"Dieses Projekt möchte vornehmlich alte, in Fraktur gesetzte Nachschlagewerke um 1900 herum retrodigitalisieren und im Internet verfügbar machen. Retrodigitalisierung meint hier, sowohl die Faksimiles wie auch den Text bereit zu stellen." Derzeit besteht u. a. Vollzugriff auf Meyers Konversationslexikon (4. Aufl. 1885-1892), Brockhaus' Konversationslexikon (14. Aufl. 1894-1896), Merck's Warenlexikon (3. Aufl. 1884). Eine schnelle Suchfunktion und die übersichtliche Gestaltung der Seiten führen zügig zu den gesuchten Worteinträgen.
"Oekonomische Encyklopädie oder allgemeines System der Staats- Stadt- Haus- und Landwirthschaft ist der Titel einer der umfangreichsten Enzyklopädien des deutschen Sprachraums. Das von J. G. Krünitz begründete Werk erschien 1773 bis 1858 in 242 Bänden und stellt eine der wichtigsten deutschsprachigen wissenschaftsgeschichtlichen Quellen für die Zeit des Wandels zur Industriegesellschaft dar."
Dank einer schnellen, interaktiven Volltextdatenbank sind alle Lexeme sofort abrufbar. Eine Suchfunktion rundet das Angebot ab.
Online-Version des Zedlers: Grosses vollständiges UNIVERSAL LEXIKON
Aller Wissenschafften und Künste [...] 64 Bde. und 4 Suppl.-Bde. Halle und Leipzig:
Zedler 1732-1754). Die
faksimilierten Seiten liegen als Grafik und - in besserer Qualität - als
PDF-Datei vor (je ca. 300kB). Eine Suchmaschine erlaubt gezielte
Recherchen.
Das Göttinger Digitalisierungszentrum bietet Johann Samuel Erschs und Johann Gottfried Grubers unvollendete "Allgemeine Encyclopädie der Wissenschaften und Künste" (Leipzig 1818-1889) als pdf und Images an. Die erschienenen Teile umfassen die Einträge unter den Buchstaben
A-G,
H-Ligatur,
O-Phyxius. Die Ladezeiten sind mitunter etwas lang.
Die bekannte englischsprachige Enzyklopädie enthält in ihrer klassischen Auflage aus den Jahren 1910-1911 neben zahlreichen veralteten Artikeln auch mediävistische Einträge, die nichts oder wenig an Aktualität eingebüßt haben.
Der obige Link führt über eine Wikipedia-Linkliste u. a. zu den eingescannten Bänden der Encyclopædia Britannica im Internet Archive (pdf-Download oder Blättern im jpeg-Format) und zu den durchsuchbaren Volltext-Digitalisaten des Project Gutenberg (derzeit bis einschließlich Band 10 / Lemma Foraker).
"Das Ziel der Wikipedia ist der Aufbau einer Enzyklopädie durch freiwillige und ehrenamtliche Autoren. [...]
Die im März 2001 gegründete Wikipedia in deutscher Sprache ist eine von vielen Wikipedia-Ausgaben. Mit 1.111.177 Artikeln ist sie die zweitgrößte Wikipedia nach der englischen, die über drei Millionen Artikel enthält." Güte und Zuverlässigkeit der mediävistischen Artikel
sind sehr unterschiedlich: Neben hervorragenden, auch wissenschaftlichen Ansprüchen
genügenden Beiträgen finden sich völlig unbrauchbare Einträge
mit veralteten oder falschen Informationen. Nach der Wikipedia-Philosophie - die,
wie man seit 2001 beobachten kann, aufzugehen scheint - werden die schlechten
Artikel über kurz oder lang von Fachleuten verbessert. Bis dahin bleibt nur
zweierlei: Die "schlechten" Artikel selbst verbessern - und die Angaben
der vermeintlich "guten" Artikel zur Sicherheit an gedruckten Nachschlagewerken
überprüfen (Lexikon des Mittelalters, Verfasserlexikon).
Einen Pressespiegel mit Artikeln über das Wikipedia-Projekt finden Sie hier.
Was ist von den Multimedia-Enzyklopädien zu halten, die auf CD-Rom
und DVD zu einem Bruchteil des Preises der gedruckten Ausgaben angeboten werden?
Der Test der ZEIT (2004) läßt Wikipedia, Encarta und Brockhaus Multimedial
gegeneinander antreten. Bemerkenswert: "Bei den Texten steht die Wikipedia
[...] an erster Stelle. Das kostenfreie Online-Projekt Tausender Freiwilliger
schaffte es durch sein explosives Wachstum in den letzten Monaten, Brockhaus und
Encarta zu toppen. Meilenweit ist ihr Vorsprung in puncto Aktualität [...].
Wer sich Sorgen um die Qualität der Artikel macht, weil keine etablierte
Redaktion verantwortlich zeichnet, kann beruhigt sein: Wir ließen die meisten
überprüften Wikipedia-Artikel zusätzlich von Fachleuten der jeweiligen
Wissensbereiche beurteilen, die durchweg angetan waren. Zwar haben die Texte hier
und da noch Lücken, aber sie machen diese durch präzise und ausführliche
Beschreibungen an anderen Stellen wett."
"Enzyklo vereint viele hunderte Begriffslisten in einem Portal, um so das Suchen nach Begriffen und Definitionen zu erleichtern. Enzyklo zeigt die ersten Zeilen der Definition eines Begriffes an und verweist Sie weiter auf Quellen, wo Sie mehr über den gesuchten Begriff lesen können."
Die Suchmaschine hat derzeit über 3 Millionen Begriffe aus über 750 Quellen erfaßt und gespeichert. Eine Suche ist ausschließlich über Schlagworte möglich, Suchdefinitionen oder eine Einschränkung des Quellencorpus sind nicht vorgesehen.
Wikipedia bietet eine umfangreiche und vor allem aktuelle Übersicht
über weitere online abfragbare Enzyklopädien, mit sehr knappen Beschreibungen.
Ob man in diesen Nachschlagewerken mehr und v.a. zuverlässigere Informationen
als in den o.g. Angeboten findet, ist fraglich.