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altgermanistischer Forschungsprojekte


Name: Claudia Ansorge
Institut: Justus-Liebig-Universität Gießen
eMail: claudia.ansorge@gcsc.uni-giessen.de
Thema: Konstruktionen des Eigenen und Fremden im Werk Rudolfs von Ems
Status: Diss
Abschluß: 2015
URL http://cultdoc.uni-giessen.de/wps/pgn/ep/cultdoc/claudiaansorge/gcsc
Info:

Wenn im Alltag und in den Medien die Rede von dem "Fremden" ist, wird die entsprechende Person nicht selten mit Angst, Argwohn und Abgrenzung betrachtet. Oft gilt der Fremde als Gefahr, als potentieller Gegner, der die eigene Position bedroht. Doch was bedeutet es eigentlich, fremd zu sein? Das hier vorgestellte Promotionsprojekt mit dem vorläufigen Arbeitstitel "Konstruktionen des Eigenen und Fremden im Werk Rudolfs von Ems" will dieser Fragestellung in einer historischen Perspektive auf den Grund gehen. Das Fremde soll durch Anlehnung an Ansätze der Philosophischen Hermeneutik näher analysiert werden. Fremdheit wird hier als ein Phänomen angesehen, das (zunächst) nicht verstanden werden kann und das eines Akts des Deutens und der Sinngebung bedarf, um ein Verstehen überhaupt erst zu ermöglichen. Wie dieses Erkennen und Verstehen funktioniert, welche Arten von Fremdheit es gibt und auf welche Weise sie abgebaut bzw. nicht abgebaut werden kann, sind zentrale Fragestellungen, die in diesem Arbeitsschritt beantwortet werden. Dass Fremdheit nicht zwangsläufig mit Abgrenzung und Angst in Verbindung steht, wird deutlich, wenn man an die Faszination und Anziehungskraft denkt, die dieses Phänomen auch in unserer heutigen Gesellschaft erzeugt. Hier wird deutlich, dass die Abgrenzung, die das Fremde auslösen kann, als eine soziale und kulturelle Konstruktion zu verstehen ist. Ob und wie das Phänomen und die Konstruktion von Fremdheit in Zusammenhang stehen und ob es bereits im Mittelalter eine Tendenz gibt, diese zu verbinden, wird durch die Analyse des Werks des Dichters Rudolf von Ems gezeigt werden.

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