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Im Jahr 2002 wurde an der Universität Utrecht der ARBEITSKREIS FÜR DAS SPÄTMITTELALTERLICHE
GEISTLICHE LIED IM 'NIEDERLAND' ('werkgroep voor het laatmiddeleeuws geestelijk
lied in de Lage Landen') ins Leben gerufen.
Der Arbeitskreis soll Forscher zusammenbringen, die sich auf dem Gebiet der
Philologie, Musikwissenschaft, Codicologie, Theologie und Geschichte mit dem Quellen
des spätmittelalterlichen geistlichen Lieds (ca. 1450-1550) beschäftigen. Ziel
ist eine intensivere interdisziplinäre Zusammenarbeit auf dem Gebiet des geistlichen
Lieds. Der Arbeitskreis ist beim Utrecht Centre for medieval studies (Universität
Utrecht, Forschungsinstitut für Geschichte und Kultur) angeschlossen. Das erste
Projekt des Arbeitskreises ist eine Facsimileausgabe mit kritischer Edition der
Handschrift Berlin, SPK cod. germ. oct. 190 (spätes 15. Jh.). Diese umfangreiche
Handschrift gehört zu den ältesten Quellen des spätmittelalterlichen geistlichen
Lieds im 'Niederland'. Sie enthält Lieder in mittelniederländischer und lateinischer
Sprache, grossenteils mit Notation. Diese Handschrift ist sowohl in ihrer Zusammenstellung
als auch hinsichtlich ihres codicologischen und paläographischen Aufbaus (Text
und Musik) eine der komplexesten Quellen des ausgehenden Mittelalters.
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