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Name: Monika Hanauska, Natalia Filatkina
Institut: Univ. Trier
eMail: hanauska@uni-trier.de
Thema: Dat Nuwe Boych - Digitale Neuedition, elektronische Publikation und Informationsnetzwerk einer Kölner Stadtchronik aus dem 14. Jahrhundert
Status: Projekt
Abschluß: abgeschlossen
URL http://www.neuesbuch.uni-trier.de
Info:

Die Zeit um 1396 ist für die Kölner Verfassungsgeschichte von besonderer Bedeutung. In diesen Zeitraum fällt die Ablösung der alten patrizischen Führungsschicht zugunsten einer auch den Handwerks- und Kaufmannskorporationen offenstehenden Stadtregierung. Das Nuwe Boych befasst sich mit den dem politischen Umbruch vorausgegangenen Ereignissen und versucht, die Zusammenhänge zwischen der Willkürherrschaft der patrizischen Herrschaft und dem Aufbegehren aufstrebender Gesellschaftsschichten darzustellen. Als Autor gilt der Stadtschreiber Gerlach vom Hauwe, der auch den Text der neuen Kölner Verfassung von 1396, den Verbundbrief, redigiert hatte und in das politische Geschehen seiner Zeit in hohem Maße integriert war. Damit wurde ein Mann zum Historiographen seiner Zeit, der genaueste Einblicke in die Vorgänge rund um die „Revolution“ von 1396 hatte. Das Nuwe Boych stellt ein wichtiges Dokument der Ordnungsänderung und -etablierung in einer Umbruchszeit dar. Neben seinem Wert als historische Quelle eröffnet es den Blick auf kulturhistorische Fragen wie: Welche kulturgeschichtliche Bedeutung hatte der Text als Teil eines Wissensarchivs und innerhalb der innerstädtischen Reformations- und Verschiebungsprozesse? Welche Rolle spielte er in einem größeren Prozess frühneuzeitlicher Wissensgestaltung und -speicherung? Die Neuedition des Textes erfolgt nach modernen editionsphilologischen Maßstäben und bietet eine handschriftengetreue, diplomatische Wiedergabe des gesamten Textes. Dies umfasst sowohl den Haupttext als auch die darin inkorporierten Paratexte wie Urkunden, Verhörprotokolle und Marginaleinträge. Ziel der Neuedition ist es, den Text einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen und dabei moderne Publikationsverfahren wie eine XML-gestützte Online-Edition zu nutzen. Dies eröffnet die Möglichkeit, den Text sukzessive auf mehreren Ebenen zu annotieren und dadurch sowohl aus linguistischer wie auch geschichtswissenschaftlicher Perspektive zu erschließen.

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