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Name: Cordula Kropik
Institut: FSU Jena
eMail: cordula.kropik@uni-jena.de
Thema: Gemachte Welten. Form und Sinn im höfischen Roman
Status: Habil
Abschluß: abgeschlossen
Info:

Die Monographie versteht sich zuerst und vor allem als Ansatz zu einer poetologischen Neubestimmung des höfischen Romans. Daneben ist sie aber auch als fundamentale Revision des literaturtheoretischen Modells zu lesen, aus dem heraus sie diese Neubestimmung entwickelt. Ihr Ausgangspunkt ist Clemens Lugowskis ebenso einflussreiche wie methodisch fragwürdige Studie zur 'Form der Individualität im Roman'. Die dort etablierte Vorstellung dichterischer 'Gemachtheit' wird zunächst auf ihre Grundlagen befragt, auf dieser Basis bereinigt, neu kontextualisiert und in ein textanalytisches Verfahren überführt, das es erlaubt, die ästhetische Verfasstheit narrativ erschaffener Welten als ein komplex-ganzheitliches Geflecht sinnbildender Formen detailliert zu beschreiben. Dieses Verfahren wird in einem weiteren Schritt für den höfischen Roman der Zeit um 1200 fruchtbar gemacht. Die exemplarischen Analysen zum 'Erec' Hartmanns von Aue sowie zu den Tristanromanen Eilharts von Oberg und Gottfrieds von Straßburg lassen dabei nicht nur sichtbar werden, wie die einzelnen Vertreter der Gattung ihre Welten in offensichtlich sinnbildender Absicht 'machen' und in ein gattungsinternes Gespräch über die Möglichkeiten und Grenzen ihres sinnbildenden Tuns eintreten – sie entwerfen vielmehr auch die ersten Linien zu einem Bild des höfischen Romans, das nicht zuletzt in literaturhistorischer Hinsicht ungewohnte Perspektiven eröffnet.

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