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altgermanistischer Forschungsprojekte


Name: Klaus Kipf
Institut: Univ. Erlangen
eMail: kkipf@germanistik.uni-muenchen.de
Thema: Rezeption und Transformation humanistischer Fazetiensammlung im deutschen Sprachraum bis ca. 1600
Status: Diss
Abschluß: abgeschlossen
Info:

Sammlungen von pointierten humoristischen Prosakurzerzählungen, lat. 'facetiae', die in antiker rhetorischer Theorie vorgeprägt, aber als eigene literarische Gattung in der lat. Literatur der Antike kaum faßbar sind, gilt eine besondere Vorliebe europäischer Humanisten im 15. und 16. Jahrhundert. Als ihr Begründer gilt der apostolische Protonotar und spätere Kanzler der Republik Florenz, Poggio Bracciolini (1380-1459). Der von ihm in einem Prozeß von ca. 30 Jahren zusammengestellte 'Liber facetiarum' übt eine nachhaltige Wirkung auf zahlreiche lateinischen und volkssprachigen Literaturen Europas. Ausgehend von der erstmals im Zusammenhang erschlossenen Überlieferung dieses Textes in Handschrift und Frückdruck wird der sich in Imitation und Variation von Poggios Text vollziehende Transferprozeß des literarischen Text- und Buchtyps Fazetie im deutschsprachigen Raum beschrieben und analysiert. Eingehend erschlossen werden die Sammlungen des früh- und hochhumanistischen Zeitraums. Ausblicke skizzieren die Weiterentwicklung der literarischen Reihe in nachreformatorischer Zeit, die Bedeutung der Fazetienliteratur für die volkssprachige Literatur des 16. Jahrhunderts sowie Interferenzen zu benachbarten literarischen Typen.

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