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altgermanistischer Forschungsprojekte


Name: Florian Kragl
Institut: Univ. Wien
Thema: "der helde zît". Zeit und Vergangenheit in deutscher Heldendichtung 800–1500
Status: Habil
Abschluß: abgeschlossen
URL http://homepage.univie.ac.at/florian.kragl/
Info:

Idee ist, das Phänomen "heroic age" bzw. "der helde zît" nicht als stoffgeschichtliches Reservoir zu begreifen, sondern als der Heldendichtung und den Heldendichtungen eingeschriebenen, gewissermaßen konzeptuellen 'Zeitstoff', ungeachtet dessen stofflicher und/oder historischer Genese.
Gefragt ist damit aus einem dezidiert synchronen Blickwinkel, von welcher 'Zeit', von welcher 'Welt' Heldendichtungen erzählen, wie andere (namentlich historische) Texttraditionen diese 'Heldenzeit' von außen perspektivieren, auch -- aber nicht nur -- ob und wie sehr mit diesem Erzählen oder Perspektivieren Signale der Historisierung oder Literarisierung (ich nehme diese Begriffe als Extrema einer fein differenzierten Skala) verbunden sind. Es ist letztlich der Versuch, einen bisweilen schillernden Bereich narratologisch zu beschreiben, der durch die Überlagerung je verschieden schattierter Problemfelder entsteht: insbesondere demjenigen aus Heldendichtung, Chronistik und (im weiteren Sinne) höfischer Literatur und jenem aus dem Wider- und Zusammenspiel der einzelnen Heldendichtungen. Auf diese Weise wird auch die Frage nach dem Gattungsbegriff 'Heldendichtung'
oder 'Heldenepik' virulent. Textbasis ist die deutsche Heldendichtung des Mittelalters mit besonderem Fokus auf die bislang wenig beachteten Dietrichepen des späten 13., dann aber vor allem des 14. bis 16. Jahrhunderts.

Publikation: Die Publikation erfolgt in zwei separaten Bänden. Der eine ist erschienen als: Die Geschichtlichkeit der Heldendichtung (Philologica Germanica 32), Wien: Fassbaender 2010 [IX, 188 S.]. Der andere Band mit dem Titel "Heldenzeit. Interpretationen zur Dietrichepik des 13. bis 16. Jahrhunderts" ist in Vorbereitung für die Reihe "Studien zur historischen Poetik" bei Winter/Heidelberg.
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