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Bibliographischer Leitfaden

Das Internet bietet zahlreiche technische Möglichkeiten zur bibliographischen Recherche, die durch zwei besonders gelungene Projekte erschlossen werden:

1. Der bibliographische Werkzeugkasten (Hochschulbibliothekszentrum des Landes Nordrhein-Westfalen)

2. Bibliographische Recherchen im Internet. Anleitung aus dem im Internet und in gedruckter Form erhältlichen Titel des Deutschen Bibliotheksinstituts in Berlin: "Germanistik im Internet. Eine Orientierungshilfe. Hg. v. Frank Simon-Ritz. Informationsmittel für Bibliotheken (IFB) Beiheft 8. Deutsches Bibliotheksinstitut, Berlin, 1998."

Angesichts dieser umfangreichen und kompetenten Einführungen können wir uns auf wenige Hinweise beschränken, die zumindest die wichtigsten Anlaufstationen im WWW benennen und einer ersten Orientierung dienen sollen.

Inhalt:
[0]   Das Vademekum: der Regesta Imperii-Opac – Die Literaturdatenbank zum Mittelalter
[1]   Bibliographische Recherche von Zeitschriftenaufsätzen
[2]   Suche nach Monographien (national)
[3]   Suche nach Monographien (international)
[4]   Online-Bestellung von Kopien
[5]   Recherche nach Handschriften des Mittelalters

0. Das Vademekum: der Regesta Imperii-Opac – Die Literaturdatenbank zum Mittelalter

"Der RI-Opac ist eine frei zugängliche, alle Fachdisziplinen berücksichtigende Literaturdatenbank für die mediävistische Forschung des gesamten europäischen Sprachraums. [...] Die Datenbank zeichnet sich insbesondere durch die tiefe Erschließung unselbständigen Schrifttums (Aufsätze, Buchbeiträge usw.) aus einer Vielzahl von Zeitschriften und Sammelwerken auch entlegenster Provenienz aus." Dadurch ist der RI-Opac heute vielleicht das wichtigste und wertvollste bibliographische Instrument der Mittelalterforschung. Erfasst sind alle historischen Disziplinen von der Spätantike bis zur Frühen Neuzeit sowie die Nachbardisziplinen Anglistik, Archäologie, Byzantinistik, Germanistik, Kunstgeschichte, Musikgeschichte, Philosophie, Romanistik, Theologie. Neben einer klassischen Suchfunktion bietet die Datenbank auch einen umfangreichen und nützlichen Thesaurus.

1. Recherche nach Zeitschriftenaufsätzen

Der Zugang zu kommerziellen Zeitschriftenbibliographien, die zahlreiche Universitätsbibliotheken anbieten, ist zumeist nur den Angehörigen der jeweiligen Bibliotheken möglich. Neben den durch die Rechenzentren der Universitäten angebotenen Datenbanken finden sich auch allgemein zugängliche und kostenlose Teilbibliographien im Internet, die sich zur Aufsatzrecherche eignen.

1.1. Klassische und neulateinische Philologie

Im Bereich der Klassischen und Neulateinischen Philologie bieten sich vor allem drei Möglichkeiten:

  1. Gnomon Internationales Informationssystem für die Klassische Altertumswissenschaft. Eine Auswahl aus der Gnomon CD-ROM 2002 mit besonderer Berücksichtigung der Jahre seit 1998 sowie altertumswissenschaftliche Neuanschaffungen der Universitätsbibliothek Eichstätt.

  2.  
  3. Tocs-In: Tables of Contents of Journals of Interest to Classicists, über dessen OPAC man die Inhaltverzeichnisse von über 150 Zeitschriften für Klassische Philologie und angrenzende Gebiete durchsuchen kann.
1.2. Geschichtswissenschaften

Die Inhaltsverzeichnisse der wichtigsten geschichtswissenschaftlicher Zeitschriften in deutscher Sprache werden durch das Erlanger Historische Freihandmagazin erschlossen, das durch die Zusammenarbeit mehrerer Historiker auf dem aktuellsten Stand gehalten wird und auch die Suche nach Stichwörtern ermöglicht.

1.3. Germanistik / Mediävistik

Für die Aufsatzrecherche bieten sich (neben den erwähnten Angeboten der Universitätsbibliotheken) vor allem zwei Online-Angebote an:

  1. Die Internationale Bibliographie der geistes- und sozialwissenschaftlichen Zeitschriftenliteratur (IBZ) umfaßt ca. 2 Millionen Nachweise von Zeitschriftenaufsätzen aus etwa 5600 Zeitschriften (ab Erscheinungsjahr 1983). Der Zugang erfolgt über den GBV (Gemeinsamer Bibliotheksverbund). Wählen Sie "IBZ-Online mit Bestellfunktion ". Allerdings ist dieses Angebot auf diejenigen Benutzer beschränkt, die die Seite über den Internetzugang einer Universität oder Forschungseinrichtung ansteuern, die im Besitz eines Abonnements der IBZ ist.

  2.  
  3. Das Altgermanistische Freihandmagazin von Mediaevum.de bietet die Inhaltsverzeichnisse von Fachzeitschriften der germanistischen und mittellateinischen Literaturwissenschaft (etwa PBB, ZfdA, ZfdPh, Daphnis, Poetica, Mittellat. Jb. usw.) und erschließt diese durch eine Volltext-Suchmaschine.

2. Suche nach Monographien (national)

Aktuelle Neuerscheinungen lassen sich über das Verzeichnis lieferbarer Bücher und Zeitschriften (VLB, VLZ) finden. Auch ältere Monographien erschließen die OPACs deutscher Bibliotheken und Forschungsinstitute, die somit schnelles Bibliographieren und zugleich die Standortrecherche seltener Monographien ermöglichen.

Wenn Sie Ihre Suche auf einzelne Bibliotheken konzentrieren wollen, hilft die Seite Deutsche Bibliotheken online des HBZ, die alle deutschen Bibliotheken, die Dienste im Internet anbieten, zusammenstellt.

Während der VD17 bereits im Internet verfügbar ist, bleibt man für das 16. Jahrhundert auf die gedruckte Version des VD16 angewiesen. Für dies Suche nach selteneren Monographien (und Drucken des 16. und 17. Jahrhunderts) empfiehlt sich eine Online-Recherche in den einzelnen Bibliotheksverbünden in Deutschland, die die OPAC´s mehrerer Einzelbibliotheken zusammenfassen. Vor allem zwei Angebote sind hier nützlich:

  1. Der Karlsruher Virtueller Katalog (KVK ) ermöglicht es, über eine Eingabemaske gleichzeitig in den wichtigsten deutschen OPACs zu recherchieren. Abgefragt werden können folgende Kataloge: BVB (Verbundkatalog des Bayerischen Verbundes); COPAC (Verbundkatalog des britischen Consortium of University Research Libraries); GBV (Gemeinsamer Bibliotheksverbund, d.h. Bibliotheken in Niedersachsen, Bremen, Hamburg, Schleswig-Holstein, Thüringen, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt); HBZ (Verbunddatenbank des Hochschulbibliothekszentrums, d.h. Bibliotheken in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz); SWB (Verbundkatalog des Südwestdeutschen Bibliotheksverbundes; d.h. Bibliotheken in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Sachsen); ZDB (Zeitschriftendatenbank, verzeichnet Periodika aus allen deutschen Bibliotheken); Buchhändlerkataloge (Lagerkatalog KNO, VLB = Verzeichnis lieferbarer Bücher aus deutschen Verlagen; ABC-Buchhandlung); Bibliotheken in Karlsruhe; Region Stuttgart (Katalog der Bibliotheken der Uni Stuttgart und der Uni Hohenheim sowie der Württembergischen Landesbibliothek).


  2. Einen ähnlich komfortablen Zugang bietet die digitale Bibliothek NRW (DigiBib), ein Service des HBZ.
     
  3. Die deutsche Bibliothek - Z39.50 Gateway ist ein Projekt der Deutschen Bibliothek zur übergreifenden Suche in den OPACs der wichtigsten deutschen, europäischen und amerikanischen Bibliotheksverbünde.

3. Suche nach Monographien (international)

Als Ausgangspunkt einer internationalen Recherche bietet sich CENL (Gabriel) an, eine Liste der Online-Katalog der europäischen Natinalbibliotheken.

Ein neues Angebot der Liman GmbH, kostenfrei für registrierte Nutzer, ist Infoball, das die Recherche von Monographien in insgesamt 600 (!) Bibliotheksdatenbanken (D, USA, Kanada, Australien) erlaubt. Eine gleichzeitige Recherche ist in frei wählbaren 16 Online-Katalogen möglich. Die Geschwindigkeit dieser Metasuchmaschine ist hervorragend, und die Zahl der Titel, die man auch zu ausgefallenen Schlagworten findet, ist überwältigend.

4. Bestellung von Kopien

Über "Subito", den Dokumentenlieferdienst der deutschen Bibliotheken, können Sie (nach Registrierung) Kopien aus den Beständen der angeschlossenen Bibliotheken bestellen und sich per Post / Fax / eMail zustellen lassen. Das Ganze geht wesentlich schneller als über die Fernleihe der Universitätsbibliotheken, und die Preise sind, sofern man es eilig hat, zu ertragen: Eine Kopie von 1-20 Seiten kostet per eMail / FTP 4,00 Euro, per Post 6,00 Euro, per FAX 7,00 Euro; jede weitere Seite kommt auf 10 Cent. Einen illustrierten Wegweiser zur Benutzung von Subito bieten wir Ihnen hier.

5. Recherche von Handschriften des Mittelalters

Einführungen zu den Möglichkeiten der Handschriftenrecherche im Internet bieten die Internetseiten von Stuart Jenks und Klaus Graf. Hier finden Sie online abfragbare Handschriftenkataloge sowie eine Kurzanleitung zur Benutzung des Handschriftenverzeichnisse des Deutschen Bibliotheksinstitus (Berlin). Direkt zu den wichtigsten nationalen und internationalen Handschriftendatenbanken gelangen Sie über unsere Seite zur Handschriftenforschung.

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