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Mediävistische Internetprojekte

Die folgende Auswahl stellt einige Angebote vor, die hinsichtlich Themenstellung, Qualität und Zuverlässigkeit sowie der technischer Umsetzung uns als besonders gelungen erscheinen. Vorschläge per eMail sind willkommen. Viel Spaß beim Stöbern ...

 
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© Univ. Duisburg-Essen Externes Angebot
0 Zugriffe seit 2.7.2011
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Unter der Leitung von Prof. Dr. Nine Miedema wird seit 2007 ein Internetportal aufgebaut, das es Deutschlehrerinnen und -lehrern erleichtern will, mittelalterliche Literatur in den schulischen Unterricht einzubeziehen, indem es ihnen fachdidaktisches Material an die Hand gibt. Zum Nibelungenlied findet man bereits literaturwissenschaftliche Basics und einige Unterrichtsmaterialien; zu Fabeln und Schwänken und der mittelhochdeutschen Lyrik ist ähnliches in Vorbereitung. Das Portal richtet sich an Lehrer, Referendare, Mediävisten und Lehramtsstudierende.

 
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© Univ. Karlsruhe Externes Angebot
0 Zugriffe seit 20.4.2006
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Eine illustrative, einführende Internetpräsentation, die eine Reihe der kulturellen, thematischen und poetologischen Hintergründe des Nibelungenlieds sichtbar macht. Das gebotene Material reicht von kurzen darstellenden Artikeln und Begriffserklärungen bis zu Audio-Interviews mit Fachleuten (leider mit ISDN nicht ruckelfrei abspielbar) und einem Nibelungen-Quiz. Die technisch wie optisch vorbildliche Web-Site entstand im Rahmen eines Projektseminars unter der Leitung von Prof. Dr. Burkhardt Krause (Universität Karlsruhe TH). – Das Quiz allerdings hält die Redakteurin für, mit Verlaub gesagt, didaktisch fragwürdig.

 
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© CAMENA Externes Angebot
0 Zugriffe seit 20.4.2006
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Aus der Projektbeschreibung: "Das im Frühjahr 1999 gestartete Projekt CAMENA, das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft im Rahmen ihres Programms "Retrospektive Digitalisierung von Bibliotheksbeständen" gefördert wird, erfaßt Texte neulateinischer Dichtung aus dem deutschen Sprachraum im Gesamtumfang von rund 50.000 Druckseiten auf der Grundlage alter Editionen." Wilhelm Kühlmann, Heidelberg, und die UB Mannheim leisten mit diesem Projekt der neulateinischen Philologie einen nicht hoch genug einzuschätzenden Dienst: Erstmalig hat man die Möglichkeit, die oftmals nicht edierten neulateinischen Ausgaben im Faksimile und als eText auf den Bildschirm zu holen. Das zeitaufwendige Bestellen von Microfilmen alter Drucke - um zumindest eine Textgrundlage für die Forschung zur neulat. Dichtung zu haben - gehört damit bald der Vergangenheit an. Die Auswahl der Autoren ist umfassend, die Qualität der eingescannten Druckseiten auch im Ausdruck sehr gut, und die Umsetzung in eText und die damit verbundenen Recherchemöglichkeiten eröffnen die ganz neue Möglichkeit: Neben der Imitatio antiker Klassiker lassen sich so auch intertextuelle Beziehungen zwischen neulateinischen Dichtern aufzuspüren. Daß es das Alles auch noch auf CD-ROM gibt, ist die Krönung des Ganzen. Kurzum: Phänomenal! Wann gibt es Vergleichbares endlich auch für die Altgermanistik??

 
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© Univ. Augsburg Externes Angebot
0 Zugriffe seit 20.4.2006
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Das Projekt des Augsburger Lehrstuhls für Stochastik und ihre Anwendung bietet drei mathematikgeschichtlich einschlägige Schriften des Ramon Llull (1232-1316) in Faksimile, Transkription und Übersetzung (wahlweise deutsch, englisch oder französisch), eine davon wird hier zum ersten Mal vorgestellt. Das Hervorstechende ist die technische Umsetzung, welche die drei o.g. Präsentationsformen der Werke miteinander verknüpft. Diese wegweisende Aufbereitung und Erschließung von Handschriften bedarf freilich neuester Browsertechnik (Internet Explorer 5.X, Netscape 6.X) und eines leistungsfähigen Endgeräts.

 
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© Guillaume Schiltz, Basel Externes Angebot
0 Zugriffe seit 20.4.2006
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Ein technisch wie inhaltlich gelungenes Internetprojekt zu mittelalterlichen Zaubersprüchen, das 2001 online gegangen ist. Mit wissenschaftlichem Anspruch werden hier die Texte vieler englischer, deutscher und lateinischer Zaubersprüche geboten, mit Übersetzung, Erläuterungen und Abbildungen der Handschriften. Ergänzt wird das Angebot durch grundlegende Literaturangaben und Links zur nicht nur altenglischen Literatur im Internet. Zum selben Thema hat Guillaume Schiltz auch die Materialien eines altanglistischen Seminars an der Univ. Basel aufbereitet - ein überzeugendes Beispiel dafür, wie Internet-begleitete Lehre heute aussehen kann.

 
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© Hans Zimmermann Externes Angebot
0 Zugriffe seit 20.4.2006
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Aus dem umfangreichen Internetauftritt eines Altphilologen sind besonders die Seiten zu mittelalterlichen Weltkarten hervorzuheben. Im Mittelpunkt steht die Ebstorfer Weltkarte, die in ihrer Entstehung und ihrem Aufbau erläutert und als Abbildung präsentiert wird. Gelungen erscheint nicht nur der Hinweis auf weitere Weltkarten und die Ausführungen zu deren Überlieferung und Struktur, sondern auch die technische Umsetzung: Jede Grafik kann mit der Maus angeklickt und "gezoomt" werden, so daß auch die Details im Internet betrachtet werden können. Erfreulicherweise ist der Server schnell genug, um die umfangreichen Grafiken in angemessener Zeit zu übertragen.

 
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© Klaus Graf Externes Angebot
0 Zugriffe seit 20.4.2006
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Dokumentation des Ausverkaufs der Fürstlich Fürstenbergischen Hofbibliothek Donaueschingen von Dr. Klaus Graf; Projektskizze "Donaueschingen digital" (eine virtuelle Rekonstruktion des Gesamtbestandes der Bibliothek). Im Volltext zugänglich gemacht werden Zeitungsartikel, die über die Hintergründe der Bibliotheksauflösung informieren.

 
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© Hartmut Kokott Externes Angebot
0 Zugriffe seit 20.4.2006
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Internetseite eines gleichnamigen Hauptseminars an der Univ. Düsseldorf im Jahr 2000; im Mittelpunkt steht die Wartburg, die "vom Mittelalter bis in die Neuzeit hinein zu einem Symbol nationalen Selbstverständnisses der Deutschen geworden ist". Die Einzelreferate der Seminarteilnehmer sind in eine redaktionell und gestalterisch überzeugende Online-Präsentation eingegangen.

 
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© Univ. Tübingen Externes Angebot
0 Zugriffe seit 20.4.2006
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Tübinger Internetseite zu den Wandmalereien auf Burg Wildenstein bei Leibertingen im Donautal. Thema der im 16. Jh. entstanden Malereien ist der  'Sigenot', ein kürzerer Text der mittelhochdeutschen Heldenepik. Die Website bietet einen Überblick zur Geschichte, eine Aufrißskizze zum Palas sowie Detailaufnahmen mit Inhaltsangabe.

 
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© Ulrich Harsch Externes Angebot
0 Zugriffe seit 20.4.2006
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Preisgekröntes Projekt von U. Harsch (FH Augsburg), der eine große Zahl an Texten der gesamten europäischen Literaturgeschichte im Internet zur Verfügung stellt, wenn auch nicht immer vollständig und nicht immer nach den neuesten Editionen. Zahlreiche deutsche und lateinische Texte des Mittelalters; die Seite selbst ist ästhetisch und technisch höchst ansprechend und schlüssig gestaltet.

 
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© Alfred Becker Externes Angebot
0 Zugriffe seit 20.4.2006
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Umfangreiche, illustrierte Präsentation des berühmten geschnitzten Walbeinkästchens des 7. Jhs. (auch bekannt als Runenkästchen von Auzon), die sich auf eine Buchveröffentlichung des Autors stützt (Alfred Becker, Franks Casket. Zum Runenkästchen von Auzon (Regensburger Arbeiten zur Anglistik und Amerikanistik, Bd. 5), Regensburg 1973), und zugleich eine äußerst gelungene Umsetzung für die andersartigen Ansprüche des Mediums Internet darstellt.

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