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Tagungen

Die folgenden Tagungen wurden uns von den Veranstaltern mitgeteilt bzw. auf Grundlage ihrer öffentlichen Ausschreibung hier eingestellt. Für Vollständigkeit und Richtigkeit der Angaben geben wir keine Gewähr.

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Tagung ankündigen Sonstige Veranstaltungen Tagungsarchiv

07.03.–08.03.2022 Zwischen Engel und Dämonen: übernatürliche Kreaturen im Mittelalter und in der frühen Neuzeit (Freiburg (Schweiz))
CfP bis: 01.12.21

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Engel, Geister und Dämonen – religiöse Wesen stehen im Zentrum der nächsten Studientagung der Assoziation der jungen mediävistischen Forscher (JCM) der Universität Genf, die 2022 in Freiburg (Schweiz) abgehalten wird. Die Tagung richtet sich vor allem an junge Mediävist.innen verschiedener Fachrichtungen (Literatur, Geschichte, Theologie, Kunstgeschichte, Musikwissenschaft, …), die hier die Gelegenheit erhalten, ihre Forschung in einem internationalen und interdisziplinären Rahmen vorzustellen und zu diskutieren. Tagungssprachen sind deutsch und französisch. Weitere Informationen finden Sie hier.
11.03.–12.03.2022 Humanismus, Jurisprudenz und Konfessionalisierung in Hessen (ca. 1500 - 1560) (Marburg)


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Die Jahrestagung der Willibald-Pirckheimer-Gesellschaft 2022 wird gemeinsam mit der Philipps-Universität Marburg am 11. und 12. März 2022 in Marburg durchgeführt. Nähere Informationen und das Programm sind hier einsehbar.
16.03.–18.03.2022 'gelücke'. Literarische Formationen des Glücks zwischen Fortuna, 'saelde' und 'heil' im Mittelalter (Düsseldorf)
CfP bis: 30.07.21

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Die Frage nach dem Wesen des Glücks, seiner Bestimmung und Beeinflussbarkeit ist kein modernes Phänomen, sondern findet sich seit der Antike in der gelehrten Diskussion und der je zeitgenössischen Literatur. Im Mittelalter erscheint gerade die volkssprachige Literatur als zentraler Ort für die Diskussion und Aushandlung divergierender Konzeptualisierungen des Glücks, und dies nicht nur im Zusammenhang mit Fortuna. Dabei sind nicht nur die semantischen wie konzeptionellen Grenzen zu Begriffen wie 'saelde', 'heil', 'fröide' fließend, sondern bereits der Terminus 'gelücke' ist ambivalent besetzt und markiert einen letztlich offenen Ausgang.
Die Tagung möchte die mit der Ambivalenz des Glücksbegriffs und des damit Bezeichneten einhergehende Pluralität an Formationen ins Zentrum stellen und nach Formen, Ausgestaltungen und Spielarten des Glücks in der mittelalterlichen Literatur fragen. Ziel ist dabei u.a., die Vielfalt der mittelalterlichen literarischen Auseinandersetzung mit einem Phänomen zu konturieren, das als ein elementarer Bestandteil der poetisch geführten Diskussion über den Menschen, das Wesen der Dinge und die (Un-)Begreiflichkeit der Welt erscheint. Zu fragen wäre demnach auch nach historischen, kulturellen und epistemischen Voraussetzungen sowie nach der Rolle von Kontingenz, Providenz und Individuum.

Die Tagung findet pandemiebedingt als geschlossene Veranstaltung statt und wird für Gäste online übertragen. Melden Sie sich für die Zugangsdaten bitte bis zum 15.03. an (Anmeldung und Kontakt: mediaevistik@hhu.de).
Das aktuelle Programm finden Sie hier.

04.05.–06.05.2022 Food and Feast in the Arthurian World (Bergen, Norwegen)
CfP bis: 31.10.21

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The Fourth International Conference of the Nordic Branch of the International Arthurian Society will be held in Bergen and addresses the topic of food and feast with a set of perspectives:
- A multi-disciplinary approach that invites contributions from various fields, such as literary studies, history, art history, archaeology, food history and so forth
- A focus on the Nordic versions of Arthurian and other courtly romances and their Icelandic sequels within their European context, thus welcoming comparative contributions
- A theoretical interest in the wider social and cultural frames of the phenomenon
12.05.–14.05.2022 From Âventiure Novels to Adventure Games: Adventure Narratives in Popular Images and Texts (online)


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The interdisciplinary conference of the research unit “Philology of Adventure” (DFG-FOR 2568) aims to fathom the comparative potential of the heuristically broad spectrum of the term ‘adventure’. We want to open up for discussion some cultural and historical concepts whose scope might have been too hastily limited in previous research: extending the concept of the popular beyond long European modernity; taking heed of the multimodal communication as well as the transmedial relations always already involved in adventure narrative; and tracing the recombinations, performances, and interactions that move and assemble adventure motifs in various media and genres. We want to explore these and other questions in an interdisciplinary discussion between the medieval and the modern and between philologies, art history and media studies.

For more information about the programme and registration, click here.
04.06.–05.06.2022 Die Sinne und die Sinnlichkeit. Mittelalterliche Texte und der sensual turn (Universität Paderborn)
CfP bis: 07.01.22

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Der Workshop setzt sich die Untersuchung der menschlichen Sinne in der mittelalterlichen Literatur vom 11.-15. Jahrhundert zum Ziel. Ausgehend von aktuellen Positionen der sensory history sollen die visuelle, die taktile, die auditive, die olfaktorische und die gustative Wahrnehmung als Phänomene literarischer Inszenierungen methodenorientiert in den Blick gerückt sowie in ihren bedeutungsstiftenden Potenzialen für vormodernes Erzählen diskutiert werden. Die Veranstaltung möchte eine Plattform der interdisziplinären Vernetzung für sensual-historisch orientierte Forschende bieten, um Konzepte und theoretische Modelle von Sinnlichkeit zu erproben.
16.06.–18.06.2022 Andacht und Heiterkeit. Intermedialität in Handschriften der Freiburger Klarissen (Berlin)
CfP bis: 15.06.21

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Aus dem Umfeld des Klarissenklosters St. Klara in Freiburg sind drei kostbare deutschsprachige
Handschriften des 15. Jhs. überliefert, die in Anlage und Ausstattung eng miteinander
verwandt sind: ein Franziskuslibellus, ein Elisabeth-Libellus und ein Klarenbuch. Die Tagung stellt die textuelle und intermediale Gesamtkonzeption der Handschriften in den Mittelpunkt.
Nähere Informationen hier
23.06.–24.06.2022 Die Rückkehr des Wigalois. Eine Handschrift des 15. Jahrhunderts im Zentrum neuer Forschungsansätze (Karlsruhe)


Anmeld. bis: 17.06.22
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Nachdem es der Badischen Landesbibliothek Ende 2018 gelungen ist, die Handschrift Donaueschingen 71 für einen Millionenbetrag zu erwerben, steht dieses bedeutende Zeugnis des kulturellen Erbes der Forschung endlich wieder zur Verfügung. Zuvor ist der Codex, der einst zum Grundstock der berühmten, 1993 veräußerten Fürstlich Fürstenbergischen Hofbibliothek in Donaueschingen gehörte, der Wissenschaft über drei Jahrzehnte hinweg entzogen gewesen.

Wir blättern den Codex neu auf und richten uns dabei explizit auch an die interessierte Öffentlichkeit. Die Tagung in Karlsruhe steht unter der Leitung von Prof. Dr. Sabine Griese, Universität Leipzig, und Dr. Christoph Mackert, Universitätsbibliothek Leipzig. Sie wird ermöglicht durch die großzügige Unterstützung der Wüstenrot Stiftung als einer der Miteigentümerinnen der Handschrift. Aktuelle Informationen, Programm und Anmeldeformular finden Sie unter https://www.blb-karlsruhe.de/wigalois-tagung.
04.07.–07.07.2022 Leed International Medieval Congress - Special Thematic Strand: Borders (Leeds)
CfP bis: 17.06.22

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Siehe das Programm auf der Homepage des IMC
13.07.–15.07.2022 Die Welt im Bild. Bildenzyklopädien um 1500 / The World in Pictures. Picture-Encyclopedias around 1500 (Erlangen)
CfP bis: 15.05.22

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Eine Bildenzyklopädie, welche um 1520 in Südostdeutschland entstand und in zwei unterschiedlich gestalteten handschriftlichen Exemplaren in Erlangen und Krakau erhalten ist, stellt ein bedeutendes Beispiel für die kulturhistorischen Umbruchsprozesse jener Zeit dar. Die beiden Handschriften zeichnen sich durch ihren reichhaltigen Inhalt, die darin vertretenen Bild- und Texttraditionen sowie ihre Zusammensetzung aus. Im Rahmen eines an der FAU Erlangen-Nürnberg angesiedelten Forschungsprojektes treffen sich Spezialistinnen und Spezialisten sowie Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler aus Europa und Übersee in Erlangen und berichten über relevante Forschungen zu den beiden Handschriften sowie zu ihrem allgemeinen kulturellen und intellektuellen Kontext. Den öffentlichen Abendvortrag hält am Mittwoch, 13. Juli 2022, Jean-Claude Schmitt (EHESS Paris). Weitere Informationen inkl. CfP hier
18.07.–19.07.2022 Form und Affordanz. Interdisziplinärer und internationaler Workshop (Berlin)
CfP bis: 30.04.22

Anmeld. bis: 19.07.22
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Das von Prof. Dr. Jutta Eming geleitete Teilprojekt B02 des SFB 980 'Episteme in Bewegung' veranstaltet in Kooperation mit Prof. Dr. CJ (Claire Taylor) Jones (Univ. of Notre Dame) eine Tagung zum Thema 'Form und Affordanz'.

Der Psychologe James Jerome Gibson prägte in den 1960er Jahren den Begriff der ‚Affordanz‘. Er bezeichnet Handlungsangebote, die Dinge oder Umwelten Menschen unterbreiten: Wahrnehmung wäre dann nicht von vorgefertigten Ideen oder Vorstellungen eines Dings vermittelt, sondern erfolgt unmittelbar aus seinen Affordanzen. Solche Affordanzen bedingen sich dabei teilweise wechselseitig aus den Eigenschaften eines Dings und den Handlungspotentialen und –intentionen der wahrnehmenden Akteure: Ein Baumstumpf bietet sich etwa müden Wanderern als Sitzgelegenheit an, während er im Offroad Motorradsport zur sportlichen Herausforderung wird. Das Affordanzkonzept erfährt im Zuge des 'material turn' von Seiten der Geistes- und Kulturwissenschaften neue Aufmerksamkeit, bietet es doch Möglichkeiten, die Relationen zwischen Artefakten wie Bildern oder Texten und ihren sozialen wie materiellen Bedingtheiten – gerade in ihrer Wechselseitigkeit – zu bestimmen.

Einen besonderen Impuls für den Workshop gibt Caroline Levines (2015) Konzeptionalisierung von Formen (engl. forms): Sie beschreibt verschiedene ästhetische wie soziale, ferner politische und historische Ordnungsmuster als ‚Formen‘, die je spezifische Affordanzen und damit ihnen eigene Handlungsmöglichkeiten und Beschränkungen aufweisen; ‚Ganzheiten‘ (engl. wholes), die Romane oder auch Architekturen ausprägen, erzeugen so Einhegung und Sicherheit genauso wie Exklusion; die Affordanz von ‚Rhythmen‘ besteht im Ordnen von Abläufen, ob in lyrischen Texten oder etwa klösterlichen Lebensformen, wo sie Vorhersehbarkeit erzeugen wie Steigerungsdynamiken ermöglichen können. Aufgrund ihrer Abstraktheit, so Levine, sind ‚Formen‘ wiederholbar und beweglich, treten aber stets in konkreten Kontexten auf. Ihre Affordanzen bleiben zwar konstant, können aber je nach Situation und in Überlagerung mit anderen ‚Formen‘ neue Operationalisierungen hervorbringen.

Anhand von Fallstudien unterschiedlicher Disziplinen soll eruiert werden, welche Anschlüsse sich aus einer Auseinandersetzung mit dem Konzept der Affordanz gewinnen lassen. Beiträge aus unterschiedlichen Fachrichtungen und von Wissenschaftler:innen aller Karrierestufen sind ausdrücklich erwünscht. Weitere Informationen, mögliche Fragestellungen und Kontaktinformationen entnehmen Sie bitte dem Call for Papers hier oder dem Link.
31.08.–02.09.2022 Unheil bannen – Ordnung stiften. Frühmittelalterliche Segen, Beschwörungen und Zaubersprüche zwischen Religiosität, Magie und Medizin (UNESCO-Welterbestätte Kloster Lorsch)
CfP bis: 15.08.21

Anmeld. bis: 30.06.22
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Frühmittelalterliche Segen, Beschwörungen und Zaubersprüche gehören zu den ältesten volkssprachlichen Schriftzeugnissen und sie entstehen vor einem praktisch-apotropäischen Interessenshorizont: Man möchte mit ihnen Krankes heilen, Wertvolles schützen und Gefahren abwenden. Statt auf der alten Dichotomie von christlichen und heidnischen oder auch antik-magischen Einflüssen zu beharren, können mithilfe einer ganzheitlichen Erschließung des Überlieferungsbefundes Rückschlüsse auf ein universelleres religiöses Verständnis der Zeit gezogen werden.
Im Zentrum des Colloquiums soll deshalb die Frage nach dem ganz konkreten Zusammenhang zwischen den (Rand-)Eintragungen und den Haupttexten oder -codices stehen; dies unter dem Blickwinkel der Praxeologie: Wozu benutzte man die Handschrift und welchen Sinn machte der Eintrag im jeweiligen Gebrauchskontext? Warum wurde der Spruch gerade auf diesem Blatt eingetragen und wie kam der/die Rezipient*in auf die Idee, ihn in ebendiesen Codex – möglicherweise auch absichtlich kopfständig – zu annotieren? Bestätigen die Überlieferungsbefunde, dass antike magisch-medizinische Texte in karolingischen Klöstern alltägliche Gebrauchstexten waren und in welchem Zusammenhang steht die Gebrauchsfunktion dieser apotropäischen Literatur zum kodikologischen und kulturellen Kontext?
07.09.–09.09.2022 Jans von Wien (Wien)
CfP bis: 15.05.22

Anmeld. bis: 01.08.22
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Dr. Elke KROTZ (Universität Wien), Dr. Ralf PLATE (Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Mainz / Mittelhochdeutsches Wörterbuch, Arbeitsstelle an der Universität Trier), Dr. Martin ROLAND (Österreichische Akademie der Wissenschaften, Wien / Institut für Mittelalterforschung (IMaFo), Abteilung Schrift- und Buchwesen).

Jans von Wien ('Enikel') lebte und wirkte im ausgehenden 13. Jahrhundert als Reimchronist in Wien. Erhalten sind zwei Werke: eine zwischen historischer Verbürgtheit und unterhaltender Fiktion changierende Weltchronik bis zum Tod Kaiser Friedrichs II. im Jahr 1250 sowie das Fürstenbuch von der Stadtgründung Wiens bis zu den letzten Babenbergern. Beide Werke haben die Forschung seit jeher irritiert und sollen aus interdisziplinärer Perspektive neu gewürdigt werden.
Mittlerweile ist die Finanzierung der Tagung durch die Stadt Wien, das Institut für Germanistik der Universität Wien und die Stiftsbibliothek Klosterneuburg zugesagt, sodass wir noch einige Forscherinnen und Forscher der historischen und philologischen Mediävistik, der Kunstgeschichte und Paläographie, auch aus dem Nachwuchsbereich, um Themenvorschläge bitten können.

Abstracts bitte an elke.krotz@univie.ac.at
07.09.–09.09.2022 Deutsche Versnovellistik des 13. bis 15. Jahrhunderts – die neuen Texte (Universität Potsdam)


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Mit der von Klaus Ridder und Hans-Joachim Ziegeler herausgegebenen „Deutschen Versnovellistik des 13. bis 15. Jahrhunderts“ verfügt die germanistische Mediävistik über eine monumentale und Maßstäbe setzende Ausgabe, die auch eine Reihe bislang kaum bekannter und erforschter Texte enthält. Unsere Tagung will dazu beitragen, die Aufmerksamkeit insbesondere auf diese Texte zu lenken und sie für die Mären- und Kleinepikforschung zu erschließen. Jeder dieser Texte wirft eigene Fragen und Herausforderungen auf: von der Narratologie über Konzeptionelles bis hin zu Diskurskonstellationen und kulturhistorischen Anschlussfeldern. In methodisch-thematischer Vielfalt und Offenheit rücken die Vorträge und Workshops der Tagung jeweils Einzeltexte in den Fokus und gehen damit den neuen Perspektiven nach, die die „Deutsche Versnovellistik“ erschließen kann.

Alle Interessierten sind zur Teilnahme an den Vorträgen und Workshops herzlich eingeladen.
Das (vorläufige) Tagungsprogramm können Sie hier abrufen.

Weitere Informationen erhalten Sie von:
Prof. Dr. Katharina Philipowski (katharina.philipowski@uni-potsdam.de)
PD Dr. Judith Klinger (judith.klinger@uni-potsdam.de)
07.09.–11.09.2022 Einfachheit. Mediävistische Perspektiven auf einen schwierigen Begriff (Münster)
CfP bis: 01.02.22

Anmeld. bis: 01.02.22
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Die Vorstellung, dass das Ergebnis eines gelungenen künstlerischen oder (kunst-) handwerklichen Schaffensprozesses letztlich einfach sein sollte, zieht sich durch die gesamte Literatur-, Kunst- und Kulturgeschichte. Auch die volkssprachige Literatur des Mittelalters steht mit christlicher Religion, antiker Rhetorik und Philosophie in einem Spannungsfeld verschiedener Reflexionstraditionen positiv konnotierter Einfachheit. Obwohl Einfachheit also auch im Bereich der mittelalterlichen Kultur ein ebenso vielfältiges wie zentrales Phänomen darstellt, ist die aktuelle mediävistische Literaturwissenschaft eher an artifizieller Komplexität oder an der Widerständigkeit und Diversität volkssprachiger Texte interessiert. Angesichts einer solchen Forschungslage wäre zu prüfen, ob Konzepte positiv konnotierter Einfachheit für die literarische Praxis in der Volkssprache von geringerer Bedeutung sind, als ihre kulturelle Geltung erwarten ließe. Ziel der Tagung ist es, die Valenz von Einfachheit in der volkssprachigen Literatur des Mittelalters jenseits überkommener literaturhistorischer Großerzählungen neu zu bestimmen.

Den CfP finden Sie hier.
25.09.–28.09.2022 Germanistentag 2022 – Doppelpanel „Meer(deutiges) Erzählen. Thalassale Settings als narrative Projektionsräume des Uneindeutigen in der vormodernen Literatur“ (Paderborn) (Paderborn)
CfP bis: 15.07.21

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Kaum ein mittelalterlicher oder frühneuzeitlicher erzählender Text längeren Umfangs scheint ohne das Meer auszukommen, sei es als Handlungs-, Imaginations-, (heils-)geschichtlicher, allegorischer oder sonstiger Raum. In seinen vielfältigen literarischen Konzeptualisierungen ist es, eingebunden in unterschiedlichste kulturelle Traditionszusammenhänge, nahezu ubiquitär. In diesem Sinne widmet sich das Doppelpanel der Fragestellung, wie vormoderne Texte und Textgruppen unterschiedlichste Sinnpotenziale des Meeres nutzen, nebeneinanderstellen und gegeneinander ins Feld führen, um Uneindeutigkeiten narrativ zu entfalten. Es möchte ausloten, wie und in welchen Kontexten thalassale Settings eine Diskursivierung des Uneindeutigen ermöglichen. Weitere Informationen sowie einen ausführlichen CfP finden Sie unter der angegeben Website.

Konzeption und Leitung des Panels: Dr. Sebastian Holtzhauer (Universität Hamburg), Nadine Jäger, M.A. (Bergische Universität Wuppertal)
06.10.–07.10.2022 CFP: Von der Sangspruchdichtung zum Meistergesang – aktuelle Forschungsperspektiven (Nachwuchsworkshop) (Essen)
CfP bis: 30.04.22

Anmeld. bis: 30.04.22
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Der durch das DFG-Projekt „Edition der in Regenbogens ‚Brief- und Grundweise‘ und ‚Grauem Ton‘ überlieferten Lieder“ an der Universität Duisburg-Essen veranstaltete Workshop möchte die Forschungsperspektiven und aktuellen Zugänge zum Spruchsang, zur meisterlichen Liedkunst und zum Meistergesang bündeln und Forscher*innen für einen gemeinsamen wissenschaftlichen Austausch zusammenbringen. Die Veranstaltung richtet sich vornehmlich an Doktorand*innen und Postdocs, die an einem Projekt zu den genannten Gattungen arbeiten. Neben Projekten, die der wissenschaftlichen Weiterqualifikation dienen, sind auch Mitarbeiter*innen größerer Forschungsvorhaben zum Thema (z.B. DFG-Projekte) willkommen.

Interessent*innen wenden sich bitte mit einer knappen Projektvorstellung (max. 1 Seite) bis zum 30. April 2022 an Myriam Houbiers, Judith Lange und Eva Rothenberger: myriam.houbiers@uni-due.de, judith-lange@uni-due.de und eva.rothenberger@uni-due.de.
Nähere Informationen sind hier abzurufen.
26.10.–29.10.2022 Volkssprachige Bibeln im spätmittelalterlichen Europa. Übersetzen, Vermitteln, Kommentieren / Vernacular Bibles in Late Mediaeval Europe. Translating, Transmitting, Commenting (Wien)


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Die Tagung wird veranstaltet von Freimut Löser, Christine Glassener, Geert Claasens und Stephan Müller und steht im Kontext des Projekts "Der Österreichische Bibelübersetzer".
Weitere Angaben zur Tagung folgen.
03.11.–05.11.2022 Spiegel und Licht – Erkenntnis und Erleuchtung Facetten analogischer Bedeutungsbildung in vormodernen Texten (Genf)
CfP bis: 14.03.22

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Die an der Universität Genf stattfindende internationale und interdisziplinäre Tagung zu Spiegel und Licht befasst sich mit Facetten analogischer Bedeutungsbildung in vormodernen Texten. Im Zentrum des Interesses steht dabei das Analogiedenken als kulturell bedeutender kognitiver Prozess, der auf unterschiedlichen Ebenen betrachtet werden soll. Die vielfältigen Bezüge der Metaphern 'Spiegel' und 'Licht' zum Denken können dabei etwa in semantischer, epistemologischer, narratologisch-poetologischer oder didaktischer Perspektive betrachtet werden.
Weitere Informationen unter hier
03.12.–03.12.2022 Digital Humanities in der germanistischen Mediävistik: Erschließung – Analyse – Vermittlung (Universität Greifswald)
CfP bis: 15.05.22

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Möglichkeiten und Grenzen der Digital Humanities in Bezug auf die Präsentation, Erschließung, Analyse, Interpretation und Vermittlung der Materialität und Textualität mittelalterlicher und frühneuzeitlicher Literatur werden in der germanistischen Mediävistik derzeit breit diskutiert. Im Rahmen des am Institut für deutsche Philologie der Universität Greifswald ausgerichteten Workshops sollen drei Themenfelder fokussiert, Möglichkeiten derzeit vorhandener Tools und Methoden reflektiert und Perspektiven aus Forschung und kulturvermittelnder Praxis zusammengebracht werden:
• digitale Erschließung und Auswertung größerer Textkorpora,
• digitale Annotation, Analyse und Visualisierung sowie
• digitale Vermittlung vormoderner Literatur und ihrer Überlieferung.
22.02.–25.02.2023 Artusroman und Klanglichkeit **Achtung, neuer Termin!** (Salzburg)
CfP bis: 15.05.21

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Das 12. Kolloquium der Deutsch-österreichischen Sektion der Internationalen Artusgesellschaft befasst sich mit der klanglichen Seite des mittelalterlichen Artusromans.
Beitragsangebote aus allen Mittelalterphilologien sind herzlich willkommen!

Der ausführliche Call for Papers findet sich hier
25.05.–27.05.2023 Wie sprechen Götter? Vormoderne Kommunikationsszenarien in Text und Bild (Berlin)


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Der interdisziplinäre Workshop setzt sich zum Ziel, Vormoderne-Spezialist*innen miteinander ins Gespräch zu bringen, die die Text- und Bild-Traditionen der Antike und des Mittelalters daraufhin befragen, wie Götter sprechen.
Nähere Informationen hier.
27.05.–29.05.2023 When Cities Fall – Cultural Reflections of Loss and Lament (Bern)
CfP bis: 31.05.22

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Wir freuen uns über Vortragsvorschläge zur Teilnahme an der Konferenz “When Cities Fall – Cultural Reflections of Loss and Lament”. Die Konferenz ist Teil des von der EU geförderten MSCA-Projekts CITYFALL, das an das Institut für Klassische Philologie an der Universität Bern angeschlossen ist, und von Professor Gerlinde Huber-Rebenich betreut wird.

Den vollständigen "call for papers" und weitere Informationen können Sie hier einsehen: https://cityfall.blog/2022/04/05/call-for-papers/

Die Konferenz wird vom 27.–29. Mai 2023 in Bern stattfinden. Konferenzsprachen sind Deutsch und Englisch. Eine Veröffentlichung der Beiträge in einem Sammelband mit peer review und open access ist geplant. Interessierte werden eingeladen, eine Vortragsskizze von maximal 300 Worten bis zum 31. Mai 2022 an folgende E-Mail-Adresse zu schicken: christoph.pretzer@kps.unibe.ch
13.09.–16.09.2023 XXVIII. Tagung der Wolfram von Eschenbach-Gesellschaft: Fragmente – Fragmentierungen. Neue Zugänge zur mittelalterlichen deutschsprachigen Überlieferung (Freiburg/Schweiz)
CfP bis: 12.07.22

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Im Zentrum der XXVIII. Tagung der Wolfram von Eschenbach-Gesellschaft stehen deutschsprachige Text- und Handschriftenfragmente sowohl in ihren literarhistorischen, literaturtheoretischen, überlieferungsgeschichtlichen wie auch wissenschaftsgeschichtlichen Zusammenhängen.

Die Tagung knüpft an ein für die Wolfram-Philologie seit langem zentrales Thema an: Wolframs Fragment gebliebene epische Texte einerseits – der unvollendete ›Willehalm‹ und ›Titurel‹ – sowie seine Wieder- und Weitererzählung des ›Perceval‹-Fragments andererseits werfen spezifische interpretatorische, poetologische und texttheoretische Fragen auf. Darüber hinaus widmet sich die Tagung aber auch epischen Text-Fragmenten anderer Autoren des Hochmittelalters wie auch Zeugnissen lyrischer oder dramatischer Gattungen, die sich zuweilen nur ausschnitthaft erhalten haben oder niedergeschrieben finden.

Zudem werden auch Handschriftenfragmente im Fokus der Tagung stehen. Sie erzählen vielfältige Geschichten über ihre Entstehungs- wie auch Überlieferungskontexte und sind als Textzeugen ebenso wesentlich für unsere Kenntnis über die ursprüngliche Überlieferungsbreite und -dichte einzelner Texte, wie sie auch Indikatoren von kulturgeschichtlichen Umbruchsmomenten oder Situationen der Verwerfung literarischer Traditionen sein können.

Im Rahmen der XXVIII. Wolfram-Tagung sind Beiträge zu Text- sowie zu Handschriftenfragmenten sowohl Wolframs von Eschenbach als auch weiterer deutschsprachiger Autoren erwünscht. Die Tagung möchte anregen, generelle Überlegungen zum hermeneutischen Umgang mit Fragmenten und zu Konzepten von textueller Ganzheit und Fragmentierung im Kontext der mittelalterlichen Literatur anzustellen. Zudem soll sie auch Gelegenheit bieten, Fragen zum kulturellen Zeugniswert fragmentierter Texte und Handschriften für regionale, institutionelle und personelle Netzwerke des Literaturkontakts und -austauschs aufzuwerfen.

Aufgrund der positiven Erfahrungen der letzten Wolfram-Tagung werden auch dieses Mal die Vortragenden wieder gebeten, ihre schriftlichen Beiträge im Vorfeld der Tagung den Tagungsteilnehmer*innen zur vorbereitenden Lektüre zur Verfügung zu stellen.
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