätzungen" sind aber die Ausnahme, normal ist, dass die Schätzungen bei Kühne (und z. T. auch im Handbuch) zu niedrig lagen.

Am Ende einige Korrekturen:
Berichtigen muss ich wohl in der Liste der deutschen Bibliotheken eine Schlussfolgerung, die ich zu den Beständen der UB München gemacht habe. Von dort wurde mir zwar in einer e-mail mitgeteilt, mit den ca. 10.000 an das VD16 gemeldeten seien weitgehend alle Drucke aus dem deutschen Sprachbereich erfasst, aber das bedeutet wohl nicht, wie ich geschrieben habe, dass die übrigen 30.000 im Ausland gedruckt wurden. Kühne geht von 28.800 Drucken aus dem dt. Sprachbereich aus, die Differenz zu den 10.000 ans VD16 gemeldeten Drucken wird vermutlich aus Dubletten bestehen. Als Korrektur ist in meiner Liste der deutschen Bibliotheken außerdem noch die Kunstbibliothek in Berlin nachzutragen. Mir war im Fabian-Handbuch entgangen, dass in dem betreffenden Artikel noch mehrere Teilbibliotheken mit eigenen Beständen aufgeführt waren. Ich komme da beim Zusammenzählen auf die Summe von 2692 Titeln (Kühne gibt 2479 an). Außerdem befindet sich die Fürstlich Salm Salm'sche Bibliothek nicht in Iserlohn, sondern in Isselburg-Anholt.


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    Geschrieben: 12.05.2008, 00:05 Skip to the previous post in this topic.  Ignore posts   QUOTE

Ein weiteres halbes Jahr ist vergangen, der Stand der Meldungen ist jetzt bei 26.049. Es sind in sechs Monaten also ca. 140 Titel, die jetzt fast täglich eingegeben werden, hinzugekommen. Bezüglich der Wiki-Pläne hat sich nicht viel getan. Ich habe einige wenige Kommentare erhalten, mehrheitlich ablehnend, aber ich glaube, dass das daran liegt, dass die Möglichkeiten einer Vernetzung von verstreutem Detailwissen, die ein Wiki bietet, noch nicht erkannt werden.

In der Zwischenzeit habe ich gesehen, dass das Handbuch der historischen Buchbestände ("Fabian-Handbuch") online einsehbar ist, und zwar nicht nur zu Deutschland, sondern auch zu Österreich und zu anderen europäischen Bibliotheken.

http://www.b2i.de/cgi-bin/wiki.pl?Home

Dadurch hatte ich die Möglichkeit, einmal genauer zu vergleichen, welche Bestände des 16. Jahrhunderts vorhanden sind und wie weit ihre Verzeichnung im VD 16 gediehen ist. Durchgeschaut habe ich die deutschen Bibliotheken (das sollen so etwa 1500 sein) und die österreichischen (ca. 250). Davon haben in Deutschland knapp 400 Bestände von mehr als 100 Drucken des 16. Jahrhunderts, in Österreich ca. 80. Eine solche Liste wäre aber zu lang geworden, deshalb habe ich die Grenze bei etwa 1000 Drucken angesetzt, damit kommt man auf ca. 150 Bibliotheken und Archive in Deutschland und 32 in Österreich.

Die Zahlenangaben im Handbuch sind angesichts der meist unbefriedigenden Lage der Altbestandserfassung in den meisten Fällen sehr über den Daumen gepeilt, außerdem werden manchmal Bände und manchmal Titel gezählt. Um diese Zahlen trotzdem in Beziehung zum VD16 setzen zu können, muss man außerdem berücksichtigen, dass die Angaben im Fabian-Handbuch nicht allein die Drucke aus dem deutschen Sprachgebiet betreffen. Die Aufgliederung nach Sprachen hilft dabei nicht viel weiter, denn sie wird in den Artikeln zu den einzelnen Bibliotheken nur innerhalb der verschiedenen Fachgebiete gemacht und ist deshalb verstreut, außerdem nutzen diese Angaben angesichts des im 16. Jahrhundert noch hohen Anteils an lateinischen Drucken nicht viel. Wie groß der Prozentsatz ausländischer Drucke, die vom VD16 nicht aufgenommen werden, jeweils ist, ist also schwer zu sagen. In Köln UB sind ca. 85 % aus dem deutschen Sprachgebiet, in Wolfenbüttel 73%, in Gotha 57%, in München UB dagegen nur 25 %. Darüber hinaus muss berücksichtigt werden, dass die Zählung der VD16-Datei die Dubletten nicht mitrechnet, während im Handbuch sämtliche Drucke des 16. Jahrhunderts summiert werden. Im Fall von Gotha, wo detaillierte Angaben vorliegen und wo schon alle einschlägigen Drucke ans VD 16 gemeldet sind, macht die Zahl der vom VD 16 gezählten Titel weniger als die Hälfte der Gesamtzahl der in der Bibliothek vorhandenen Drucke des 16. Jahrhunderts aus.

Zuerst hatte ich die gesammelten Daten in Tabellen zusammengestellt, aber dann wusste ich nicht, wie ich die Tabellen in dieses Forum transferieren sollte. Ich habe deshalb alles in eine einfache Liste umgearbeitet, was allerdings etwas länger und leider auch etwas weniger übersichtlich ist. Wer will, kann sich aber alles relativ leicht mit einem Textverarbeitungsprogramm wieder tabellieren.

Die Bibliotheken sind in der folgenden Liste wie im Handbuch nach Bundesländern geordnet. Hinter dem Ort und dem Namen der Bibliothek steht in Klammern die Kennzahl, die man im online-VD16  (www.vd16.de) im Suchfeld "Besitznachweis" eintragen muss, um die Information zu der betreffenden Bibliothek zu erhalten. In der Zeile darunter steht nach dem Buchstaben (A) die Anzahl der vorhandenen Drucke laut Fabian-Handbuch, die Angaben stammen zum größten Teil aus der Zeit zwischen 1988 und 1994. Danach folgt mit dem Buchstaben (B) dagegen der derzeitige Stand der Meldungen an das VD16. Da, wo im letzten halben Jahr nennenswerte Zuwächse zu erkennen sind, habe ich das vermerkt (Hannover Stadtbibl., Frankfurt St. Georgen, Mainz Stadtbibl., Heidelberg UB). Leider werden im VD16 Zahlen über 5000 nicht mehr angezeigt, und damit hat man gerade bei den großen Bibliotheken keine genauen Angaben. Diese Zahlen habe ich direkt in den Bibliotheken nachgefragt und habe sie in den Fällen, in denen ich eine Antwort bekommen habe, in der dritten Zeile bei eventuellen Anmerkungen eingetragen. Falls ich noch weitere Antworten bekommen sollte, kann ich das später nachtragen.
Die Zahl nach dem Buchstaben (C ) zeigt den Meldungsstand aus der alten Besitzstandsdatei in Wolfenbüttel, die heute immer noch online zugänglich ist, obwohl sie längst überholt ist. Sie wird nämlich seit mehr als 10 Jahren nicht mehr aktualisiert. Aber man kann an dieser Zahl erkennen, was sich in den letzten 10 Jahren am Meldungsstand im VD16 verändert hat. In dieser alten Datei werden bis zu 10.000 Titeln gezählt (Ausnahme Gotha), was darüber geht, nicht mehr (das waren damals nur die BSB München und Wolfenbüttel). Die Anmerkungen in der jeweils dritten Zeile bieten eventuelle Zusatzinformationen, die ich aus anderen Quellen habe oder wo mir bestimmte Zusammenhänge unklar geblieben sind.


Deutsche Bibliotheken und Archive mit mehr als 1000 Drucken des 16. Jahrhunderts laut Fabian-Handbuch

Fabian HB Anzahl (A)       VD16 aktuell (B)     VD16 ca. 1997 (C )


Schleswig Holstein, Bremen, Hamburg

Flensburg Bibliothek des Alten Gymnasiums (-)    
(A) ca.1000     (B) -     (C ) -

Kiel Universitätsbibliothek (vd110)    
(A) 2900     (B) 415     (C ) 405

Lübeck Stadtbibliothek (vd126)    
(A) 5552     (B) 6     (C ) 6

Bremen Staats- und Universitätsbibliothek (vd037)    
(A)  > 5000     (B) 9     (C ) 8
allein die Sammlung Goldast umfasst  4092 Titel

Hamburg Staats- und Universitätsbibliothek (vd091)  
(A) 4800     (B) 22     (C ) 20

Niedersachsen

Braunschweig Stadtbibliothek (vd026)  
(A) 5264     (B) 4635     (C ) 3710
wahrscheinlich komplett im VD 16 erfasst

Braunschweig Bibliothek des Predigerseminars der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche (-)  
(A)  1713     (B) -     (C ) -

Clausthal-Zellerfeld Universitätsbibliothek (vd039)  
(A) ca.1620     (B) 19     (C ) 17

Emden Johannes a Lasco Bibliothek (vd053)  
(A) ca.3400     (B) 3     (C ) 3

Göttingen Niedersächsische Staats- und Universitäts¬bibliothek (vd074)  
(A)  ?     (B) >5000     (C ) 6414

Hannover Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek - Niedersächsische Landesbibliothek (vd092)  
(A) 12.500       (B) 14     (C ) 14

Hannover Stadtbibliothek (vd093)  
(A) 3153     (B) Okt. 07: 405, Apr. 08: 588     (C ) 1

Helmstedt Ehemalige Universitätsbibliothek (?)  
(A) 2180     (B) ?     (C ) 1
aus der Liste des VD 16 gelöscht?

Hildesheim Dombibliothek (vd100)  
(A)  >2000     (B) 19     (C ) 1

Hildesheim Stadtarchiv (vd101)  
(A)  ca.3600     (B) 1     (C ) 1

Lüneburg Ratsbücherei (vd127)  
(A)  6501     (B) 3513     (C ) 2951

Oldenburg Landesbibliothek (vd156)  
(A)  2658     (B) 19     (C ) 19

Wolfenbüttel Herzog August Bibliothek (vd218 )  
(A)  80.000     (B) >5000     (C ) >9999
laut homepage 59.000 Drucke aus dem deutschen Sprachgebiet vorhanden

Nordrhein-Westfalen

Aachen Öffentliche Bibliothek (vd001)  
(A) 1090     (B) 2     (C ) 2

Bonn Universitätsbibliothek (vd023)  
(A) 3000 bis 4000     (B) 90     (C ) 9
nach e-mail-Auskunft vermutlich ca. 7000 Drucke vorhanden

Bornheim-Walberberg Bibliothek St. Albert (vd212)  
(A) 1500     (B) 2     (C ) 2

Detmold Lippische Landesbibliothek (vd043)  
(A) ca. 3700     (B) 5     (C ) 4

Düsseldorf Universitätsbibliothek (vd049)  
(A) 4400     (B) 1545     (C ) 1425

Goch Domus Presbyterorum Gaesdonck (-)  
(A)  >1000     (B) -     (C ) -

Iserlohn Fürstlich Salm-Salm'sche Bibliothek (-)  
(A)  >1000     (B) -     (C ) -

Köln Universitäts- und Stadtbibliothek (vd113)  
(A) 9300     (B) >5000     (C ) 5006
laut e-mail-Auskunft sind die 7.704 Drucke d. 16. Jhs  a.d. dt. Spr.- Gebiet vollständig ans VD16 gemeldet

Köln Erzbischöfliche Diözesan- und Dom-Bibliothek (vd112)  
(A)  2540     (B) 3     (C ) 1

Münster Universitätsbibliothek (vd146)  
(A)  ca 8000     (B) 66     (C ) 53

Münster Diözesanbibliothek (vd144)  
(A) 2250     (B) 1     (C ) 1

Münster Zentralbibliothek der Franziskaner (?)  
(A) 1000     (B) ?     (C ) -
wird jetzt im VD 16 unter "Paderborn" geführt, ich kenne aber die Sigle nicht

Paderborn Erzbischöfliche Akademie (vd159)  
(A) 3000     (B) 10     (C ) 19
offenbar einige Titel zurückgezogen

Soest Wissenschaftliche Stadt¬bibliothek (vd186)  
(A) 2530     (B) 16     (C ) 11

Steinfurt Fürstlich Bentheimsche Bibliothek (-)  
(A)  970     (B) -     (C ) -

Xanten Stifts- und Pfarrbibliothek (vd228)  
(A) 4100     (B) 19     (C ) 18

Hessen

Darmstadt Hessische Landes- und Hochschulbibliothek (vd042)  
(A) 9100     (B) 60     (C ) 50

Frankfurt (Main)   Stadt- und Universitätsbibliothek (vd064)  
(A) >7000     (B) 42     (C ) 39

Frankfurt (Main)   Max-Planck-Institut für europäische Rechtsgeschichte (vd062)  
(A) 1682     (B) 42     (C ) -

Frankfurt (Main)   Philosophisch-Theologische Hochschule St. Georgen (vd066)  
(A) 2740     (B) Okt. 07: 312, Apr. 08: 440     (C ) -

Fulda Hessische Landesbibliothek (vd068)  
(A) 3622     (B) 148     (C ) 5

Fulda Bischöfliches Priesterseminar (vd069)  
(A) 1760     (B) 1     (C ) 1

Giessen Universitätsbibliothek (vd071)  
(A) 2700     (B) 40     (C ) 35

Laubach Gräflich Solms-Laubachsche Bibliothek (-)  
(A) 3044     (B) -     (C ) -

Limburg Diözesanbibliothek (-)  
(A) 1062     (B) -     (C ) -

Marburg (Lahn)  Universitätsbibliothek (vd136)  
(A) 9150     (B) 2     (C ) 2

Michelstadt Nicolaus-Matz-Bibliothek (vd140)  
(A) 1736     (B) 218     (C ) -

Wiesbaden Hessische Landesbibliothek (vd222)  
(A) 2652     (B) 12     (C ) 11

Rheinland-Pfalz

Koblenz Staatliches Görres-Gymnasium (-)  
(A) 1945     (B) -     (C ) -

Mainz Stadtbibliothek (vd133)  
(A) 9800     (B) Okt. 07: 563, Apr. 08: 595     (C ) 149

Mainz Bischöfliches Priesterseminar (vd131)  
(A) 2635     (B) 1     (C ) 1

Speyer Pfälzische Landesbibliothek (vd189)  
(A) 960     (B) 1     (C ) 1

Trier Stadtbibliothek (vd204)  
(A) 10.741     (B) >5000     (C ) 4594

Worms Stadtbibliothek (vd226)  
(A) 1086     (B) 7     (C ) 5

Zweibrücken Bibliotheca Bipontina (vd233)  
(A) 1371     (B) 32     (C ) 27

Baden-Württemberg

Beuron Erzabtei St. Martin (-)  
(A) 999     (B) -     (C ) -

Bretten Melanchthonhaus (vd028)  
(A) 2165     (B) 5     (C ) 4
laut homepage der Bibliothek 2174, davon  784 dt., 1382 lat.

Freiburg (Breisgau)  Universitätsbibliothek (vd060)  
(A) 22.000     (B) >5000     (C ) 1981
Meldungen an das VD 16 bisher bis "M"

Heidelberg Universitätsbibliothek (vd095)  
(A) Online fehlt der Artikel       (B) Okt. 07: 2871,  Apr. 08: 3077     (C ) 48
laut e-mail-Auskunft der Bibliothek: 13.000

Isny (Allgäu)   Evangelische St. Nikolaikirche (vd105)  
(A) >1000     (B) 1     (C )-

Karlsruhe Badische Landesbibliothek (vd107)  
(A) 3046     (B) 7     (C ) 4

Konstanz Heinrich-Suso-Gymnasium (-)  
(A) 2300     (B) -     (C ) -

Mannheim Universitätsbibliothek (vd135)  
(A) 6530     (B) 4     (C ) 2

Neresheim Benediktinerabtei (-)  
(A) 2140     (B) -     (C ) -

Reutlingen Stadtbibliothek (vd167)  
(A) 1100     (B) 4     (C ) 4

St. Peter (Schwarzwald)   Priesterseminar (-)  
(A) 1180     (B) -     (C ) -

Stuttgart Württembergische Landesbibliothek (vd201)  
(A)  ?     (B) 2922     (C ) 2580
laut e-mail der Bibliothek sind ca. 25.000 Drucke des 16. Jhs vorhanden

Tübingen Universitätsbibliothek (vd206)  
(A) 16.120     (B) 79     (C ) 69

Tübingen Evangelisches Stift (vd205)  
(A) 2510     (B) 1     (C ) 1

Tübingen Konviktsbibliothek Wilhelmsstift (-)  
(A)  5409     (B) -     (C ) -

Überlingen Leopold-Sophien-Bibliothek (vd207)  
(A) 1710     (B) 10     (C ) 8

Ulm Stadtbibliothek (vd208)  
(A) 10.700     (B) 84     (C ) 3

Bayern

Amberg Staatliche Bibliothek (Provinzialbibliothek)   (SAM01)  
(A)  6130     (B) 56     (C ) 51

Ansbach Schlossbibliothek (SAN01)  
(A) 999     (B) 23     (C ) 4

Aschaffenburg Hofbibliothek (vd006+SAB01)  
(A) 6567     (B) 2716     (C ) 2652 +104
zusammen mit Stiftsbibliothek

Augsburg Staats- und Stadtbibliothek (SBA01)  
(A) 27.790     (B) 675     (C ) 534

Augsburg Universitätsbibliothek (UBA01)  
(A)  ?     (B) 13     (C ) 5
laut opac allein Oettingen-Wallerstein ca. 7500, insgesamt laut e-mail etwa 10.300

Bad Windsheim Stadtbibliothek (-)  
(A) 1275     (B) -     (C ) -

Bamberg Staatsbibliothek (SBG01)  
(A) 8305     (B) 217     (C ) 192

Coburg Landesbibliothek (LCO01)  
(A) 8600     (B) 2821     (C ) 2344

Dillingen Studienbibliothek (SDL01 ?)  
(A) 14.041     (B) 0     (C ) 92
vermutlich ist hier die interne Sigle des VD16 verändert

Eichstätt Universitätsbibliothek (UEI01)  
(A) 11.000     (B) 2812     (C ) 62
hat inzwischen auch die Zentralbibliothek der Kapuziner Altötting übernommen

Erlangen-Nürnberg Universitätsbibliothek (UER01)  
(A) 26.000     (B) 194     (C ) 177

Freising Dombibliothek (DBF01)  
(A) 1569     (B) 5     (C ) 3

Hammelburg Franziskanerkloster (vd086)  
(A) 988     (B) 2     (C ) 2

Kempten/Allgäu St. Mangkirche (vd109)  
(A) 2100     (B) 2     (C ) 2

Lindau Stadtbibliothek (vd122)  
(A) 3589     (B) 6     (C ) 6

Memmingen Wissenschaftliche Stadtbibliothek (vd138)  
(A) ?     (B) 4     (C ) 3

Abtei Metten (vd139)  
(A) 1800     (B) 3     (C ) 3

München Bayerische Staatsbibliothek (BSB01)  
(A) 126.000 (dt.: 25.000, lat: 85.400)     (B) >5000     (C ) >9999

München Universitätsbibliothek (UBM01)  
(A) 40.000     (B) >5000       (C ) 9128
davon ca. 75% ausl. Drucke, laut e-mail 9.651 ans VD 16 gemeldet, d.h. im Wesentlichen alles erfasst

München Franziskanerkloster St. Anna  (vd143)  
(A) 2477     (B) 39      (C ) 38

München Herzogliches Georgianum  (-)  
(A) 2099     (B) -     (C ) -

Neuburg a.d. Donau Staatliche Bibliothek (SND01)  
(A) 6480     (B) 187     (C ) 182

Neustadt (Aisch)   Kirchenbibliothek (vd147)  
(A) 1750     (B) 9     (C ) 9

Nördlingen Ratsbibliothek (vd149)  
(A) 1594     (B) 1     (C ) 1

Nürnberg Stadtbibliothek (vd152)  
(A) 14.700     (B) 338     (C ) 239

Nürnberg Germanisches Nationalmuseum (vd150)  
(A) >3100     (B) 1292     (C ) 1244

Landeskirchliches Archiv Nürnberg Evangelisch-Lutherischen Kirche (LKN01)  
(A) ca. 13.000     (B) 71       (C ) 51

Nürnberg Scheurl-Bibliothek (-)  
(A) 2748     (B) -     (C ) -

Ottobeuren Bibliotheca Ottenburana (-)  
(A) 1500     (B) -     (C ) -
laut Opac der UB Augsburg sind bisher über 4000 Titel registriert, die Katalogisierung ist noch nicht abgeschlossen

Passau Staatliche Bibliothek (SPA01)  
(A) 3657     (B) 17     (C ) 16

Regensburg Staatliche Bibliothek (SBR01)  
(A) 10.180     (B) 145     (C ) 124

Regensburg Universitätsbibliothek (UBR01)  
(A) ca. 1000     (B) -     (C ) -

Regensburg Bischöfliche Zentralbibliothek  (-)  
(A) 1096     (B) -     (C ) -

Regensburg Fürst Thurn und Taxis-Hofbibliothek (-)  
(A) 4200     (B) -     (C ) -

Rothenburg ob der Tauber Ratsbibliothek (vd171)  
(A) 2099     (B) 1     (C ) 1

Schweinfurt Stadtarchiv (vd182)  
(A) 2400     (B) 5     (C ) -

Würzburg Universitätsbibliothek (UBW01)  
(A) ca. 6500     (B) 1867     (C ) 1753

Berlin

Staatsbibliothek zu Berlin (vd013)  
(A) 32.470     (B) >5000     (C ) 7818+5986
homepage: ca. 50.000, davon aus dt. Sprachgeb. ca. 38.000, davon bisher 28.500 ans VD16 gemeldet

Humboldt-Universität zu Berlin (vd014)  
(A) 1858     (B) Okt. 07: 4, Apr. 08: 25     (C ) 4

Berlin St. Marienbibliothek (-)  
(A) 1060     (B) -     (C ) -

Mecklenburg-Vorpommern

Greifswald Universitätsbibliothek (vd078)  
(A) 5373     (B) 231     (C ) 123

Greifswald Geistliches Ministerium (-)  
(A) 1212     (B) -     (C ) -

Rostock Universitätsbibliothek (vd170)  
(A) 11.374     (B) 3961     (C ) 2768

Schwerin Landesbibliothek Mecklenburg-Vorpommern (vd183)  
(A) 1900     (B) 1     (C ) 1

Stralsund Archivbibliothek (-)  
(A) 3444     (B) -     (C ) -

Brandenburg

Domstiftsarchiv Brandenburg (vd024)  
(A) zus. ca. 6600 Drucke     (B) 6     (C ) 4
enthält als Depositum viele brandenb. Kirchenbibliotheken, darin u.a. Kirchenbibliothek St. Gotthardt: 2707 sowie Kirchenbibliothek St. Katharinen: 2707

Sachsen-Anhalt

Dessau Anhaltische Landesbücherei (-)  
(A) 2223     (B) -     (C ) -

Lutherstadt Eisleben Turmbibliothek der St. Andreaskirche (-)  
(A) 1684     (B) -     (C ) -

Halle (Saale) Universitäts- und Landesbibliothek Sachsen-Anhalt (vd085)
(A) 28.000     (B) >5000     (C ) 9392
Fabian-Hb. 1999: "die Meldungen an das VD16 stehen vor dem Abschluss"

Halle (Saale)  Franckesche Stiftungen (vd083)  
(A)  8300     (B) 48     (C ) 45

Halle (Saale)  Marienbibliothek (vd084)  
(A) 8409     (B) 86     (C ) 78

Kalbe Kirchenbibliothek St. Nicolai (-)  
(A) 1700     (B) -     (C ) -

Merseburg Domstiftsbibliothek (-)  
(A) ca. 1400     (B) -     (C ) -

Salzwedel St. Katharinen (-)  
(A) 1361     (B) -     (C ) -

Lutherstadt Wittenberg Evangelisches Predigerseminar (vd225)  
(A) 8436     (B) 77     (C ) 76

Lutherstadt Wittenberg Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt (Lutherhalle) (vd224)
(A)  8060     (B) >5000     (C ) 3582

Zeitz Domherrenbibliothek (vd229)  
(A)  >4000     (B) 44     (C ) 43

Zerbst Francisceumsbibliothek (-)  
(A)  ca. 3900     (B) -     (C ) -

Sachsen

Bautzen Stadtbibliothek (vd012)  
(A) 2500     (B) 2     (C ) 2

Dresden Sächsische Landesbibliothek Staats- und Universitätsbibliothek (SLUB)  (vd047)  
(A) 40.455     (B) >5000       (C ) 3428
homepage der SLUB: 40.000, davon 24.000 aus dt. Spr.-Bereich, davon 34% [also ca. 8000] ans VD16 gemeldet.

Freiberg Geschwister-Scholl-Gymnasium (-)  
(A) "1754 Frühdrucke" [?]     (B) -     (C ) -

Görlitz Oberlausitzische Bibliothek der Wissenschaften (vd072)  
(A) 3824     (B) 382     (C ) 378

Kamenz Stadtarchiv (-)  
(A) 1731     (B) -     (C ) -

Leipzig Deutsches Buch- und Schriftmuseum (vd120)  
(A) 1935     (B) 1001     (C ) 817

Leipzig Universitätsbibliothek 'Bibliotheca Albertina' (vd121)  
(A) 27.767     (B) 4143     (C ) 3387

Zwickau Ratsschulbibliothek (vd234)  
(A) 25.186     (B) >5000     (C ) 3160
laut homepage jetzt ca. 26.000; laut e-mail 20.000 aus deutschem Sprachgebiet, bisher ans VD16 gemeldet: 11.000

Thüringen

Arnstadt Evangelisch-Lutherische Kirchgemeinde (-)  
(A)  977     (B) -     (C ) -

Erfurt Stadt- und Regionalbibliothek (vd055)  
(A) 7497     (B) 2762     (C ) 1397

Erfurt Evangelisches Ministerium (vd054)  
(A) 1157     (B) 880     (C ) 877

Gotha Forschungs- und Landesbibliothek (vd075)  
(A) 23.500     (B) >5000     (C ) 12.159
laut homepage jetzt ca. 31.500, davon laut e-mail-Auskunft 15.300 aus dt. Sprachgebiet (mit Dubletten 18.000); vollständig ans VD16 gemeldet

Jena Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek ThULB (vd106)  
(A) 26.716     (B) >5000     (C ) 7977

Mühlhausen Stadtarchiv (-)  
(A) 1203     (B) -     (C ) -

Rudolstadt Historische Bibliothek (vd172)  
(A) 2562     (B) 223     (C ) 124

Schleiz Stadtkirche St. Georg (-)  
(A) 1422     (B) -     (C ) -

Schleusingen Naturhistorisches Museum (vd179)  
(A) 2934     (B) 1     (C ) -

Weimar Herzogin Anna Amalia Bibliothek (vd214)  
(A) 21.000     (B) >5000     (C ) 2758
Verluste durch Bibliotheksbrand



Zum einen zeigt sich, dass einige der großen Bibliotheken mit über 10.000 Drucken des 16. Jahrhunderts wie Regensburg SB, Nürnberger, Ulmer und Mainzer Stadbibliothek, Landeskirchliches Archiv Nürnberg, Erlangen UB, Marburg UB, Augsburg UB, Tübingen UB und Hannover LB noch fast gar nicht erfasst sind, dass zum anderen aber auch Bibliotheken, die eigentlich im VD16 gut vertreten sind - wie Coburg LB, Freiburg UB, Zwickau RB, Stuttgart LB, Leipzig UB, Rostock UB, Eichstätt UB, Heidelberg UB oder Lüneburg Ratsbibliothek - bisher erst einen Teil ihrer Bestände gemeldet haben.

Darüber hinaus ist interessant, dass einige Bibliotheken jetzt ihre Bestände für größer einschätzen als im Handbuch angegeben. Gotha nennt jetzt 31.500 anstatt 23.500 Drucke, Berlin SB 50.000 anstatt 32.470, Zwickau hat von 25.186 auf ca. 26.000 erhöht, Bonn von 3000-4000 auf jetzt schätzungsweise 7000, Ottobeuren von 1500 auf über 4000 (bisheriger Stand der Katalogisierung nach dem Opac der UB Augsburg), Freiburg UB hat den Eintrag im Handbuch von 19.000 auf 22.000 verändert. Logischerweise müssen dann auch die Schätzungen der zu erwartenden neuen Titel erhöht werden.

Die Bestande der BSB München nehmen weiter zu. Die Staatsbibliothek kauft im Rahmen des Sammelauftrags der Sammlung deutscher Drucke pro Jahr etwa 200 Titel an, der Jahresbericht von 2004 gibt an, 49 Titel jenes Jahres seien bis dahin noch nicht im VD 16 vertreten gewesen. Die Zahl 200 ist von mir geschätzt, die Jahresberichte von 2002-2005 weisen eine durchschnittliche Gesamtzahl von 230 bis 280 Einheiten auf, aber darin sind auch Inkunabeln und historische Musikdrucke inbegriffen.
http://www.ag-sdd.de/publikationen/jahresberichte.htm

Leider habe ich aber den Stand der Erfassung der BSB München im VD 16 noch nicht in Erfahrung bringen können.

Einige Bibliotheken melden offenbar nur sporadisch Titel, die bisher noch nicht im VD16 vertreten sind, bei vielen neuen Nummern handelt es sich aber auch nur um Titelblatt-Variationen. Frau Dr. Bayer von der Arbeitsstelle des VD16 hat mich darauf hingewiesen, dass die vollständige Erfassung aller Drucke des 16. Jahrhunderts im VD16 gar nicht mehr das Ziel des Projekts ist. Vielmehr setzt man darauf, dass die einzelnen Bibliotheken bei ihrer Altbestandserschließung jeweils die schon existierenden VD16-Nummern in die Kataloge eintragen, so dass die Besitzstände anhand dieser Nummer über die Katalog-Verbunde recherchiert werden können. Das leuchtet als Abkürzung des Verfahrens ein, hilft aber bei noch nicht im VD16 erfassten Titeln nicht weiter.




Österreichische Bibliotheken mit mehr als 1000 Drucken des 16. Jahrhunderts

Fabian HB Anzahl (A)        VD16 aktuell (B)     VD16 ca. 1997 (C )

Wien Österreichische Nationalbibliothek (vd220)
(A) 52.800, davon 8.300 dt., 35.000 lat.     (B) >5000     (C ) 154
Genaueres vermutlich bei Gedeon Borsa, Katalog der Drucke des 16. Jhs, Baden-Baden 2007

Wien Universitätsbibliothek (vd221)
(A) 7.100, davon 980 dt., 5.050 lat.     (B) 49     (C ) 12
dazu kommen kleinere Bestände (< 50) in 22 Institutsbibliotheken

Kärnten

Klagenfurt Universitätsbibliothek (-)
(A) 2.363, davon 376 dt., 1.998 lat.     (B) -     (C ) -

Klagenfurt Bischöfliche Gurker Mensalbibliothek (-)
(A) 3.057     (B) -     (C ) -

St. Paul Benediktinerstift (-)
(A) 2.200     (B) -     (C ) -

Niederösterreich

Altenburg Benediktinerkloster (-)
(A) 1.308     (B) -     (C ) -

Furth bei Göttweig Benediktinerstift (vd073)
(A) 1.760     (B) 2     (C ) -

Heiligenkreuz Zisterzienserstift (-)
(A) 1.460     (B) -     (C ) -

Herzogenburg Augustiner-Chorherrenstift (-)
(A) ca. 1.900     (B) -     (C ) -

Klosterneuburg Augustiner-Chorherrenstift (-)
(A) 3.002     (B) -     (C ) -

Melk Benediktinerstift (-)
(A) 1.470     (B) -     (C ) -

Seitenstetten Benediktinerstift (-)
(A) 1.600     (B) -     (C ) -

Oberösterreich

Kremsmünster Benediktinerstift (-)
(A) 2.700     (B) -     (C ) -

Lambach Benediktinerabtei (-)
(A) 5.380     (B) -     (C ) -

Linz Bundesstaatliche Studienbibliothek (-)
(A) 4.883     (B) -     (C ) -

Reichersberg Augustiner-Chorherrenstift (-)
(A) 1.500     (B) -     (C ) -

St. Florian Augustiner-Chorherrenstift (-)
(A) ?     (B) -     (C ) -
wohl >2.000, Anzahl der Inkunabeln: 952

Schlierbach Zisterzienserstift (-)
(A) 2.936     (B) -     (C ) -

Salzburg

Michaelbeuern Benediktinerabtei (-)
(A) 2.450     (B) -     (C ) -

Salzburg Universitätsbibliothek (vd175)
(A) 7.739     (B) Okt. 07: 41; Apr. 08: 52     (C ) 4

Salzburg Erzabtei St. Peter (-)
(A) 7.200     (B) -     (C ) -

Salzburg Franziskanerkloster (-)
(A) 1.730     (B) -     (C ) -

Steiermark

Admont Benediktinerstift (vd003)
(A) ?     (B) 2     (C ) 2
wohl > 1000, Anzahl der Inkunabeln: 538

Graz Steiermärkische Landesbibliothek (vd076)
(A) 1.395     (B) 8     (C ) 8

Graz Universitätsbibliothek (vd077)
(A) 13.240     (B) 13     (C ) 10

Graz Wiener Franziskanerprovinz in Graz (-)
(A) 4.449     (B) -     (C ) -

St. Lambrecht Benediktinerstift (-)
(A) 1.268     (B) -     (C ) -

Tirol

Hall Franziskanerkloster (-)
(A) 984     (B) -     (C ) -

Innsbruck Universitätsbibliothek (vd104)
(A) 6.190     (B) 1     (C ) 1

Innsbruck Jesuitenkolleg (-)
(A) 2.640     (B) -     (C ) -

Innsbruck Prämonstratenser-Chorherrenstift Wilten (-)
(A) 1.020     (B) -     (C ) -

Schwaz Franziskanerkloster (-)
(A) 1.838     (B) -     (C ) -


Die Bestände an Drucken des 16. Jahrhunderts sind im Vergleich zu den deutschen Bibliotheken geringer, alles ist stärker auf die Nationalbibliothek in Wien konzentriert. Auffällig ist die hohe Anzahl von Klosterbibliotheken der verschiedenen Orden, oft mit Beständen des 16. Jahrhunderts von unter 1000 Drucken. Mehrfach wird in den Artikeln des Handbuchs betont, dass die alten Drucke noch gar nicht katalogisiert sind, in mehreren Fällen fehlt sogar jedwede Schätzung. Die meisten der österreichischen Bibliotheken sind, wie man sieht, vom VD16 gar nicht erfasst, nur die ÖNB Wien hat in den letzten 10 Jahren sehr viel ans VD16 gemeldet. Dies kann jetzt ergänzt werden durch den neuen Wiener Katalog der Drucke des 16. Jahrhunderts von Gedeon Borsa.

http://www.iaslonline.de/index.php?vorgang_id=2642

Wenn ich Zeit finde, nehme ich mir demnächst auch noch den Teil des Handbuchs über die europäischen Bibliotheken vor.


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