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Name: Dr. des. Kai Christian Ghattas
Institut: HU Berlin
eMail: kcghattas@gmx.de
Thema: Rhythmus der Bilder. Zum Rhythmus als narrative Strategie in Text- und Bildzeugnissen
Status: Diss
Abschluß: abgeschlossen
URL http://www2.hu-berlin.de/literatur/mitarbeiter/ghattas/ghattas.htm
Info:

Rhythmen sind, so Platon im 4. Jahrhundert vor Chr., sinnlich erfahrbare Ordnungen von Bewegungen und Zeit, sie sind, in modernen Termini, Anordnungen von Reizen, mit deren Hilfe sich Präsenzeffekte im sinnlichen Erleben konstituieren. In meiner Arbeit geraten rhythmische Appellstrukturen als Strategien der höfischen Literatur und Bildzeugnisse in den Blick. Die von mir am Beispiel des 'Memento Mori', der 'Kaiserchronik', des 'Rolandslieds', des 'Eneasromans', des 'Erec', des 'Teppichs von Bayeux' und der 'Bible Moralisée' untersuchten Rhythmen sind nicht primär Versrhythmen. Ungeachtet dessen, dass sich die antike Theoriebildung hauptsächlich anhand von Beobachtungen zum Versrhythmus herausbildet, enthalten die antiken und spätantiken Quellen genügend Hinweise auf andere Formen des Rhythmischen und dessen Wirkung. Ich stelle sie der Analyse der höfischen Zeugnisse voran. Bei der Untersuchung des Rhythmus als narrativer Strategie interessieren mich dann besonders die rhythmisch geordnete Interaktion von Klängen, semantischen Codierungen und ‚Vorstellungsbildern' und die (möglicherweise) von ihnen generierten Wahrnehmungs-, Bewegungs- und Zeiteffekte. Ob die vermuteten Präsenzeffekte tatsächlich gegriffen haben, ob also die Hörer, Leser und Betrachter der mittelalterlichen Werke tatsächlich Präsenz von Bewegung und Zeit empfinden konnten, ob sie also den Figuren und Geschichten buchstäblich mit dem eigenen Körper begegnet sind, lässt sich selbstverständlich nicht feststellen. Es finden sich jedoch genügend Indizien.

Publikation: geplant 2007
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