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altgermanistischer Forschungsprojekte


Name: Dr. Christine Stridde
Institut: Universität Zürich
eMail: christine.stridde@ds.uzh.ch
Thema: Erzählen über Bande. Untersuchungen zur narratologischen und poetologischen Bedeutung und Funktion von Spielszenen in der mittelalterlichen Epik (AT)
Status: Habil
Abschluß: 2013
URL http://www.cstridde.de
Info:

Gegenstand und Ziel des Projekts ist, Literatur im Hinblick auf eine Theorie des Ästhetischen vormoderner Textualität als 'Spiel' zu fassen. Das heißt, ein Konzept von 'Spiel' soll entwickelt werden, welches diejenige ästhetische Dimension mittelalterlicher erzählender Texte zu beschreiben ermöglicht, die auf der Ebene poetologischer Selbstreflexion angesiedelt ist. Für die Erarbeitung griffiger Parameter zur Feststellung, was überhaupt unter einer Kategorie 'Spiel' im Mittelalter zu fassen sei, startet das Projekt beim mittelalterlichen Erzählen vom Spiel selbst. Das Ästhetische mittelalterlicher Erzählliteratur beschränkt sich nicht nur auf die ornamentale Form der Kunstsprache, sondern umfaßt gleichermaßen Erzähltechnik und Erzählstruktur. Der Begriff 'Spiel' taucht deshalb in der literaturwissenschaftlichen Debatte um explizite und implizite poetologische Aussagen, die sich in der Literatur des Mittelalters finden oder zumindest unterstellen lassen, sowohl auf der Ebene der reinen Formkunst als auch auf der Ebene der Bauform auf. Die Genese und Analyse von Spielszenen in der Erzählliteratur könnten demnach historisch adäquate Ausgangspunkte darstellen (nachdem es der Vormoderne an einer zumindest von der Theologie unabhängigen Ästhetiktheorie mangelt), um den Spielcharakter des Literarischen über das selbstreflexive Moment des Spielerischen zu entdecken. Neben einer breiteren theoretischen Reflexion des Spielbegriffs als literatursystematische und -ästhetische Kategorie, stehen im Zentrum der Textanalyse hoch- und spätmittelalterliche epische Texte (u.a. Wolframs 'Parzival', Gottfrids 'Tristan', Ulrichs 'Arabel', Werke Konrads von Würzburg).

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