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altgermanistischer Forschungsprojekte


Name: Matthias Rein
Institut: Universität des Saarlandes, Saarbrücken
eMail: m.rein@mx.uni-saarland.de
Thema: Die ›Pilgerfahrt des träumenden Mönchs‹ (PTM). Eine synoptische und kommentierte Edition der drei rheinfränkischen Übersetzungen einer spätmittelalterlichen Allegorie des Guillaume de Digulleville
Status: Projekt
Abschluß: April 2019
URL http://www.uni-saarland.de/fak4/fr41/haubrichs/forschung/forschung.html
Info:

Die etwa 1330-31 entstandene französische Versallegorie ›Pèlerinage de vie humaine‹ des Zisterziensers Guillaume de Digulleville war einer der größten Erfolge spätmittelalterlicher religiöser Dichtung in den Volkssprachen. Sie wurde noch im Mittelalter ins Englische, Spa-nische, Niederländische und Deutsche übersetzt – ins Deutsche im fünfzehnten Jahrhundert allein viermal. Während die mittelfränkisch-ripuarische Versübertragung Peters von Meroede († 1451) außer Betracht dieses Projektes bleiben soll, bilden die drei in verschiedener Hinsicht miteinander in Beziehung stehenden rheinfränkischen Übersetzungen seinen Mittelpunkt. Die in einer Berleburger Handschrift überlieferte Versübersetzung (PTM b) und die beiden heute in Darmstadt (PTM d) und Hamburg (PTM h) aufbewahrten Prosafassungen der ›Pilgerfahrt des träumenden Mönchs‹ (PTM) sollen im Rahmen des Projektes – was für die Prosatexte auch zum ersten Mal überhaupt geschieht – in einer synoptischen Edition dargeboten werden, die den überlieferten handschriftlichen Fassungen genau folgt. Diese Textausgabe wird durch einen Kommentarteil ergänzt, der die Beziehungen der Texte zueinander, die bisher vor allem durch besitzgeschichtliche Studien zu den Überlieferungsträgern und durch sprachgeschichtliche Untersuchung der drei rheinfränkischen Übersetzungen erforscht wurde, besser klären soll. Beide verwiesen auf den Saar-Mosel-Raum an der deutsch-französischen Sprachgrenze im rheinfränkisch-lothringischen Bereich bzw. auf das Grafenhaus von Nassau-Saarbrücken als mutmaßlichen oder zumindest plausiblen Entstehungskontext der drei Über-setzungen. Weiterhin sollen im Kommentar die theologisch-wissenschaftlichen Kenntnisse des Übersetzers bzw. der Übersetzer und die Rolle der Illustrationen, die alle rheinfränkischen Fassungen der PTM aufweisen, untersucht werden.

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