Die Zeitschriften-Datenbank ZDB ist die weltweit größte Datenbank
für Titel- und Besitznachweise von Periodica, also von Zeitschriften, Zeitungen
usw. Dazu gehören nicht nur Printwerke, auch Titel elektronischer Zeitschriften
sind zu finden. Die ZDB umfaßt mehr als 1.200.000 Titel in allen Sprachen von
1500 bis heute und weist zu diesen Titeln den Besitz von ca. 4.300 deutschen Bibliotheken
nach. Die ZDB verzeichnet keine Aufsatztitel. Die Suchmaske kann auch zur Auflösung
von Zeitschriftenabkürzungen genutzt werden ("GRM" oder "PBB"
etwa werden korrekt aufgelöst, andere gebräuchliche Abkürzungen
wie "JOWG" allerdings nicht).
Zugangsbeschränkt ! Inzwischen bringt DigiZeitschriften
3,6 Millionen Seiten der zentralen wissenschaftlichen Fachzeitschriften ins Internet.
Die Germanistik ist vertreten mit PBB 18741995; ZfdA 18412002; Poetica
19672003; DVjs 19232002. Die Qualität der Scans ist exzellent; der
Server reagiert allerdings eher langsam.
Die Nutzung muß nicht individuell bezahlt werden, sondern wird von den Institutionen,
Forschungseinrichtungen und Bibliotheken für ihre Nutzer abonniert (sofern
sie es sich leisten können ...). DigiZeitschriften ist eine von der Deutschen
Forschungsgemeinschaft geförderte Infrastrukturmaßnahme zum Nutzen
der deutschen Wissenschaft. Zur dauerhaften Realisierung des Projekts haben sich
1999 neun Sondersammelgebiets-Bibliotheken zu einer Initiativgruppe zusammengeschlossen.
Die Federführung liegt bei der SUB Göttingen.
Das DFG-geförderte Onlineprojekt der Regesta Imperii unterhält
unter anderem eine umfassende Literaturdatenbank (RI opac) zur mittelalterlichen
Geschichte des gesamten europäischen Raumes. Titel aller Disziplinen (u.
a. Archäologie, Geschichte, Kunst, Literatur, Musik, Philologie, Philosophie,
Theologie) sind verzeichnet. Weit über 1 Mio. Nachweise können mit verschiedenen
Suchstrategien recherchiert werden. Die Rechercheergebnisse können sich sehen
lassen.
Seit November 2002 steht die Bibliographie der deutschen Sprach- und
Literaturwissenschaft (Eppelsheimer / Köttelwesch) über die Stadt- und
Universitätsbibliothek Frankfurt/M. online zur Verfügung. Sie erfaßt
die germanistische Literatur von 1985 bis 2007 vollständig (2008 bis 2009
nur teilweise), insgesamt rund 330.000 Titel; davon sind allerdings nur die
Jahrgänge 1985 bis 1995 frei zugänglich. Viele Universitätsbibliotheken
geben inzwischen den Zugriff auf den Gesamtbestand frei. Die Expertensuche erlaubt
zusätzlich zur Eingabe verschiedener Suchbegriffe die Einschränkung
nach Fachgebieten und Epochen (entsprechend den Kapiteln der gedruckten Bibliographie).
Die bibliographische Metasuche der Virtuellen Fachbibliothek Germanistik
ermöglicht die gleichzeitige Suche in mehreren Datenbeständen, so etwa
der BDSL online, Digizeitschriften und der Online Contents (Zeitschrifteninhaltsverzeichnisse)
- Sondersammelgebiet Germanistik. Veröffentlichungen seit 1985 sind darin
weitgehend vollständig erfaßt. Leider können die Suchergebnisse
aus den verschiedenen Quellen nicht zusammengefaßt und gemeinsam sortiert
werden. Natürlich gelten dieselben Zugangs- und Umfangsbeschränkungen,
denen man als Benutzer der Einzelressourcen unterliegen würde.
Umfangreiche und aktuell gehaltene Informationen zur germanistischen
Aufsatzrecherche mit ausführlich kommentierten Links bietet das von Michael
Mandelartz betriebene Portal "Recherche - Bibliographieren im Internet",
das als hervorragender Ausgangspunkt zur Literaturrecherche im Internet gelten
darf.
Von Mediaevum verantwortete, fortlaufend erweiterte und aktualisierte
bibliographische Datenbank mit den Inhaltsverzeichnissen zahlreicher mittelalterphilologischer
und germanistischer Fachzeitschriften (u.a. PBB, ZfdA, ZfdPh, ZfGerm, DVjS, Daphnis).
Zunehmend werden die wichtigeren Zeitschriften auch retrospektiv komplett erfaßt.
Eine Suchmaschine gestattet die Autoren-/Titelsuche jahrgangsübergreifend
im Gesamtbestand. Aktuell sind ca. 22.000 Datensätze (Aufsatztitel und Rezensionen)
erfaßt.
Zugangsbeschränkt ! Die IBZ ermöglicht die Aufsatzrecherche
in ca. 11.500 geistes- und sozialwissenschaftlichen Zeitschriften (ab ca. 1983).
Die Nutzung im Internet ist nur möglich, wenn Sie über eine Institution (Universität,
Archiv o.ä.) auf das Internet zugreifen, die ein IBZ-Abonnement erworben hat.
Das Eichstätter Informationssystem für die Klassische Altertumswissenschaft
bietet eine Auswahl aus der CD-ROM 2007 des "Gnomon" (einem der wichtigsten
bibliographischen Hilfsmittel der Klass. Phil.) mit besonderer Berücksichtigung
der Neuerscheinungen seit 2005. Der äußerst nützliche, sehr schnelle
Service umfaßt die Volltextsuche in den Zeitschriftentiteln sowie einen
Thesaurus von ca. 9.000 Begriffen.
Die Datenbank "Tables of Contents of Journals of Interest to Classicists"
umfaßt die Inhaltverzeichnisse von über 185 Fachzeitschriften (Übersicht)
mit über 45.000 Artikeln aus dem Bereich der Klassischen Altertumswissenschaft.
Die kanadische Suchmaschine ist recht schnell, bei Überlastung hilft der Mirror
in Löwen.
Inhaltsverzeichnisse geschichtswissenschaftlicher Zeitschriften und
monographischer Reihen in deutscher Sprache. Die schnelle Suchmaschine ermöglicht
es, gleichzeitig in allen erfaßten Zeitschriften (deren Liste wirklich beeindruckend
ist!) zu bibliographieren. Initiator und Betreuer des Projekts ist Stuart Jenks
(Erlangen).
Die Datenbank der Berichtsjahre seit 1990 umfaßt nach eigenen
Angaben etwa 282.000 bibliographische Einträge der in Deutschland sowie im
deutschsprachigen Ausland erschienenen geschichtswissenschaftlichen Büchern,
deutsch- sowie fremdsprachigen Zeitschriftenaufsätzen, Beiträgen aus
Sammelwerken und sonstigen Veröffentlichungen. Der Zugang kostet 124,00 Euro
pro Jahr.