Die Katholische Enzyklopädie wurde 1907-1912 von der römisch-katholischen Kirche herausgegeben und 1914 durch einen Index vervollständigt. Ziel war die breite Vermittlung katholischer Theorie, Doktrin, Praxis und Geschichte aus römisch-katholischer Sicht. Das Internet-Angebot umfasst eine vollständige, zuverlässige und durchsuchbare Volltextausgabe nebst verknüpfter Scans der einzelnen Seiten im jpg-Format. Hervorzuheben sind die einfache Bedienung und der schnelle Server.
Ein deutsches, jedoch vergleichbar kompaktes Lexikon. Die Begriffe können aus einer alphabetisch
geordneten Liste ausgewählt, per Suchmaschine gesucht oder in den Hypertexten 'Universalien', 'Nominalismus',
'(Begriffs-)Realismus', 'Konzeptualismus', 'Terminismus und Intentionismus', 'Doppelte Wahrheit', 'Thomismus', 'Averroismus
und 'Schule von Chartres' bei Bedarf angeklickt werden.
Das Lexikon ist derzeit nicht erreichbar [7.6.2011].
Textsammlung lateinischer Gebete und Hymnen, mit englischen Übersetzungen
und einem Kurzkommentar. Zumeist sind die zitierten Ausgaben angeben. Erschlossen
wird das Corpus durch ein thematisches Inhaltsverzeichnis, ein Titelregister der
Texte und einen chronologischen Index.
Ausführliche und zuverlässige Erläuterungen zu zentralen Begriffen
des Judentums mit alphabetischem Stichwortregister. Schnelle und benutzerfreundliche
Datenbank des Joseph-Carlebach-Instituts an der Bar-Ilan Univ.
Die Jewish Encyclopedia erschien 1901-1906. Ihre 12 Bände enthalten über 15 000 Artikel nebst Illustrationen über Juden und Judentum in Geschichte und Gegenwart. Die Online-Version enthält die unredigierte (!) Fassung als Volltext, aber jeder Artikel ist auch als Scan im jpg-Format abrufbar. Die Suche ist aufgrund der verwendeten Sonderzeichen und des Transliterationsprozesses nur eingeschränkt nutzbar.
Internetangebot der Österreichischen Akademie der Wissenschaften.
Sehr zu empfehlen ist die umfängliche Bibliographie "Zum Nachleben des
antiken Mythos", die auf 312 Seiten alle einschlägigen Handbücher,
aber auch Forschungsprojekt und Publikationen zu einzelnen mythischen Figuren
zusammenstellt (1,5 MB!). Des weiteren werden Online-Ausgaben von Boccaccios `Genealogie
deorum gentilium´ (ed. V. Romano 1951) und Gyraldus´ `Historiae Deorum
Gentilium´(Basel 1548) angeboten.
Die englischsprachige "Encyclopedia on mythology, folkore and
legend" bietet eine Datenbank mit komfortabler Suchmaschine. Überwiegend
kurze Artikel zu einzelnen Stichworten / Personen, bisweilen mit Angabe der Primärquellen
und der zitierten Forschungsliteratur. Die Bildergallerie zum "römischen"
Mythos verspricht mehr, als sie halten kann. Für Einsteiger nützlich
sind die genealogischen Übersichten und Tabellen. Insgesamt ein zur ersten
Orientierung nützliches Angebot, das allerdings in keiner Weise mit gedruckten
Standardlexika (etwa H. Hunger) konkurrieren kann.
Deutschsprachiges Lexikon für Einsteiger. Geboten werden einführende
Informationen, ohne weiterführende Literaturangaben und nicht immer auf zuverlässigen
Niveau. Für die Erstinformation geeignet, aber für mehr nicht.
Das Lexikon ist derzeit nicht erreichbar [7.6.2011].
"Sagen.at ist die größte deutschsprachige Sagensammlung im Internet mit derzeit über 19.000 Texten.
Neben Textsammlungen zur Erzählforschung werden auch Text- und Foto-Dokumentationen aus verschiedenen Bereichen der Europäischen Ethnologie angeboten.
Die interaktive Fotogalerie im Bereich des Forums umfasst zur Zeit über 8.000 Fotos zu kulturellen Themen von aktiv mitwirkenden Bildautoren aus verschiedenen Ländern." Im Angebot sind bspw. zahlreiche Artikel aus dem Handwörterbuch des deutschen Aberglaubens (Hoffmann-Krayer, Bächtold-Stäubli;
Berlin und Leipzig 1932) enthalten.
Bewertung:
Auswahl älterer Textausgaben zur Mythologie (Google Buchsuche)
Google Buchsuche bietet zahlreiche Textausgaben zur Mythologie im pdf-Format und als Images an.
Die Qualität der Digitalisate ist leider mangelhaft, unscharfe Seiten und abgeschnittene Satzspiegel nicht selten. Google hat jedoch oftmals mehrere identische Exemplare digitalisiert. Die nachfolgende Linkliste ausgewählter Klassiker wurde aus den augenscheinlich besten Digitalisaten zusammengestellt; da die Defektquote der lieblos angefertigten Google-Scans aber leider sehr hoch ist, muss für den einen oder anderen Artikel ergänzend die Buchsuche zur Auffindung alternativer Scans bemüht werden.
Paul Friedrich Achat Nitsch: Neues mythologisches Wörterbuch. Leipzig 1793. Digitalfaksimile zum Blättern; ausgezeichnete Bildqualität, aber dafür mitunter lange Ladezeiten.
Dr. Vollmer's Wörterbuch der Mythologie aller Völker. Neu bearb. von W. Binder. Mit einer Einl. in die mythologische Wissenschaft von Johannes Minckwitz. 3. Aufl. Stuttgart 1874 Die Artikel stehen als html-Hypertext zur Verfügung und enthalten alle Illustrationen der Druckfassung. Direkt zu den Anfangsbuchstaben: ABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWXYZ
"The TML is an evolving database of the entire corpus of Latin
music theory written during the Middle Ages and the Renaissance. It complements
but does not duplicate the Thesaurus Linguae Graecae, Thesaurus Linguae Latinae,
Lexicon musicum Latinum medii aevi, and similar projects such as the Center for
Computer Analysis of Texts and saggi musicali italiani." Die schnelle Datenbank
bietet bibliographische Hinweise und umfangreiche Textauszüge zu den einzelnen
Schriften. Ein chronologischer Index erleichtert die Suche.
Vorstellung des gedruckten Wörterbuchs der lateinischen musikalischen
Fachsprache des Mittelalters (im Zeitraum 500-1500), betreut von der Musikhistorische
Kommission an der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. Sehr hilfreich
die Informationen zur Musiktheorie des Mittelalters mit Links, Quellenhinweisen
und bibliographischen Angaben.
Onlineausgabe mit ca. 10.000 Begriffen aus der Welt der Kunst, mit
weiterführenden Literaturhinweisen. Alphabetische Stichwortliste und Volltextsuche
innerhalb der (knappen, aber informierten) Artikel; zum schnellen Nachschlagen
nützlich.
"Prof. Rössler´s Schmucklexikon für Schmuckliebhaber,
Juweliere, Goldschmiede und Antiquitätenhändlerist ein datenbankbasiertes,
in ständiger Erweiterung befindliches Fachwörterbuch.Das Fachlexikon
wird für private Zwecke im vollem Umfang im Internet unentgeltlich zur Verfügung
gestellt. Es umfasst ca. 3.500 Begriffe aus der Welt des Schmuckes, Edelsteine
aus der Gemmologie und ist eines der detailliertesten Fachlexika auf diesem Gebiet."
Die Online-Version dieses kunsthistorischen Standardwerks bietet einen Volltext-Zugriff auf alle bislang erschienenen Bände einschließlich aller Abbildungen. Auch künftige Lieferungen der Druckausgabe des RDK sollen kontinuierlich eingearbeitet werden. Die Navigation erfolgt über eine alphabetische Artikelliste, eine Suche (nach Volltext, genauem Wortlaut, Personen oder Ortsnamen) oder über ein Register (Sachbegriffe, Ortsnamen oder Personen).
"Johann Georg Sulzers 'Allgemeine Theorie der Schönen Künste' war die erste und für lange Zeit einzige Enzyklopädie im deutschen Sprachraum, die das weite Feld der Ästhetik in lexikalischer Form zu systematisieren und darzustellen versuchte. [...] Die elektronische Neuausgabe stützt sich auf die Originalausgabe, die 1771 und 1774 in Leipzig im Verlag Weidmanns Erben und Reich erschien."
Das OpenEmblemPortal ist ein Projekt der University of Illinois at
Urbana-Champaign. "The site aims to be a resource for emblem book researchers
from around the world, helping them share resources and discuss with othes in
the emblem book community." Besonders hinzuweisen ist auf das (noch wenig
besuchte) Diskussionsforum und auf die "Browser Ressources"-Funktion,
die Zugriff auf über 1000 Emblemprojekte und Emblembücher Europas eröffnet.
Hier also ein hervorragender Ausgangspunkt für die Emblem-Recherche im Internet.
"Die Emblembuchsammlungen an der Herzog August Bibliothek (HAB)
und an der University of Illinois (UIUC) gehören zu den größten
Sammlungen weltweit. In der HAB befinden sich mehr als 450 Emblembücher,
in Illionois sind mehr als 600 Emblembücher des 16. bis 18 Jahrhunderts vorhanden.
Im Kooperationsprojekt Emblematica Online zwischen der HAB und der UIUC ist das
Ziel die Digitalisierung, Erschließung und Erforschung der Originale sowie
die Entwicklung von Strukturen und Standards, die eine gemeinsame Erschließung
der Emblembuchbestände beider Einrichtungen ermöglichen und als Modell
für weitere Text-Bild bezogene Projekte in den Geisteswissenschaften dienen
können." Eine Recherche wird über die Suchmaschine möglich
sein, z.Z. kommt man über die Signaturenliste
zu den Digitalisaten, die in ausgezeichneter Qualität vorliegen.
Das DFG-geförderte Projekt der BSB München zielt auf die
vollständige oder teilweise Digitalisierung von Emblembücher vornehmlich
aus dem 17. und dem 18. Jahrhundertab. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Erschließung:
"So wird ein Zugriff über die vollständigen bibliographischen Angaben
zu allen Titeln und über Motti und Suchbegriffe auf die Einzel-Embleme realisiert.
Ein wissenschaftlicher Kommentar zum jeweiligen Werk wird ebenfalls in die Datenbank
integriert. Die eigentliche Digitalisierung ist nach einer Förderung von
30 Monaten vorerst abgeschlossen. Die Emblemdatenbank
enthält über 12.000 Einträge aus 139 Emblembüchern und kann
bereits benutzt werden, obwohl manche Datensätze noch nicht vollständig
sind."
Die "Emblem Website" der Univ. Glasgow (die verbunden ist
mit dem Glasgow Centre for Emblem Studies) widmet sich französischen Emblembüchern.
Online verfügbar sind die Ausgaben Alciato/Lefevre (Paris: Chrétien
Wechel, 1536) sowie Alciato/Aneau (Lyons: Macé Bonhomme, 1549), recht komfortablel
aufbereitet, aber leider mit minderer Grafikqualität. Nützlich sind
der "Index of Alciato Emblems first appearing in Editions other than 1531
and 1546" und die Übersicht über "Emblem Books in the Frankfurt
and Leipzig Book Fair Catalogues (1571-1624)
Internetausgabe (Volltext mit allen Abbildungen) der Ausgabe Padua
1621. Neben dem lateinischen Text kann eine lateinisch-englische Parallelausgabe
angesteuert werden; hilfreich ist das systematische Inhaltsverzeichnis, das Verzeichnis
der Embleme und die Volltextsuche. Leider werden die picturae nur in bescheidener
Qualität angeboten.
Onlineversion von Theodor Graesse: Orbis Latinus oder Verzeichnis der
wichtigsten lateinischen Orts- und Ländernamen. 2. Aufl. bes. von F. Benedict.
Breslau 1909. Zurecht bemängelt Stuart Jenks, daß diese Auflage längst
überholt ist (aktuelle Auf. 1972). Das Angebot bietet ein alphabetisches
Namensregister ohne Suchmaschine,
was die Benutzung nicht erleichtert.
Eine von der Harold B. Lee Library besorgte Datenbank lateinischer
Ortsbezeichnungen, "found in the imprints of books printed before 1801 and
their vernacular equivalents in AACR2 (Anglo-American Cataloguing Rules) form".
Grundlagen der (nur durch ein alphabetisches Namensregister erschlossenen) Übersicht
sind R.A. Peddie, Place names in imprints sowie Graesse, Orbis
Latinus.
Die Arbeitsgemeinschaft Alte Drucke stellt eine aktuelle Auswahl nützlicher Datenbanken und gedruckter Nachschlagewerke zu Druckern und Verlegern des 15.-18. Jahrhunderts zur Verfügung.