Nach eigener Aussage "The web's largest reference for European
Medieval and Renaissance music since 1994". - Ausführliche Informationen
zu verschiedenen Aspekten mittelalterlicher Musik; besonders empfehlenswert die
Diskographien zu einzelnen Komponisten und das durch eine Suchmaschine erschlossene,
äußerst umfangreiche Verzeichnis von CDs mit mittelalterlicher Musik.
Manfred Sauers Auswahldiskographie legt den Schwerpunkt auf deutsche
Lieder und Rezitationen. "Im ersten Teil (I. Verzeichnis der Autoren und
Werke) findet sich eine alphabetisch geordnete Aufstellung der mittelalterlichen
Dichter und ihrer auf Tonträgern eingespielten Werke. Zugleich wird hier
auf die verschiedenen Aufnahmen verwiesen.Im zweiten Teil (II. Verzeichnis der
Interpreten und Tonträger) sind die Einspielungen nach Interpreten/Ensembles
geordnet, zusätzlich findet sich hier der Verweis auf die Produktionsfirma
und die genaue Bestellnummer des jeweiligen Tonträgers. Der dritte Teil schließlich
nennt - soweit ermittelbar - die Musikverlage und Produktionsfirmen und ihre Anschriften."
Der Ausgangspunkt, wenn man sich über Vertonungen deutscher Dichtung
des Mittelalters informieren will.
Allerdings wurde die Diskographie seit März 2002 nicht mehr aktualisiert,
das "Verzeichnis der Interpreten und Tonträger" wurde offensichtlich
gar nicht abgeschlossen (nur bis zum Buchstaben M).
Unsere Übersicht umfaßt mediävistische Hörbücher
und Musik-CDs, die wissenschaftliche Kriterien weitgehend erfüllen. Damit
stehen nicht nachempfundene Neubearbeitungen mittelalterlicher Musik im Blickpunkt,
sondern wissenschaftlich fundierte, authentische Interpretationen. Die Liste wird
durch Bezugsquellen, ungefähre Preisangaben und Online-Rezensionen ergänzt.
"The Thesaurus Musicarum Latinarum (TML) is an evolving database
of the entire corpus of Latin music theory written during the Middle Ages and
the Renaissance."
Internationale, interaktive und frei nutzbare Bibliographie für
Musikwissenschaft, bereitgestellt vom "Staatlichen Institut für deutsche
Musikforschung" (Preußischer Kulturbesitz, Berlin), das seit 1968 auch
als deutsche RILM-Redaktion tätig ist. Gegenwärtig umfasst die BMS online
Schriften ab 1986; für 1989 bis 1999 sind nur in Deutschland publizierte
Schriften aufgenommen. Die Einträge sind häufig mit Abstracts versehen.
Alte bibliographische Daten der BMS (ab 1936) sollen später ergänzt
werden.
Wörterbuch der lateinischen Musikterminologie des Mittelalters bis
zum Ausgang des 15. Jahrhunderts - das Wörterbuch selbst (erschienen derzeit bis
Faszikel 6 "coniungo - deprimo") ist nicht online, wohl aber ein "Index
auctorum zur Musiktheorie des Mittelalters", ein Verzeichnis von Übersetzungen
mittelalterlicher Musiktraktate, eine umfangreiche Bibliographie zur Musiktheorie
des Mittelalters (1 MB!), ein Incipit-Register und eine Linksammlung zu online
zugänglichen Texten.
Datenbank zu den Gesängen der lateinischen Messe, im Aufbau orientiert
an René-Jean Hesberts "Corpus antiphonalium officii"; ermöglicht u.
a. das Identifizieren von Responsorien und Antiphonen nach dem lateinischen Incipit.
"The Scribe Database is a systematic collection of scores, colour
images, texts and bibliographic information of medieval music which can be searched
by text or melody and which will return musical information in the form of a modern
score, text data and, where available, a colour facsimile of an original manuscript.
In contains a complete annual cycle of liturgical chant taken from original medieval
sources and complete works of selected composers from the twelfth to the fifteenth
centuries."
Ziel des DIAMM-Projektes ist die Erfassung und Digitalisierung der
überwiegend fragmentarisch überlieferten Zeugen polyphoner mittelalterlicher Musik
aus britischen Archiven und Bibliotheken. Aus Copyright-Gründen ist nur ein Teil
der Abbildungen frei online verfügbar.
"The main purpose of the Gregorian Chant Home Page is to support
advanced research on Gregorian chant" - eine vom Design her völlig unauffällige
Seite, die sich aber durch eine gute Linksammlung auszeichnet.
Das Angebot umfasst Aufsätze, liturgische Texte und Noten und
zahlreiche Links zu Institutionen und Personen, welche die mittelalterliche Liturgie
erforschen, diese musikalisch umsetzen oder Liturgie-Handschriften besitzen. Das
Kernstück bildet eine aktuelle Handschriftenliste, in der über 300
im Internet verfügbare Liturgie-Handschriften beschrieben und verlinkt
wurden. Die Seite wird derzeit noch u. a. um einen Handschriftenindex ergänzt.
Homepage der deutschsprachigen Sektion der "Internationalen Gesellschaft
für Studien des Gregorianischen Chorals (AISCGre)" mit Informationen zum
Gregorianischen Choral, Handschriften- und Literaturverzeichnissen sowie mit Auszügen
aus Aufsätzen, die in den "Beiträgen zur Gregorianik" erschienen sind.
"Das Ziel dieser website ist es, die Musik der Devotio Moderna,
die sich zum Teil verstreut in Konvoluten und an anderen schwer zugänglichen
Orten findet, zu sammeln. Dabei werden liturgische Quellen ebenso wie paraliturgische
berücksichtigt. Vorläufig nicht aufgenommen sind Stundenbücher."
Aufgeführt werden Handschriften und Drucke mit Musik der Devotio moderna,
teilweise mit Incipit-Verzeichnissen; daneben finden sich Bibliographien, Informationen
zu einzelnen Dichtern / Komponisten und eine Diskographie. Für die Beschäftigung
mit der Devotio moderna ein interessantes Angebot.
Webpräsenz der Church Music Association of America (CMAA). Neben
frei zugänglichen Notaten von Communio-Antiphonen und einigen Audio-Dateien
sind vor allem die Zeitschrift der CMAA "Musica sacra" (aktueller Jahrgang
vollständig zugänglich, dazu noch ausgewählte Artikel älterer
Jahrgänge) und die Linksammlung von Interesse.
Das "Rostocker Liederbuch" aus dem späteren 15. Jahrhundert
zählt zu den wichtigsten Sammlungen spätmittelalterlichen Liedguts im
(nord-)deutschen Raum. Enthalten sind 52 (größtenteils) deutsche Lieder
und 30 Melodien. Im Rahmen eines gemeinsamen Editionsprojekts der Universitäten
Rostock und Kiel sowie der Hochschule für Musik und Theater Rostock zum "Rostocker
Liederbuch" wird ein umfassendes Angebot zur Handschrift online zur Verfügung
gestellt, darunter ein vollständiges Farbfaksimile, eine detaillierte Beschreibung
der Handschrift (Datierung, Lokalisierung, Schrift, Notation, Textbestand, Parallelüberlieferung
etc.), aber auch eine Diskographie zu den Melodien des Liederbuchs (inkl. frei
zugänglichen Aufnahmen im mp3-Format) [1]. Ergänzend empfiehlt sich
die vollständige digitale Ausgabe des Fotosatzes (s/w) M 59 des Deutschen
Volksliedarchivs, Freiburg i. Br. 45, angeboten vom FREIburgerMultimediaObjectREpository,
da diese Reproduktionen einen älteren Erhaltungszustand des Liederbuchs abbilden
[2].