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Das Projekt setzt sich mit dem geistlichen Spiel am Konstanzer Münster auseinander,
wie es in der Form liturgischer Sonderrituale in der Zeit zwischen dem 10. Jahrhundert
und der Auflösung des Bistums 1821 üblich war. Hierbei wird nicht nur auf die
üblichen geistlichen Spiele wie Osterspiele oder das Weihnachtsspiel eingegangen,
sondern eine umfassende Untersuchung dramatischer Formen der Liturgie geleistet.
Hierbei soll gezeigt werden, dass insbesondere die Hochfestliturgie durch bildliche
und erzählerische Mittel geprägt war, die das Entstehen dramatischer Formen begünstigten.
Hierbei wird davon ausgegangen, dass in der Beschäftigung mit dem geistlichen
Spiel Kleinformen dramatischer Darstellungen in der Liturgie bislang zu wenig
beachtet wurden. Deswegen werden die bekannten geistlichen Spiele in ihren liturgischen
und historischen Rahmen zurückgeführt und als kulturelle und religiöse Konstrukte
analysiert. Hierbei werden auch kunsthistorische Fragen eingeschlossen.
Die Arbeit beginnt mit einer allgemeinen Untersuchung zum geistlichen Spiel
und einer umfassenden Darstellung seiner liturgischen und historischen Bedingungen.
In einem zweiten Schritt werden dramatische Formen der Liturgie am Konstanzer
Münster vom Mittelalter bis in die Neuzeit aufgewiesen und analysiert.
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