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[accordion title=“Einführung“]
Studierende und Wissenschaftler stehen zur Zeit vor einem ungewohnten Problem: Die Bibliotheken sind geschlossen, der Zugriff auf gedruckte Textausgaben und auf Forschungsliteratur ist nicht mehr möglich. Das kann, wenn man an einem wissenschaftlichen Aufsatz, an einer Monographie mit Deadline, an einer Zulassungsarbeit oder an einer Bachelorthesis sitzt, zu einem echten Problem werden. Wie komme ich in Zeiten geschlossener Bibliotheken an die Forschungsliteratur, die ich für meine wissenschaftliche Arbeit benötige? Hier einige Möglichkeiten (die sukzessive erweitert werden):
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[accordion title=“Lizensierte eBooks in den Uni-Bibliotheken“]
Die Uni-, Landes- und Staatsbibliotheken haben Lizenzen für altgermanistische eBooks erworben. Man ist immer wieder erstaunt, wie viel in der eigenen UB digital verfügbar ist. Allerdings muss man sich, wenn man im Homeoffice arbeitet, erst ins jeweilige Uninetz einwählen, da nur innerhalb des Uninetzes der Zugriff auf lizensierte eBooks möglich ist. Hier hilft ein [highlight]VPN-Client[/highlight], der das Homeoffice mit dem Uninetz verbindet. Das VPN-Procedere erläutert das Rechenzentrum ihrer Universität (z.B. die Uni Würzburg).
Besonders hilfreich ist, dass größere Bibliotheken wie die Bayerischer Staatsbibliothek in München zur Zeit eine vereinfachte Zulassung als Nutzer ermöglichen, so dass man auf die umfangreichen eBook-Bestände der BSB zugreifen kann.[/accordion]
[accordion title=“Lizensierte eBooks in den Verlagen“]
Zahlreiche Verlage bieten inzwischen ihre altgermanistischen Publikationen auch als eBook an und haben mit den Universitätsbibliotheken Lizenzverträge geschlossen. Je nach Konditionen finden Sie in den UB-Katalogen mehr oder weniger größere eBook-Pakete aus diesen Verlagsprogrammen. Hier können Sie also neueste Buchpublikationen auch im Homeoffice aufrufen – allerdings nur, wenn Sie sich zuvor per VPN ins Uninetz eingewählt haben.
Im Zusammenhang der Corona-Krise haben einzelne Verlage ihre digitalen Angebote vorübergehend kostenfrei zugänglich gemacht oder bestehende Lizenzvereinbarungen erweitert. Eine Übersicht gibt das Datenbank-Infosystem (DBIS) unter https://dbis.ur.de//fachliste.php?bib_id=corona . So schaltet etwa der Erich Schmidt Verlag für Universitäten und Hochschulen seine eJournals bis 30.06.2020 kostenlos frei. Vorbildlich.
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[accordion title=“Open Research Library“]
Die Open Research Library (ORL) will alle verfügbaren OpenAccess-Bücher auf einer Website und unter einer Suchschnittstelle bündeln. Die zahllosen OA-Publikationen unter CC-Lizenz (Bücher und Sammelbände, Zeitschriften, Videos, Poster usw.) sind verstreut und vereinzelt irgendwo im Internet abgelegt. Nun werden sie zusammengeführt. Die (zugegeben banale) Suche nach „Mittelalter“ ergibt allein gut 100 Bücher, die hier kostenlos erhältlich sind – und die Zahl dürfte noch erheblich steigen.
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[accordion title=“Urheberrechtsfreie Bücher bei GoogleBooks und Archive.org“]
Google Books bietet gedruckte Bücher als Digitalisate an, die mit Texterkennung (OCR) bearbeitet wurden und so die Volltextsuche erlauben. Die Firma kooperiert mit renommierten Bibliotheken (Harvard, Stanford, BSB München, Oxford, Lyon, ÖNB Wien, Madrid usw.). Entscheidend ist die Frage nach dem Urheberrecht: Je nachdem, ob die urheberrechtliche Schutzfrist abgelaufen ist oder nicht, sind die Buchdigitalisate als Volltext, als Auszug oder eben gar nicht (bzw. nur nach Kauf) einsehbar. Ältere, urheberrechtsfreie Ausgaben können als PDF-Datei (aber ohne OCR) gespeichert werden. Bsp.: Ausg. des Nibelungenliedes von K. Bartsch 1866 (PDF-Download über das Einstellungssysmbol rechts oben unter „Anmelden“). Am Umgang mit dem Urheberrecht, der Digitalisatauswahl, der Scanqualität usw. gibt es teils erhebliche Kritik. Für Altgermanisten ist die Möglichkeit, die teilweise durchaus nicht nur forschungsgeschichtlich bedeutenden Ausgaben des 19. und frühen 20. Jahrhunderts als PDF laden zu können, jedenfalls eine wertvolle Arbeitshilfe. Falls Sie ein eigtl. urheberrechtfreies Buch nicht bei GoogleBooks als Digitalisat finden, lohnt sich evtl. der Blick in das ähnliche Projekt Archiv.org.
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[accordion title=“Lizensierte Digitalisate von altgermanistischen Fachzeitschriften“]
Inzwischen gibt es zu nahezu allen großen Fachzeitschriften der Altgermanistik eine digitale Version. Mediaevum bietet eine Übersicht über digitalisierte altgermanistische Fachzeitschriften, die schnell zu den digitalen Versionen von PBB, ZfdA usw. führt. Es ist nur die Frage, ob die eigene Universität diesen Service auch lizensiert hat – denn andernfalls bleibt man ausgesperrt. Ob die Heim-Uni eine Lizenz hat, kann man überprüfen, wenn man sich per VPN einwählt und danach unsere Übersicht durchklickt.
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[accordion title=“Genuine Online-Zeitschriften“ last]
Inzwischen gibt es zahlreiche Online-Zeitschriften, die nur im Internet existieren, also keine Druckfassung mehr kennen. Unter diesen Online-Journalen finden sich auch einige mit mediävistischem Inhalt. Hier können Sie alle Artikel meist als PDF kostenfrei laden. Die Links finden Sie in unser Linksammlung zu „Online-Zeitschriften„.
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[accordion title=“Autorensuche bei Academia.edu bzw. researchgate.net“]
Wenn man bei neueren Publikationen partout nicht fündig wird, kann man auch in den „Academic social networking sites“ wie Academia.edu oder researchgate.net suchen, ob man den jeweiligen Autor der Publikation findet. Nicht selten stellen Wissenschaftler ihre Aufsätze nach einer gewissen Karenzzeit zum Download zur Verfügung.[/accordion]
[accordion title=“Subito: Wissenschaftlicher Lieferdienst für Bücher und Aufsätze“]
Subito-doc ist ein Lieferdienst, der wissenschaftliche Aufsätze, Zeitschriften und Bücher direkt bzw. als PDF-Scan an Sie liefert. Registrieren kann sich hierfür jeder, Studenten und Hochschulangehörige erhalten Sonderpreise. Wenn Sie z.B. einen wiss. Aufsatz per eMail als Scan bestellen, der in einer deutschen Lieferbibliothek vorhanden ist, zahlen Sie laut Preisliste für den Subito-Normaldienst (72h Bearbeitungszeit) als Student 5,50 €, als Hochschulangehöriger oder Privatperson 7,50 €. Stand 1.4.2020: Trotz Bibliotheksschließungen liefern viele Bibliotheken noch an Subito aus. „Alles, was in der Suche als verfügbar angezeigt wird, sollte auch ausgeliefert werden können.“
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[accordion title=“Nachbereitung: Überblick zu Volltextdatenbanken“]
Marco Schröter hat für ClioOnline einen Überblick über geschichtswissenschaftliche Volltextdatenbanken verfasst. Er beginnt mit einer instruktiven Einleitung und erläutert danach Beispiel für solche Datenbanken (Große, fachlich übergreifende Institutionen – Portale und digitale Bibliotheken – Volltextdatenbanken für Quellen und Quelleneditionen – Volltextdatenbanken und Volltextsammlungen für Forschungsliteratur / Monographien – Volltextdatenbanken und Volltextsammlungen für Forschungsliteratur / Zeitschriften und Zeitschriftenaufsätze). Eine Fundgrube, auch für Literaturwissenschaftler.
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