Tagungen

Die folgenden Tagungen wurden uns von den Veranstaltern mitgeteilt bzw. auf Grundlage ihrer öffentlichen Ausschreibung hier eingestellt. Für Vollständigkeit und Richtigkeit der Angaben geben wir keine Gewähr.

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08.09.–10.09.2021 Freiburger Colloquium 2021: Paradigmen und Perspektiven einer Mediävistischen Komparatistik (Universität Freiburg, Schweiz / digital)


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Das Mediävistische Institut der Universität Freiburg (Schweiz) nimmt das "Freiburger Colloquium 2021" zum Anlass, aktuelle Tendenzen der komparatistischen Methodenreflexion für die mediävistische Forschung fruchtbar zu machen. Dabei werden zwei der kulturgeschichtlichen Besonderheiten mittelalterlicher Kultur- und Literaturgeschichte je einen Schwerpunkt der komparatistischen Diskussionen bilden: die Materialität und Medialität der Manuskriptkultur einerseits und die herausragende Rolle der lateinischen Sprache als überregionaler lingua franca sowie Motor für Austausch und Innovationen über Sprach- und Kulturgrenzen hinweg andererseits.

Das "Freiburger Colloquium 2021" wird von den Vertreterinnen und Vertretern der verschiedenen mediävistischen Literaturwissenschaften der Universität Freiburg (Schweiz) organisiert. Die Veranstaltung wird hybrid stattfinden.

Das Programm und Informationen zur Anmeldung finden Sie hier.
09.09.–11.09.2021 Konfigurationen des Wunders – Texte, Praktiken und Funktionen in Spätantike, Mittelalter und Früher Neuzeit (digital / Berlin)


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Das Wunder bildet in Mittelalter und Früher Neuzeit Gegenstand und Anlass immenser Textproduktion, doch ist die literarische Vielfalt und Wirkmacht des Wunderdiskurses bislang noch wenig erschlossen worden. Die geplante Tagung soll dazu beitragen, das Feld textueller Formen und pragmatischer Situierungen von Wunderdarstellungen systematisch zu erschließen und im interdisziplinären Austausch literaturwissenschaftliche Perspektiven auf Konfigurationen des Wunders zu stärken.
15.09.–19.09.2021 Literatur im mittelniederdeutschen Sprachraum – Produktion und Rezeption (Rostock)


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Tagung der Wolfram-Gesellschaft. Der ursprünglich angesetzte Termin im Sept. 2020 wurde verschoben.
15.09.–17.09.2021 Framing - Deframing - Reframing (online / Paris-Lodron-Universität Salzburg)


Anmeld. bis: 10.09.21
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Veranstalter:
Interdisziplinäres Zentrum für Mittelalter und Frühneuzeit (IZMF)
Institut für Realienkunde des Mittelalters und der frühen Neuzeit (IMAREAL)
Paris-Lodron-Universität Salzburg

Anmeldung: 1.-10. September unter Birgit.Karl@sbg.ac.at

Die IZMF/IMAREAL-Tagung 2021 widmet sich unter dem Stichwort des Framing den Phänomenen kultureller Aneignung in der Vormoderne. Mit der Untersuchung der Strukturen, Mechanismen und Strategien eines Deframing und Reframing übernommener kultureller Entitäten sollen sowohl (prekäre) Machtverhältnisse herausgestellt als auch die kulturelle Produktivität der Framing-Prozesse beleuchtet werden. So gelten die Fragen der Motivation und dem Engagement der Akteur*innen, die angeeignete Gegenstände in neuen Deutungsmustern positionieren, den Bedarfsstrukturen und Bedingungen, unter denen sich solche Gegenstände für eine Übernahme anbieten, sowie den Mechanismen der Framing-Prozesse selbst und den daraus resultierenden Verschiebungen und neuen Formationen.

Das Programm ist hier abzurufen.
21.09.–24.09.2021 Altsächsisch. Interdisziplinäres Colloquium zur altniederdeutschen Sprache, Literatur und Kultur (9.–12. Jh.) [VERSCHOBEN auf 21.–24.9.2021] (Magdeburg)


Anmeld. bis: 20.09.20
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Das Colloquium setzt sich die Untersuchung der Überlieferung des niederdeutschen Sprachraums
im frühen Mittelalter aus einer interdisziplinären Perspektive zum Ziel. Das sogenannte ‚Altsächsische‘,
so die seit dem 19. Jahrhundert eingeführte und weiterhin gängige Sammelbezeichnung für die schriftliche Überlieferung in altniederdeutscher Sprache zwischen dem 9. und 12. Jahrhundert soll – erstmals überhaupt in der Fachgeschichte – zum exklusiven Gegenstandsbereich einer wissenschaftlichen Fachtagung gemacht werden. Das Colloquium findet in Präsenz an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg statt (VERSCHOBEN auf 21.–24.9.2021). Das aktuelle Programm kann hier abgerufen werden: https://www.ger.ovgu.de/altsaechsisch2021.html
23.09.–25.09.2021 Faszination Nibelungen − Präsenz und Vermittlung eines multimedialen Mythos. Transdisziplinäre Studientagung und Lehrerfortbildung an der Universität Passau vom 23. bis 25. September 2021 (Univ. Passau)
CfP bis: 15.03.20

Anmeld. bis: 15.09.21
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Die Professur für Ältere Deutsche Literaturwissenschaft veranstaltet in Kooperation mit der Professur für Didaktik der Deutschen Sprache und Literatur vom 24. bis 26. September 2020 [verschoben auf 23.-25. September 2021] an der Universität Passau eine transdisziplinäre Studientagung und Lehrerfortbildung zum Thema „Faszination Nibelungen - Präsenz und Vermittlung eines multimedialen Mythos“. Das Tagungsprogramm finden Sie hier.
27.09.–02.10.2021 DFG-Symposion: Migrationen der Lyrik um 1300, um 1800 (Villa Vigoni)
CfP bis: 01.09.20

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Im Auftrag der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) wird vom 27.09. bis 02.10.2021 in der Villa Vigoni ein internationales literaturwissenschaftliches Symposion stattfinden. Dieses hat zum Ziel, lyrische Migrationsprozesse herauszuarbeiten, die um 1300, um 1800 oder die beiden Zeiträume übergreifend anzusiedeln sind. Innerlyrische Migrationen (zwischen verschiedenen Lyrikgattungen, Sprachen, Kulturen) werden dabei genauso in den Blick genommen wie Migrations- und Austauschprozesse mit anderen Gattungen und nichtliterarischen Diskursformationen. Das Symposion gliedert sich in vier Sektionen, die (1) semantische Transformationen, (2) epistemische Migrationsprozesse im Kontext lyrischer Geltungsansprüche, (3) die Frage von Universalität oder Historizität lyrischer Formen und (4) die Materialität und Medialität lyrischer Migrationen genauer untersuchen. Den Call for Papers mit ausführlichen Informationen zum Ablauf und zur Bewerbung finden Sie hier.
28.09.–30.09.2021 Zwischen Zweifel, Dissens und Aporie: Strategien und Narrative der Kompromissfindung in der mittelalterlichen Literatur und Kultur (Kloster Irsee)


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Die Tagung steht im Zusammenhang mit dem DFG-Projekt ‚Literarischer Zweifel. Skeptizismus und das Dilemma der Wahrheitsfindung in der mittelhochdeutschen Epik (12. bis 14. Jahrhundert)‘, das sich mit den Funktionen eines kritischen Zweifels und den Ansätzen eines skeptischen Denkens für die Wahrnehmung des Wahren in der weltlichen Epik auseinandersetzt (Prof. Dr. Christiane Witthöft). Das Tagungsthema schließt hier an und fragt ganz gezielt nach den Konsequenzen der zweifelbasierten Reflexions- und Abwägungsvorgänge angesichts von Dissens oder aporetischen Positionen. Ziel ist es, anhand heterogener Diskurse den Blick für die vormoderne Akzeptanz und Varianz ästhetischer, ethischer, (gesellschafts-)politischer und rechtshistorischer Kompromisse zu schärfen.
03.10.–06.10.2021 Sebastian Brant (1457–1521): Europäisches Wissen in der Hand eines Intellektuellen der Frühen Neuzeit (Straßburg)


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Sebastian Brant (1457-1521), Basler Jurist und (ab 1501) Syndikus, Diplomat und Kanzler der Freien Reichsstadt Straßburg, gehört zu den in mehrfacher Hinsicht einflussreichen Akteuren der Zeit um 1500, als Jurist und Herausgeber zentraler Rechtstexte, die zum Teil bis ins 17. Jahrhundert Bestand hatten, als Bearbeiter von Texten der Patristik, einer großen Vulgata-Ausgabe, der ersten Petrarca-Werkausgabe, als engagierter Verteidiger des Dogmas der Unbefleckten Empfängnis Mariens durch Prosa und Dichtung, als Concepteur umfangreicher Holzschnittserien und schließlich als Verfasser des ‚Narrenschiffs‘, einer Dichtung, die – über eine lateinische Zwischenstufe – europaweite Verbreitung und eine Wirkung bis ins 18. Jahrhundert gefunden hat.

Anlässlich des 500. Todestags Brants (10.5.1521) soll in seinem Geburts-, Wirkungs- und Sterbeort Straßburg eine international besetzte, fächerübergreifend ausgerichtete wissenschaftliche Fachtagung veranstaltet werden, die unter historisch-kulturwissenschaftlichen Perspektiven die unterschiedlichen Tätigkeits- und Wirkungsfelder Brants sichtbar macht und kontextualisiert. Sie zielt auf eine nachhaltig den Horizont der Forschung weitende Wirkung.
Die Tagung wird auch der interessierten Öffentlichkeit am Ort zugänglich sein.

Organisatoren: Prof. Dr. Nikolaus Henkel/Freiburg – Prof. Dr. Peter Andersen/Strasbourg
Kontakt: nhenkel@uni-hamburg.de; andersen@unistra.fr

Das Programm kann hier abgerufen werden.
19.10.–20.10.2021 Autor*innenworkshop ‚Akustische Dimensionen des Mittelalters. Methoden, Begriffe, Perspektiven‘ – Themenheft der Zeitschrift ‚Das Mittelalter' (HU Berlin)
CfP bis: 01.11.20

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Workshop des DFG-Netzwerk „Lautsphären des Mittelalters“. Die Beiträge werden im Themenheft der Zeitschrift ‚Das Mittelalter‘ publiziert; Herausgeber: Prof. Dr. Martin Clauss (Geschichte des Mittelalters und der Frühen Neuzeit, Technische Universität Chemnitz) und PD Dr. Gesine Mierke (Deutsche Literatur- und Sprachgeschichte des Mittelalters und der Frühen Neuzeit, Technische Universität Chemnitz). Näheres und Call for Papers hier.
21.10.–22.10.2021 Wonder and Imagination in Medieval and Early Modern Literature, Philosophy, and Art: Transcultural Perspectives (Freie Universität Berlin / Digital)


Anmeld. bis: 20.10.21
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Interdisciplinary Workshop with Michelle Karnes (University of Notre Dame)
Organized by the Research Project B02 “The Marvellous as a Configuration of Knowledge in Medieval Literature” (headed by Jutta Eming)

Das Verhältnis von imaginatio und Wunder in vormoderner Philosophie und Literatur steht im Mittelpunkt der Forschung von Michelle Karnes (University of Notre Dame). Der Workshop setzt es sich zum Ziel, im interdisziplinären Gespräch historische Konzeptionen des Verhältnisses von Imagination und Wunder in Bezug auf die Ansätze des Sonderforschungsbereichs „Episteme in Bewegung“ und die Gegenstände der beteiligten Teilprojekte in transkulturellen Perspektiven genauer in den Blick zu nehmen. Im Zentrum stehen Wechselwirkungen vormoderner Konzeptionen von Imagination und Wunder mit literarischen und bildnerischen Darstellungsweisen, wenn etwa Träume, Visionen und Wahrnehmungsvorgänge andersweltlicher Räume gestaltet oder wenn künstlerische und magische Praktiken einschließlich ihrer Wirkungen geschildert werden. Welche Übereinstimmungen und Differenzen lassen sich zwischen verschiedenen historischen und kulturellen Situationen feststellen? Wie können diese zueinander in Relation gesetzt werden? Welche spezifischen Schwerpunktsetzungen, Grenzziehungen und Lizenzierungen werden im Vergleich erkennbar?
11.11.–13.11.2021 Ästhetisches Aushandeln. Normen und Praktiken in der Vormoderne (Tübingen)
CfP bis: 31.03.21

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Die internationale Tagung "Ästhetisches Aushandeln. Normen und Praktiken in der Vormoderne" des Querschnittsbereichs 'Norm und Diversität' als Teil des Tübinger SFB 1391: 'Andere Ästhetik' vom 11.-13.November 2021 soll den interdisziplinären Dialog des Querschnittsbereichs fortführen und ihn in einem bewusst breiten Fächerspektrum wie den Literatur-, Sprach-, Bild- und Geschichtswissenschaften, der Soziologie, Musikwissenschaft, Theologie, Philosophie sowie den Digital Humanities vertiefen.

Den CfP finden Sie hier
03.12.–04.12.2021 Transfer und Transformation. Werk- und überlieferungsgeschichtliche Dynamiken im Œuvre von Sebastian Brant (Bamberg, Würzburg [digital])


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Der Workshop will zum Abschluss des Brant-Jubiläumsjahrs 2021 jüngere Brantforscher zusammenführen und den fachlichen Austausch mit Wissenschaftlern verschiedener Disziplinen fördern. Zum einen werden aktuelle Promotionsvorhaben vorgestellt. Zum anderen werden in Workshopeinheiten zentrale literatur-, diskurs- und mediengeschichtliche Aspekte von Brants Werk erläutert und diskutiert. Der Workshop wird vom SNF-Projekt „Sebastian Brant im Schnittfeld frühneuzeitlicher Textkulturen" an der Univ. Bamberg (Marion Gindhart, Alyssa Steiner) in Kooperation mit der Univ. Würzburg (Joachim Hamm) veranstaltet. Das Programm können Sie hier abrufen.
09.02.–11.02.2022 Digitale Mediävistik: Perspektiven der Digital Humanities für die Altgermanistik (online via Zoom / Univ. Bremen)


Anmeld. bis: 06.02.22
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Angesichts der Entwicklungen in den Digital Humanities, die auch die germanistische Mediävistik entscheidend prägen, scheint es an der Zeit, die Thematik grundsätzlicher unter Anwenderperspektiven zu diskutieren. Im Zentrum der Tagung steht die Leitfrage „Was braucht das Fach?“ Außer um Gesamtperspektiven für Digital Humanities in der germanistischen Mediävistik soll es auch um die Diskussion praktischer infrastruktureller Fragen gehen: Bei welchen mediävistischen Forschungsfragen können digitale Verfahren und Methoden helfen? Welche digitale Infrastruktur braucht man? Wie kann man die Langzeitverfügbarkeit der Projekte und ihrer Ergebnisse sichern? Wo wäre ein zentrales Repositorium für Handschriftentranskriptionen sinnvoll anzusiedeln? Welche praktischen und rechtlichen Möglichkeiten der Wiederverwendung von Forschungsdaten gibt es und welche Probleme? Können in Einzelprojekten übergreifend geeignete Tools für Transkription, Kollation, ggf. Normalisierung erarbeitet und im Fach zur Verfügung gestellt werden? Wie sind die TEI-Standards sinnvoll für Codierungen in germanistisch-mediävistischen Editionen zu spezifizieren und zu vereinheitlichen? Welche Möglichkeiten bieten Repositorien und Datenbanken, welche Erwartungen der Nutzer können bedient werden? Welche Perspektiven für die literaturwissenschaftliche Arbeit an den Texten eröffnen die Digital Humanities (Stil- und Textanalyse)? Wie verhält sich wissenschaftsnahes Online-Publizieren / Open Access zur traditionellen Verlagskultur? Wo finden mediävistische Anwender, die nicht DH-affin sind, Unterstützung für digitale Projekte? Geboten werden prägnante Input-Referate und Impulsbeiträge, besonders zu best practice-Modellen, und ausführliche Diskussionen.

Das Programm und die Modalitäten zur Anmeldung finden Sie auf der Tagungshomepage an der Univ. Bremen.
14.02.–16.02.2022 Bibelepik. Narratologische Perspektiven auf eine europäische Tradition (Carl von Ossietzky Universität Oldenburg)


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Die Tagung untersucht die literarische Tradition der Bibelepik in ihrer europäischen Dimension, in diachroner Perspektive und mit den Mitteln der historischen Narratologie.
Die von Anja Becker und Albrecht Hausmann organisierte Tagung ist zugleich eine Veranstaltung der Online-Zeitschrift ›Beiträge zur mediävistischen Erzählforschung‹ (www.erzaehlforschung.de).
23.02.–26.02.2022 Artusroman und Klanglichkeit (Salzburg)
CfP bis: 15.05.21

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Das 12. Kolloquium der Deutsch-österreichischen Sektion der Internationalen Artusgesellschaft befasst sich mit der klanglichen Seite des mittelalterlichen Artusromans.
Beitragsangebote aus allen Mittelalterphilologien sind herzlich willkommen!

Der ausführliche Call for Papers findet sich hier
07.03.–08.03.2022 Zwischen Engel und Dämonen: übernatürliche Kreaturen im Mittelalter und in der frühen Neuzeit (Freiburg (Schweiz))
CfP bis: 01.12.21

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Engel, Geister und Dämonen – religiöse Wesen stehen im Zentrum der nächsten Studientagung der Assoziation der jungen mediävistischen Forscher (JCM) der Universität Genf, die 2022 in Freiburg (Schweiz) abgehalten wird. Die Tagung richtet sich vor allem an junge Mediävist.innen verschiedener Fachrichtungen (Literatur, Geschichte, Theologie, Kunstgeschichte, Musikwissenschaft, …), die hier die Gelegenheit erhalten, ihre Forschung in einem internationalen und interdisziplinären Rahmen vorzustellen und zu diskutieren. Tagungssprachen sind deutsch und französisch. Weitere Informationen finden Sie hier.
16.03.–18.03.2022 'gelücke'. Literarische Formationen des Glücks zwischen Fortuna, 'saelde' und 'heil' im Mittelalter (Düsseldorf)
CfP bis: 30.07.21

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Die Frage nach dem Wesen des Glücks, seiner Bestimmung und Beeinflussbarkeit ist kein modernes Phänomen, sondern findet sich seit der Antike in der gelehrten Diskussion und der je zeitgenössischen Literatur. Im Mittelalter erscheint gerade die volkssprachige Literatur als zentraler Ort für die Diskussion und Aushandlung divergierender Konzeptualisierungen des Glücks, und dies nicht nur im Zusammenhang mit Fortuna. Dabei sind nicht nur die semantischen wie konzeptionellen Grenzen zu Begriffen wie 'saelde', 'heil', 'fröide' fließend, sondern bereits der Terminus 'gelücke' ist ambivalent besetzt und markiert einen letztlich offenen Ausgang.
Die Tagung möchte die mit der Ambivalenz des Glücksbegriffs und des damit Bezeichneten einhergehende Pluralität an Formationen ins Zentrum stellen und nach Formen, Ausgestaltungen und Spielarten des Glücks in der mittelalterlichen Literatur fragen. Ziel ist dabei u.a., die Vielfalt der mittelalterlichen literarischen Auseinandersetzung mit einem Phänomen zu konturieren, das als ein elementarer Bestandteil der poetisch geführten Diskussion über den Menschen, das Wesen der Dinge und die (Un-)Begreiflichkeit der Welt erscheint. Zu fragen wäre demnach auch nach historischen, kulturellen und epistemischen Voraussetzungen sowie nach der Rolle von Kontingenz, Providenz und Individuum.

Den CfP finden Sie hier.

04.05.–06.05.2022 Food and Feast in the Arthurian World (Bergen, Norwegen)
CfP bis: 31.10.21

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The Fourth International Conference of the Nordic Branch of the International Arthurian Society will be held in Bergen and addresses the topic of food and feast with a set of perspectives:
- A multi-disciplinary approach that invites contributions from various fields, such as literary studies, history, art history, archaeology, food history and so forth
- A focus on the Nordic versions of Arthurian and other courtly romances and their Icelandic sequels within their European context, thus welcoming comparative contributions
- A theoretical interest in the wider social and cultural frames of the phenomenon
03.06.–05.06.2022 Die Sinne und die Sinnlichkeit. Mittelalterliche Texte und der sensual turn (Paderborn)
CfP bis: 07.01.22

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Der Workshop setzt sich die Untersuchung der menschlichen Sinne in der mittelalterlichen Literatur vom 11.-15. Jahrhundert zum Ziel. Ausgehend von aktuellen Positionen der sensory history sollen die visuelle, die taktile, die auditive, die olfaktorische und die gustative Wahrnehmung als Phänomene literarischer Inszenierungen methodenorientiert in den Blick gerückt sowie in ihren bedeutungsstiftenden Potenzialen für vormodernes Erzählen diskutiert werden. Die Veranstaltung möchte eine Plattform der interdisziplinären Vernetzung für sensual-historisch orientierte Forschende bieten, um Konzepte und theoretische Modelle von Sinnlichkeit zu erproben.
16.06.–18.06.2022 Andacht und Heiterkeit. Intermedialität in Handschriften der Freiburger Klarissen (Berlin)
CfP bis: 15.06.21

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Aus dem Umfeld des Klarissenklosters St. Klara in Freiburg sind drei kostbare deutschsprachige
Handschriften des 15. Jhs. überliefert, die in Anlage und Ausstattung eng miteinander
verwandt sind: ein Franziskuslibellus, ein Elisabeth-Libellus und ein Klarenbuch. Die Tagung stellt die textuelle und intermediale Gesamtkonzeption der Handschriften in den Mittelpunkt.
Nähere Informationen hier
31.08.–02.09.2022 Unheil bannen – Ordnung stiften. Frühmittelalterliche Segen, Beschwörungen und Zaubersprüche zwischen Religiosität, Magie und Medizin (UNESCO-Welterbestätte Kloster Lorsch)
CfP bis: 15.08.21

Anmeld. bis: 30.06.22
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Frühmittelalterliche Segen, Beschwörungen und Zaubersprüche gehören zu den ältesten volkssprachlichen Schriftzeugnissen und sie entstehen vor einem praktisch-apotropäischen Interessenshorizont: Man möchte mit ihnen Krankes heilen, Wertvolles schützen und Gefahren abwenden. Statt auf der alten Dichotomie von christlichen und heidnischen oder auch antik-magischen Einflüssen zu beharren, können mithilfe einer ganzheitlichen Erschließung des Überlieferungsbefundes Rückschlüsse auf ein universelleres religiöses Verständnis der Zeit gezogen werden.
Im Zentrum des Colloquiums soll deshalb die Frage nach dem ganz konkreten Zusammenhang zwischen den (Rand-)Eintragungen und den Haupttexten oder -codices stehen; dies unter dem Blickwinkel der Praxeologie: Wozu benutzte man die Handschrift und welchen Sinn machte der Eintrag im jeweiligen Gebrauchskontext? Warum wurde der Spruch gerade auf diesem Blatt eingetragen und wie kam der/die Rezipient*in auf die Idee, ihn in ebendiesen Codex – möglicherweise auch absichtlich kopfständig – zu annotieren? Bestätigen die Überlieferungsbefunde, dass antike magisch-medizinische Texte in karolingischen Klöstern alltägliche Gebrauchstexten waren und in welchem Zusammenhang steht die Gebrauchsfunktion dieser apotropäischen Literatur zum kodikologischen und kulturellen Kontext?
07.09.–09.09.2022 Jans von Wien (Wien)


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Dr. Elke KROTZ (Universität Wien), Dr. Ralf PLATE (Mittelhochdeutsches Wörterbuch, Trier), Dr. Martin ROLAND (Akademie der Wissenschaften, Wien).

Jans von Wien ('Enikel') lebte und wirkte im ausgehenden 13. Jahrhundert als Reimchronist in Wien. Erhalten sind zwei Werke: eine zwischen historischer Verbürgtheit und unterhaltender Fiktion changierende Weltchronik bis zum Tod Kaiser Friedrichs II. im Jahr 1250 sowie das Fürstenbuch von der Stadtgründung Wiens bis zu den letzten Babenbergern. Beide Werke haben die Forschung seit jeher irritiert und sollen aus interdisziplinärer Perspektive neu gewürdigt werden.

Weitere Informationen folgen.
07.09.–09.09.2022 Deutsche Versnovellistik des 13. bis 15. Jahrhunderts – die neuen Texte (Universität Potsdam)


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Mit der von Klaus Ridder und Hans-Joachim Ziegeler herausgegebenen „Deutschen Versnovellistik des 13. bis 15. Jahrhunderts“ verfügt die germanistische Mediävistik über eine monumentale und Maßstäbe setzende Ausgabe, die auch eine Reihe bislang kaum bekannter und erforschter Texte enthält. Unsere Tagung will dazu beitragen, die Aufmerksamkeit insbesondere auf diese Texte zu lenken und sie für die Mären- und Kleinepikforschung zu erschließen. Jeder dieser Texte wirft eigene Fragen und Herausforderungen auf: von der Narratologie über Konzeptionelles bis hin zu Diskurskonstellationen und kulturhistorischen Anschlussfeldern. In methodisch-thematischer Vielfalt und Offenheit rücken die Vorträge und Workshops der Tagung jeweils Einzeltexte in den Fokus und gehen damit den neuen Perspektiven nach, die die „Deutsche Versnovellistik“ erschließen kann.

Alle Interessierten sind zur Teilnahme an den Vorträgen und Workshops herzlich eingeladen. Weitere Informationen und das Tagungsprogramm erhalten Sie von:
Prof. Dr. Katharina Philipowski (katharina.philipowski@uni-potsdam.de)
PD Dr. Judith Klinger (judith.klinger@uni-potsdam.de)
25.09.–28.09.2022 Germanistentag 2022 – Doppelpanel „Meer(deutiges) Erzählen. Thalassale Settings als narrative Projektionsräume des Uneindeutigen in der vormodernen Literatur“ (Paderborn) (Paderborn)
CfP bis: 15.07.21

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Kaum ein mittelalterlicher oder frühneuzeitlicher erzählender Text längeren Umfangs scheint ohne das Meer auszukommen, sei es als Handlungs-, Imaginations-, (heils-)geschichtlicher, allegorischer oder sonstiger Raum. In seinen vielfältigen literarischen Konzeptualisierungen ist es, eingebunden in unterschiedlichste kulturelle Traditionszusammenhänge, nahezu ubiquitär. In diesem Sinne widmet sich das Doppelpanel der Fragestellung, wie vormoderne Texte und Textgruppen unterschiedlichste Sinnpotenziale des Meeres nutzen, nebeneinanderstellen und gegeneinander ins Feld führen, um Uneindeutigkeiten narrativ zu entfalten. Es möchte ausloten, wie und in welchen Kontexten thalassale Settings eine Diskursivierung des Uneindeutigen ermöglichen. Weitere Informationen sowie einen ausführlichen CfP finden Sie unter der angegeben Website.

Konzeption und Leitung des Panels: Dr. Sebastian Holtzhauer (Universität Hamburg), Nadine Jäger, M.A. (Bergische Universität Wuppertal)
26.10.–29.10.2022 Volkssprachige Bibeln im spätmittelalterlichen Europa. Übersetzen, Vermitteln, Kommentieren / Vernacular Bibles in Late Mediaeval Europe. Translating, Transmitting, Commenting (Wien)


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Die Tagung wird veranstaltet von Freimut Löser, Christine Glassener, Geert Claasens und Stephan Müller und steht im Kontext des Projekts "Der Österreichische Bibelübersetzer".
Weitere Angaben zur Tagung folgen.
13.09.–16.09.2023 XXVIII. Tagung der Wolfram von Eschenbach-Gesellschaft: Fragmente – Fragmentierungen. Neue Zugänge zur deutschsprachigen Überlieferung des Mittelalters (Freiburg/Schweiz)


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Im Zentrum der XXVIII. Tagung der Wolfram von Eschenbach-Gesellschaft stehen deutschsprachige Text- und Handschriftenfragmente sowohl in ihren literarhistorischen, literaturtheoretischen, überlieferungsgeschichtlichen wie auch wissenschaftsgeschichtlichen Zusammenhängen.

Die Tagung knüpft an ein für die Wolfram-Philologie seit langem zentrales Thema an: Wolframs Fragment gebliebene epische Texte einerseits – der unvollendete ›Willehalm‹ und ›Titurel‹ – sowie seine Wieder- und Weitererzählung des ›Perceval‹-Fragments andererseits werfen spezifische interpretatorische, poetologische und texttheoretische Fragen auf. Darüber hinaus widmet sich die Tagung aber auch epischen Text-Fragmenten anderer Autoren des Hochmittelalters wie auch Zeugnissen lyrischer oder dramatischer Gattungen, die sich zuweilen nur ausschnitthaft erhalten haben oder niedergeschrieben finden.

Handschriftenfragmente wiederum erzählen vielfältige Geschichten über ihre Entstehungs- wie auch Überlieferungskontexte. Sie sind als Textzeugen ebenso wesentlich für unsere Kenntnis über die ursprüngliche Überlieferungsbreite und -dichte einzelner Texte, wie sie auch Indikatoren von kulturgeschichtlichen Umbruchsmomenten oder Situationen der Verwerfung literarischer Traditionen sein können.

Im Rahmen der XXVIII. Wolfram-Tagung sollen Beiträge zu Text- sowie zu Handschriftenfragmenten sowohl Wolframs von Eschenbach als auch weiterer deutschsprachiger Autoren die Erforschung dieser wichtigen Quellen fördern. Dabei können auch Fragen zum kulturellen Zeugniswert dieser Texte und Handschriften für regionale, institutionelle und personelle Netzwerke des Literaturkontakts und -austauschs erörtert sowie generelle Überlegungen zum hermeneutischen Umgang mit Fragmenten und zu Konzepten von textueller Ganzheit und Fragmentierung im Kontext der mittelalterlichen Literatur angestellt werden.

Die Ausschreibung wird im April 2022 erfolgen, das Programm im Herbst 2022 erstellt. Aufgrund der positiven Erfahrungen der letzten Wolfram-Tagung werden auch dieses Mal die Vortragenden wieder gebeten, ihre schriftlichen Beiträge circa zwei Monate vor der Tagung den Tagungsteilnehmer*innen zur vorbereitenden Lektüre zur Verfügung zu stellen.