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| Name: |
Agnes Scholla |
| Institut: |
Westliche Paläographie und Kodikologie,
Universiteit Leiden, NL |
| eMail: |
Agnes.B.H.Rie@phil.stud.uni-erlangen.de |
| Thema: |
Mittelalterliche flexible Einbände
(Koperte). Einbandtechnik, Textinhalt und Gebrauch |
| Status: |
Dissertation |
| Abschluß: |
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| Info: |
Meine Dissertation hat sich
zum Ziel gesetzt, die verschiedenen Aspekte der physischen Seite des mittelalterlichen
Buches in Verbindung mit seinem Gebrauch zu untersuchen. Dies soll beispielhaft an den
mittelalterlichen Handschriften geschehen, die in einem flexiblen Einband, einem sog.
"Kopert", eingebunden sind. Diese Einbandtechnik wurde im Hochmittelalter vor allem für
Handschriften des mobilen Gebrauchs geschätzt. Im Spätmittelalter überwiegen ökonomische
Aspekte, da ein Kopert einfacher herzustellen und daher preiswerter als ein Holzdeckeleinband
war. Umfassende wissenschaftliche Arbeiten zu den Koperten gibt es bislang nicht. Andere
Arbeiten, die ebenfalls schwerpunktmäßig mittelalterlichen Einbände untersuchen, berücksichtigen
nicht den Gebrauch der Handschriften. Ein Teil der Untersuchung wird sich mit der Auswahl
der in Koperten tradierten Texten beschäftigen. Hier scheinen sich Tendenzen dahingehend
abzuzeichnen, daß Koperte überwiegend Texte des persönlichen Alltagsgebrauchs, benutzt
von Einzelpersonen, tradieren, und keine Texte für den öffentlichen, repräsentativen Gebrauch.
Dies zeigt sich auch deutlich in dem eher bescheidenen Ausstattungsniveau. Das Korpus
beschränkt sich auf europäische Handschriften des 8. bis 14. Jahrhunderts, vorwiegend
aus dem deutschsprachigen Raum. Daß es sich jedoch bei den Koperten um ein europäisches
Phänomen handelt, zeigen Handschriften aus Frankreich und England. Um einen möglicherweise
ursprünglich intendierten Gebrauchvon einem späteren zu trennen, wird bei der Untersuchung
zwischen Primäreinband und Folgeeinband geschieden. |
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