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Das Dissertationsprojekt
befasst sich mit der Kommunikation und dem Wert von (literarischer) Ästhetik innerhalb
adelig-herrschaftlicher Repräsentationsprozesse. Die Untersuchung geht dabei –
exemplarisch anhand der Werke Konrads von Würzburg und Gottfrieds von Straßburg
– in erster Linie einer Ästhetik nach, die in der Tradition antiker (Aristoxenos)
und spätantiker (Boethius) Musiktheorie steht. Da mittelalterliche Literatur in
ihrer Form, da Kunstreflexion ihrer Art und den Termini nach im weitesten Sinne
musikalisch geprägt ist, kann besonderes Augenmerk auf die Wahrnehmung (aisthesis)
durch Kenner gelegt werden, wie sie in den Musiktraktaten stets theoretisch reflektiert
wird. Es soll dabei gezeigt werden, dass ästhetische Urteile von Seiten der Rezipienten,
zumindest in der Inszenierung der Texte (in Prologen und Reflexionen zu Kunst
und Literatur), einen wesentlichen Anteil am repräsentativen Wert mäzenatisch
geförderter Literatur hatten. |