Tagungen

Die folgenden Tagungen wurden uns von den Veranstaltern mitgeteilt bzw. auf Grundlage ihrer öffentlichen Ausschreibung hier eingestellt. Für Vollständigkeit und Richtigkeit der Angaben geben wir keine Gewähr.

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19.10.–20.10.2021 Autor*innenworkshop ‚Akustische Dimensionen des Mittelalters. Methoden, Begriffe, Perspektiven‘ – Themenheft der Zeitschrift ‚Das Mittelalter' (HU Berlin)
CfP bis: 01.11.20

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Workshop des DFG-Netzwerk „Lautsphären des Mittelalters“. Die Beiträge werden im Themenheft der Zeitschrift ‚Das Mittelalter‘ publiziert; Herausgeber: Prof. Dr. Martin Clauss (Geschichte des Mittelalters und der Frühen Neuzeit, Technische Universität Chemnitz) und PD Dr. Gesine Mierke (Deutsche Literatur- und Sprachgeschichte des Mittelalters und der Frühen Neuzeit, Technische Universität Chemnitz). Näheres und Call for Papers hier.
21.10.–22.10.2021 Wonder and Imagination in Medieval and Early Modern Literature, Philosophy, and Art: Transcultural Perspectives (Freie Universität Berlin / Digital)


Anmeld. bis: 20.10.21
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Interdisciplinary Workshop with Michelle Karnes (University of Notre Dame)
Organized by the Research Project B02 “The Marvellous as a Configuration of Knowledge in Medieval Literature” (headed by Jutta Eming)

Das Verhältnis von imaginatio und Wunder in vormoderner Philosophie und Literatur steht im Mittelpunkt der Forschung von Michelle Karnes (University of Notre Dame). Der Workshop setzt es sich zum Ziel, im interdisziplinären Gespräch historische Konzeptionen des Verhältnisses von Imagination und Wunder in Bezug auf die Ansätze des Sonderforschungsbereichs „Episteme in Bewegung“ und die Gegenstände der beteiligten Teilprojekte in transkulturellen Perspektiven genauer in den Blick zu nehmen. Im Zentrum stehen Wechselwirkungen vormoderner Konzeptionen von Imagination und Wunder mit literarischen und bildnerischen Darstellungsweisen, wenn etwa Träume, Visionen und Wahrnehmungsvorgänge andersweltlicher Räume gestaltet oder wenn künstlerische und magische Praktiken einschließlich ihrer Wirkungen geschildert werden. Welche Übereinstimmungen und Differenzen lassen sich zwischen verschiedenen historischen und kulturellen Situationen feststellen? Wie können diese zueinander in Relation gesetzt werden? Welche spezifischen Schwerpunktsetzungen, Grenzziehungen und Lizenzierungen werden im Vergleich erkennbar?
11.11.–13.11.2021 Ästhetisches Aushandeln. Normen und Praktiken in der Vormoderne (Tübingen)
CfP bis: 31.03.21

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Die internationale Tagung "Ästhetisches Aushandeln. Normen und Praktiken in der Vormoderne" des Querschnittsbereichs 'Norm und Diversität' als Teil des Tübinger SFB 1391: 'Andere Ästhetik' vom 11.-13.November 2021 soll den interdisziplinären Dialog des Querschnittsbereichs fortführen und ihn in einem bewusst breiten Fächerspektrum wie den Literatur-, Sprach-, Bild- und Geschichtswissenschaften, der Soziologie, Musikwissenschaft, Theologie, Philosophie sowie den Digital Humanities vertiefen.

Den CfP finden Sie hier
03.12.–04.12.2021 Transfer und Transformation. Werk- und überlieferungsgeschichtliche Dynamiken im Œuvre von Sebastian Brant (Bamberg, Würzburg [digital])


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Der Workshop will zum Abschluss des Brant-Jubiläumsjahrs 2021 jüngere Brantforscher zusammenführen und den fachlichen Austausch mit Wissenschaftlern verschiedener Disziplinen fördern. Zum einen werden aktuelle Promotionsvorhaben vorgestellt. Zum anderen werden in Workshopeinheiten zentrale literatur-, diskurs- und mediengeschichtliche Aspekte von Brants Werk erläutert und diskutiert. Der Workshop wird vom SNF-Projekt „Sebastian Brant im Schnittfeld frühneuzeitlicher Textkulturen" an der Univ. Bamberg (Marion Gindhart, Alyssa Steiner) in Kooperation mit der Univ. Würzburg (Joachim Hamm) veranstaltet. Das Programm können Sie hier abrufen.
27.01.–28.01.2022 Aufbruch ins Anderswo? Abenteuer und soziale Ordnung (LMU München)


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Der Aufbruch in ein Anderswo, die Konfrontation mit außerordentlichen Begebenheiten und die Bewährung in außergewöhnlichen Situationen der Gefahr gehören zu den Kernbeständen von Abenteuererzählungen. Gleichgültig, ob es sich um eine unbekannte Ferne oder ein inneres Ausland handelt, um eine Ander- oder Unterwelt, eine Geheimwelt oder eine Enklave im Alltagsleben – das Anderswo des Abenteuers ist in charakteristischer Weise ein Freiraum und Aktionsraum, in dem die Ordnung des Sozialen in der einen oder anderen Hinsicht suspendiert ist: Sei es, dass die raumzeitlichen Koordinaten der alltäglichen Erfahrung aufgehoben sind, dass gesellschaftliche Autoritäten und staatliche Gewalten ihren Einfluss einbüßen oder dass die Regeln und Normen der sozialen Interaktion ihre Geltung verlieren. Zugleich gewinnt das Abenteuer sein Profil nur vor der Folie von alltäglichen Erfahrungsräumen und herrschenden Ordnungen des Sozialen, indem es sich aus diesen aussondert, sie überschreitet und dennoch – und eben deshalb – durch sie bestimmt wird.

Es handelt sich um die Jahrestagung der DFG-Forschungsgruppe 2568 „Philologie des Abenteuers“ an der LMU München. Aufgrund der interdisziplinären Zusammensetzung der Forschungsgruppe nimmt das Mittelalter thematisch „nur“ einen (ersten) Teil des Programms ein.

Die Veranstaltung findet über online Zoom statt. Informationen zum Programm und zur Anmeldung findet Sie hier.
09.02.–11.02.2022 Digitale Mediävistik: Perspektiven der Digital Humanities für die Altgermanistik (online via Zoom / Univ. Bremen)


Anmeld. bis: 06.02.22
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Angesichts der Entwicklungen in den Digital Humanities, die auch die germanistische Mediävistik entscheidend prägen, scheint es an der Zeit, die Thematik grundsätzlicher unter Anwenderperspektiven zu diskutieren. Im Zentrum der Tagung steht die Leitfrage „Was braucht das Fach?“ Außer um Gesamtperspektiven für Digital Humanities in der germanistischen Mediävistik soll es auch um die Diskussion praktischer infrastruktureller Fragen gehen: Bei welchen mediävistischen Forschungsfragen können digitale Verfahren und Methoden helfen? Welche digitale Infrastruktur braucht man? Wie kann man die Langzeitverfügbarkeit der Projekte und ihrer Ergebnisse sichern? Wo wäre ein zentrales Repositorium für Handschriftentranskriptionen sinnvoll anzusiedeln? Welche praktischen und rechtlichen Möglichkeiten der Wiederverwendung von Forschungsdaten gibt es und welche Probleme? Können in Einzelprojekten übergreifend geeignete Tools für Transkription, Kollation, ggf. Normalisierung erarbeitet und im Fach zur Verfügung gestellt werden? Wie sind die TEI-Standards sinnvoll für Codierungen in germanistisch-mediävistischen Editionen zu spezifizieren und zu vereinheitlichen? Welche Möglichkeiten bieten Repositorien und Datenbanken, welche Erwartungen der Nutzer können bedient werden? Welche Perspektiven für die literaturwissenschaftliche Arbeit an den Texten eröffnen die Digital Humanities (Stil- und Textanalyse)? Wie verhält sich wissenschaftsnahes Online-Publizieren / Open Access zur traditionellen Verlagskultur? Wo finden mediävistische Anwender, die nicht DH-affin sind, Unterstützung für digitale Projekte? Geboten werden prägnante Input-Referate und Impulsbeiträge, besonders zu best practice-Modellen, und ausführliche Diskussionen.

Das Programm und die Modalitäten zur Anmeldung finden Sie auf der Tagungshomepage an der Univ. Bremen.
14.02.–16.02.2022 Bibelepik. Narratologische Perspektiven auf eine europäische Tradition (Carl von Ossietzky Universität Oldenburg)


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Die Tagung erforscht erstmals die seit der Spätantike bis in die Neuzeit hinein in ganz Europa verbreitete Gattung der Bibelepik in interdisziplinärer Perspektive und mit den Mitteln der historischen Narratologie. Bibelepisches Erzählen ist einerseits offen für die Integration apokrypher und legendarischer Geschichten, andererseits durch die Orientierung an zahlreichen narrativen Mustern geprägt (der biblischen Vorlage, der antiken Epen, des höfischen Romans etc.). Leitthese der Tagung ist, dass eben diese Hybridität der Gattung die Bibelepik zu einem besonders produktiven Gegenstand für die historische Narratologie macht.
Die von Anja Becker und Albrecht Hausmann organisierte Tagung ist zugleich eine Veranstaltung der Online-Zeitschrift ›Beiträge zur mediävistischen Erzählforschung‹. Das Programm und alle aktuellen Informationen finden Sie auf www.erzaehlforschung.de. Die Tagung findet online über Zoom statt. Gäste sind herzlich willkommen (Anmeldung unter herausgeber@erzaehlforschung.de).
23.02.–26.02.2022 Artusroman und Klanglichkeit (Salzburg)
CfP bis: 15.05.21

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Das 12. Kolloquium der Deutsch-österreichischen Sektion der Internationalen Artusgesellschaft befasst sich mit der klanglichen Seite des mittelalterlichen Artusromans.
Beitragsangebote aus allen Mittelalterphilologien sind herzlich willkommen!

Der ausführliche Call for Papers findet sich hier
07.03.–08.03.2022 Zwischen Engel und Dämonen: übernatürliche Kreaturen im Mittelalter und in der frühen Neuzeit (Freiburg (Schweiz))
CfP bis: 01.12.21

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Engel, Geister und Dämonen – religiöse Wesen stehen im Zentrum der nächsten Studientagung der Assoziation der jungen mediävistischen Forscher (JCM) der Universität Genf, die 2022 in Freiburg (Schweiz) abgehalten wird. Die Tagung richtet sich vor allem an junge Mediävist.innen verschiedener Fachrichtungen (Literatur, Geschichte, Theologie, Kunstgeschichte, Musikwissenschaft, …), die hier die Gelegenheit erhalten, ihre Forschung in einem internationalen und interdisziplinären Rahmen vorzustellen und zu diskutieren. Tagungssprachen sind deutsch und französisch. Weitere Informationen finden Sie hier.
16.03.–18.03.2022 'gelücke'. Literarische Formationen des Glücks zwischen Fortuna, 'saelde' und 'heil' im Mittelalter (Düsseldorf)
CfP bis: 30.07.21

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Die Frage nach dem Wesen des Glücks, seiner Bestimmung und Beeinflussbarkeit ist kein modernes Phänomen, sondern findet sich seit der Antike in der gelehrten Diskussion und der je zeitgenössischen Literatur. Im Mittelalter erscheint gerade die volkssprachige Literatur als zentraler Ort für die Diskussion und Aushandlung divergierender Konzeptualisierungen des Glücks, und dies nicht nur im Zusammenhang mit Fortuna. Dabei sind nicht nur die semantischen wie konzeptionellen Grenzen zu Begriffen wie 'saelde', 'heil', 'fröide' fließend, sondern bereits der Terminus 'gelücke' ist ambivalent besetzt und markiert einen letztlich offenen Ausgang.
Die Tagung möchte die mit der Ambivalenz des Glücksbegriffs und des damit Bezeichneten einhergehende Pluralität an Formationen ins Zentrum stellen und nach Formen, Ausgestaltungen und Spielarten des Glücks in der mittelalterlichen Literatur fragen. Ziel ist dabei u.a., die Vielfalt der mittelalterlichen literarischen Auseinandersetzung mit einem Phänomen zu konturieren, das als ein elementarer Bestandteil der poetisch geführten Diskussion über den Menschen, das Wesen der Dinge und die (Un-)Begreiflichkeit der Welt erscheint. Zu fragen wäre demnach auch nach historischen, kulturellen und epistemischen Voraussetzungen sowie nach der Rolle von Kontingenz, Providenz und Individuum.

Den CfP finden Sie hier.

04.05.–06.05.2022 Food and Feast in the Arthurian World (Bergen, Norwegen)
CfP bis: 31.10.21

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The Fourth International Conference of the Nordic Branch of the International Arthurian Society will be held in Bergen and addresses the topic of food and feast with a set of perspectives:
- A multi-disciplinary approach that invites contributions from various fields, such as literary studies, history, art history, archaeology, food history and so forth
- A focus on the Nordic versions of Arthurian and other courtly romances and their Icelandic sequels within their European context, thus welcoming comparative contributions
- A theoretical interest in the wider social and cultural frames of the phenomenon
03.06.–05.06.2022 Die Sinne und die Sinnlichkeit. Mittelalterliche Texte und der sensual turn (Paderborn)
CfP bis: 07.01.22

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Der Workshop setzt sich die Untersuchung der menschlichen Sinne in der mittelalterlichen Literatur vom 11.-15. Jahrhundert zum Ziel. Ausgehend von aktuellen Positionen der sensory history sollen die visuelle, die taktile, die auditive, die olfaktorische und die gustative Wahrnehmung als Phänomene literarischer Inszenierungen methodenorientiert in den Blick gerückt sowie in ihren bedeutungsstiftenden Potenzialen für vormodernes Erzählen diskutiert werden. Die Veranstaltung möchte eine Plattform der interdisziplinären Vernetzung für sensual-historisch orientierte Forschende bieten, um Konzepte und theoretische Modelle von Sinnlichkeit zu erproben.
16.06.–18.06.2022 Andacht und Heiterkeit. Intermedialität in Handschriften der Freiburger Klarissen (Berlin)
CfP bis: 15.06.21

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Aus dem Umfeld des Klarissenklosters St. Klara in Freiburg sind drei kostbare deutschsprachige
Handschriften des 15. Jhs. überliefert, die in Anlage und Ausstattung eng miteinander
verwandt sind: ein Franziskuslibellus, ein Elisabeth-Libellus und ein Klarenbuch. Die Tagung stellt die textuelle und intermediale Gesamtkonzeption der Handschriften in den Mittelpunkt.
Nähere Informationen hier
31.08.–02.09.2022 Unheil bannen – Ordnung stiften. Frühmittelalterliche Segen, Beschwörungen und Zaubersprüche zwischen Religiosität, Magie und Medizin (UNESCO-Welterbestätte Kloster Lorsch)
CfP bis: 15.08.21

Anmeld. bis: 30.06.22
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Frühmittelalterliche Segen, Beschwörungen und Zaubersprüche gehören zu den ältesten volkssprachlichen Schriftzeugnissen und sie entstehen vor einem praktisch-apotropäischen Interessenshorizont: Man möchte mit ihnen Krankes heilen, Wertvolles schützen und Gefahren abwenden. Statt auf der alten Dichotomie von christlichen und heidnischen oder auch antik-magischen Einflüssen zu beharren, können mithilfe einer ganzheitlichen Erschließung des Überlieferungsbefundes Rückschlüsse auf ein universelleres religiöses Verständnis der Zeit gezogen werden.
Im Zentrum des Colloquiums soll deshalb die Frage nach dem ganz konkreten Zusammenhang zwischen den (Rand-)Eintragungen und den Haupttexten oder -codices stehen; dies unter dem Blickwinkel der Praxeologie: Wozu benutzte man die Handschrift und welchen Sinn machte der Eintrag im jeweiligen Gebrauchskontext? Warum wurde der Spruch gerade auf diesem Blatt eingetragen und wie kam der/die Rezipient*in auf die Idee, ihn in ebendiesen Codex – möglicherweise auch absichtlich kopfständig – zu annotieren? Bestätigen die Überlieferungsbefunde, dass antike magisch-medizinische Texte in karolingischen Klöstern alltägliche Gebrauchstexten waren und in welchem Zusammenhang steht die Gebrauchsfunktion dieser apotropäischen Literatur zum kodikologischen und kulturellen Kontext?
07.09.–09.09.2022 Jans von Wien (Wien)


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Dr. Elke KROTZ (Universität Wien), Dr. Ralf PLATE (Mittelhochdeutsches Wörterbuch, Trier), Dr. Martin ROLAND (Akademie der Wissenschaften, Wien).

Jans von Wien ('Enikel') lebte und wirkte im ausgehenden 13. Jahrhundert als Reimchronist in Wien. Erhalten sind zwei Werke: eine zwischen historischer Verbürgtheit und unterhaltender Fiktion changierende Weltchronik bis zum Tod Kaiser Friedrichs II. im Jahr 1250 sowie das Fürstenbuch von der Stadtgründung Wiens bis zu den letzten Babenbergern. Beide Werke haben die Forschung seit jeher irritiert und sollen aus interdisziplinärer Perspektive neu gewürdigt werden.

Weitere Informationen folgen.
07.09.–09.09.2022 Deutsche Versnovellistik des 13. bis 15. Jahrhunderts – die neuen Texte (Universität Potsdam)


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Mit der von Klaus Ridder und Hans-Joachim Ziegeler herausgegebenen „Deutschen Versnovellistik des 13. bis 15. Jahrhunderts“ verfügt die germanistische Mediävistik über eine monumentale und Maßstäbe setzende Ausgabe, die auch eine Reihe bislang kaum bekannter und erforschter Texte enthält. Unsere Tagung will dazu beitragen, die Aufmerksamkeit insbesondere auf diese Texte zu lenken und sie für die Mären- und Kleinepikforschung zu erschließen. Jeder dieser Texte wirft eigene Fragen und Herausforderungen auf: von der Narratologie über Konzeptionelles bis hin zu Diskurskonstellationen und kulturhistorischen Anschlussfeldern. In methodisch-thematischer Vielfalt und Offenheit rücken die Vorträge und Workshops der Tagung jeweils Einzeltexte in den Fokus und gehen damit den neuen Perspektiven nach, die die „Deutsche Versnovellistik“ erschließen kann.

Alle Interessierten sind zur Teilnahme an den Vorträgen und Workshops herzlich eingeladen. Weitere Informationen und das Tagungsprogramm erhalten Sie von:
Prof. Dr. Katharina Philipowski (katharina.philipowski@uni-potsdam.de)
PD Dr. Judith Klinger (judith.klinger@uni-potsdam.de)
07.09.–11.09.2022 Einfachheit. Mediävistische Perspektiven auf einen schwierigen Begriff (Münster)
CfP bis: 01.02.22

Anmeld. bis: 01.02.22
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Die Vorstellung, dass das Ergebnis eines gelungenen künstlerischen oder (kunst-) handwerklichen Schaffensprozesses letztlich einfach sein sollte, zieht sich durch die gesamte Literatur-, Kunst- und Kulturgeschichte. Auch die volkssprachige Literatur des Mittelalters steht mit christlicher Religion, antiker Rhetorik und Philosophie in einem Spannungsfeld verschiedener Reflexionstraditionen positiv konnotierter Einfachheit. Obwohl Einfachheit also auch im Bereich der mittelalterlichen Kultur ein ebenso vielfältiges wie zentrales Phänomen darstellt, ist die aktuelle mediävistische Literaturwissenschaft eher an artifizieller Komplexität oder an der Widerständigkeit und Diversität volkssprachiger Texte interessiert. Angesichts einer solchen Forschungslage wäre zu prüfen, ob Konzepte positiv konnotierter Einfachheit für die literarische Praxis in der Volkssprache von geringerer Bedeutung sind, als ihre kulturelle Geltung erwarten ließe. Ziel der Tagung ist es, die Valenz von Einfachheit in der volkssprachigen Literatur des Mittelalters jenseits überkommener literaturhistorischer Großerzählungen neu zu bestimmen.

Den CfP finden Sie hier.
25.09.–28.09.2022 Germanistentag 2022 – Doppelpanel „Meer(deutiges) Erzählen. Thalassale Settings als narrative Projektionsräume des Uneindeutigen in der vormodernen Literatur“ (Paderborn) (Paderborn)
CfP bis: 15.07.21

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Kaum ein mittelalterlicher oder frühneuzeitlicher erzählender Text längeren Umfangs scheint ohne das Meer auszukommen, sei es als Handlungs-, Imaginations-, (heils-)geschichtlicher, allegorischer oder sonstiger Raum. In seinen vielfältigen literarischen Konzeptualisierungen ist es, eingebunden in unterschiedlichste kulturelle Traditionszusammenhänge, nahezu ubiquitär. In diesem Sinne widmet sich das Doppelpanel der Fragestellung, wie vormoderne Texte und Textgruppen unterschiedlichste Sinnpotenziale des Meeres nutzen, nebeneinanderstellen und gegeneinander ins Feld führen, um Uneindeutigkeiten narrativ zu entfalten. Es möchte ausloten, wie und in welchen Kontexten thalassale Settings eine Diskursivierung des Uneindeutigen ermöglichen. Weitere Informationen sowie einen ausführlichen CfP finden Sie unter der angegeben Website.

Konzeption und Leitung des Panels: Dr. Sebastian Holtzhauer (Universität Hamburg), Nadine Jäger, M.A. (Bergische Universität Wuppertal)
26.10.–29.10.2022 Volkssprachige Bibeln im spätmittelalterlichen Europa. Übersetzen, Vermitteln, Kommentieren / Vernacular Bibles in Late Mediaeval Europe. Translating, Transmitting, Commenting (Wien)


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Die Tagung wird veranstaltet von Freimut Löser, Christine Glassener, Geert Claasens und Stephan Müller und steht im Kontext des Projekts "Der Österreichische Bibelübersetzer".
Weitere Angaben zur Tagung folgen.
25.05.–27.05.2023 Wie sprechen Götter? Vormoderne Kommunikationsszenarien in Text und Bild (Berlin)


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Der interdisziplinäre Workshop setzt sich zum Ziel, Vormoderne-Spezialist*innen miteinander ins Gespräch zu bringen, die die Text- und Bild-Traditionen der Antike und des Mittelalters daraufhin befragen, wie Götter sprechen.
Nähere Informationen hier.
13.09.–16.09.2023 XXVIII. Tagung der Wolfram von Eschenbach-Gesellschaft: Fragmente – Fragmentierungen. Neue Zugänge zur deutschsprachigen Überlieferung des Mittelalters (Freiburg/Schweiz)


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Im Zentrum der XXVIII. Tagung der Wolfram von Eschenbach-Gesellschaft stehen deutschsprachige Text- und Handschriftenfragmente sowohl in ihren literarhistorischen, literaturtheoretischen, überlieferungsgeschichtlichen wie auch wissenschaftsgeschichtlichen Zusammenhängen.

Die Tagung knüpft an ein für die Wolfram-Philologie seit langem zentrales Thema an: Wolframs Fragment gebliebene epische Texte einerseits – der unvollendete ›Willehalm‹ und ›Titurel‹ – sowie seine Wieder- und Weitererzählung des ›Perceval‹-Fragments andererseits werfen spezifische interpretatorische, poetologische und texttheoretische Fragen auf. Darüber hinaus widmet sich die Tagung aber auch epischen Text-Fragmenten anderer Autoren des Hochmittelalters wie auch Zeugnissen lyrischer oder dramatischer Gattungen, die sich zuweilen nur ausschnitthaft erhalten haben oder niedergeschrieben finden.

Zudem werden auch Handschriftenfragmente im Fokus der Tagung stehen. Sie erzählen vielfältige Geschichten über ihre Entstehungs- wie auch Überlieferungskontexte und sind als Textzeugen ebenso wesentlich für unsere Kenntnis über die ursprüngliche Überlieferungsbreite und -dichte einzelner Texte, wie sie auch Indikatoren von kulturgeschichtlichen Umbruchsmomenten oder Situationen der Verwerfung literarischer Traditionen sein können.

Im Rahmen der XXVIII. Wolfram-Tagung sind Beiträge zu Text- sowie zu Handschriftenfragmenten sowohl Wolframs von Eschenbach als auch weiterer deutschsprachiger Autoren erwünscht. Die Tagung möchte anregen, generelle Überlegungen zum hermeneutischen Umgang mit Fragmenten und zu Konzepten von textueller Ganzheit und Fragmentierung im Kontext der mittelalterlichen Literatur anzustellen. Zudem soll sie auch Gelegenheit bieten, Fragen zum kulturellen Zeugniswert fragmentierter Texte und Handschriften für regionale, institutionelle und personelle Netzwerke des Literaturkontakts und -austauschs aufzuwerfen.

Die Ausschreibung wird im April 2022 erfolgen, das Programm im Herbst 2022 erstellt. Aufgrund der positiven Erfahrungen der letzten Wolfram-Tagung werden auch dieses Mal die Vortragenden wieder gebeten, ihre schriftlichen Beiträge circa zwei Monate vor der Tagung den Tagungsteilnehmer*innen zur vorbereitenden Lektüre zur Verfügung zu stellen.