Eine Tastatur halt ;-)
    Startseite
    Mediävistische Forschung
    Startseite Datenbank

Zurück zur Startseite Impressum eMail an die Redaktion Neue Angebote auf Mediaevum Überblick über das gesamte Portal Suche auf Mediaevum.de Hilfe

Datenbank
altgermanistischer Forschungsprojekte


Name: Carolin Schuchert
Institut: Univ. Freiburg
eMail: Carolin.Schuchert@germanistik.uni-freiburg.de
Thema: Walther von der Vogelweide in der Kleinen Heidelberger Liederhandschrift (A). Studien zur Corpusüberlieferung und zum Autorprofil
Status: Diss
Abschluß: abgeschlossen
Info:

Walther von der Vogelweide ist einer der vielseitigsten Autoren seiner Zeit, der sich nicht nur als Minnesänger, sondern auch als Spruchdichter einen Namen gemacht hat. Zudem gilt Walther als der erste sichere Berufsdichter, denn in den Reiserechnungen des Bischofs Wolfger von Passau ist verzeichnet, dass Walther am 12. November 1203 im österreichischen Zeiselmauer fünf lange Schillinge für einen Pelzrock als Lohn für seinen Dienst erhalten hat. Neben diesem Zeugnis lassen sich weitere Daten zu Walthers Leben nur aus den zeitlichen Bezügen der Spruchtöne und der Reinmar-Walther-Fehde gewinnen. Solch eine biographische Lesart verleitete jedoch schon Maurer dazu, sich bei Walther in einer günstigeren Lage als bei anderen Dichtern um 1200 zu sehen und führte ihn zu der Annahme, dass seine Zeugnisse es uns gestatten, die Lieder Walthers chronologisch zu ordnen. Weitere Untersuchungen dieser Formkunst ergäben weitere Einsichten in die Entwicklung des Dichters und seiner Liedkunst. Doch ist eine solche Annahme trügerisch, zumal, wenn aufgrund dieser vermeintlich sicheren Daten zu Walthers Leben die Textgestalt geändert wird und nicht mehr zwischen der historischen Person Walther und dem Rollen-Ich des Autors in seinen Texten differenziert wird.

Meine Dissertation soll einen neuen Zugang zum Autor Walther ermöglichen, der von seinen überlieferten Texten ausgeht und aufzeigt, welches Bild von Walther seine mittelalterlichen Rezipienten hatten. Dabei sollen seine Corpora in den großen Minnesanghandschriften und ihre Vorlagen untersucht werden. Die Handschrift A ist dabei besonders interessant, da in ihr der Übergang zum Autorprinzip ersichtlich ist, d.h. erstmals ein offensichtliches Interesse am Autor vorhanden war. Schließlich soll das Autorprofil Walthers in den großen Minnesanghandschriften, besonders in A, herausgerabeitet und analysiert werden.

Publikation: 5/2009: abgeschlossen, erscheint nun im Druck
Bearbeiten      

  Copyright bei Mediaevum.de 1999–2018 Gästebuch Seite empfehlen