Umfangreiche Übersicht, die nicht nur Online-Bibeln auflistet,
sondern auch zahlreiche Verweise zu Bibelkunde, Textgeschichte, Handschriften,
Mailingslists, Bibelgesellschaften u.v.m. bietet. Das Ganze ist einigermaßen
übersichtlich und überzeugt vor allem durch die Quantität der gebotenen
Informationen.
Das Datenbank-Infosystem (DBIS) der Universitätsbibliotheken ist ein kooperativer Service zur Nutzung wissenschaftlicher Datenbanken und wurde mit finanzieller Unterstützung des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst und der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) von der Universitätsbibliothek Regensburg entwickelt. Inzwischen wird das Datenbank-Infosystem als Nutzerservice in 121 Bibliotheken angeboten. Es bietet u. a. gepflegte, kommentierte Linklisten zu frei zugänglichen Datenbanken der Theologie und der Philosophie.
Das Programm bietet neben komplexer Recherche im Bibeltext u.a. auch Möglichkeiten zum Anlegen von Querverweisen und Lesezeichen. Zwar kommt VulSearch im Funktionsumfang nicht (ganz) an die kommerzielle Konkurrenz von BibleWorks heran, ist dafür aber gemäß der GPL frei verfügbar. In diesem Rahmen kann das Textangebot von der Nutzergemeinde stetig erweitert werden - französische Bibeln sind bereits im Angebot und die detaillierte Anleitung läßt auf weiteren Zuwachs hoffen. Mit der Sixto-Clementina ist eine mediävistisch relevante Bibelversion bereits verfügbar, die mit der Stuttgarter Vulgata verglichen werden kann und - anders als diese - auch über Interpunktion verfügt. Nützlich ist auch die einbindbare Glossa ordinaria. Über die Neuerungen im Textangebot halten automatische Updates auf dem Laufenden. Äußerst praktisch ist die integrierte Formbestimmungs- und Wörterbuchfunktion für das Lateinische.
Durchsucht werden können zahlreiche Bibeln in verschiedenen Sprachen.
Zur Verfügung stehen etwa die Septuaginta, das Hebräische AT, die Vulgata,
die Elberfelder Bibel uvm. Komplexe Suchanfragen dauern leider ihre Zeit, der
Server ist fürchterlich langsam. Wer´s schneller haben will, kann sich
auf der Download-Seite
die gewünschte Bibel als ZIP-Archiv auf den PC laden (aber auch das dauert
seine Zeit).
Schneller als "The Unbound Bible" ist die Suchmaschine von
ARTFL
(Univ. Chicago), die allerdings auf die Lutherbibel und die lat. Vulgata beschränkt
ist. Nützlich ist, daß man sich den Kontext des Verses, der den Suchbegriff
enthält, anzeigen lassen kann.
Seltener als die kanonisierte Bibel findet man Internetquellen
zu den Apokryphen. Nützlich daher die Linkliste von W.
Willker zu den alt- und neutestamentlichen Apokryphen im Netz,
die zwar nicht kommentiert ist, aber doch wertvolle Hinweise
bietet. Leider sind inzwischen (Dez. 2004) viele Links veraltet
und funktionieren nicht mehr. Eine Informationsseite Willkers zu den neutestamentlichen Apokryphen befindet sich im Aufbau.
Geboten wird die sogenannte 'Nova Vulgata' in der Neubearbeitung nach dem Zweiten Vatikanischen
Konzil. Für mediävistische Forschung ist diese Version nur sehr begrenzt
brauchbar. Die Bücher sind nur einzeln aufrufbar, eine Suchmaschine fehlt.
Vollständig digitalisierter Vulgatadruck Lyon 1519 mit zahlreichen
handschriftlichen Glossen aus dem Umfeld Martin Luthers. Die Abbildungen sind
ein wenig dunkel geraten, und ärgerlich ist die Größe der einzelnen
Bilddateien, die durchaus 1MB pro Doppelseite übersteigen kann.
Vollständiges digitales Faksimile der Göttinger Gutenberg-Bibel in guter Qualität. Benutzerfreundliche Bedienung. Die Seite bietet außerdem allgemeine Informationen zum Buchdruck und der Gutenberg-Bibel nebst Links zu weiteren digitalisierten Gutenberg-Bibeln im Internet.
Sämtliche Texte (mit engl. Übersetzung) und ein Teil der Abbildungen nach einem frühen Druck einer "Biblia Pauperum", nützlich, um das Bildprogramm insgesamt kennenzulernen. Die HAB Wolfenbüttel bietet den digitalsierten
Cod. Guelf. 35a Helmst. (Österreich, 1340/50) an; die UB Heidelberg hat den Cod. Pal. germ. 59 (Schweiz (?), 1518) digitalisiert.