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Tagungen Ausgabe

04.07.–07.07.2022 Leed International Medieval Congress - Special Thematic Strand: Borders (Leeds)
CfP bis: 17.06.22

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Siehe das Programm auf der Homepage des IMC
13.07.–15.07.2022 Die Welt im Bild. Bildenzyklopädien um 1500 / The World in Pictures. Picture-Encyclopedias around 1500 (Erlangen)
CfP bis: 15.05.22

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Eine Bildenzyklopädie, welche um 1520 in Südostdeutschland entstand und in zwei unterschiedlich gestalteten handschriftlichen Exemplaren in Erlangen und Krakau erhalten ist, stellt ein bedeutendes Beispiel für die kulturhistorischen Umbruchsprozesse jener Zeit dar. Die beiden Handschriften zeichnen sich durch ihren reichhaltigen Inhalt, die darin vertretenen Bild- und Texttraditionen sowie ihre Zusammensetzung aus. Im Rahmen eines an der FAU Erlangen-Nürnberg angesiedelten Forschungsprojektes treffen sich Spezialistinnen und Spezialisten sowie Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler aus Europa und Übersee in Erlangen und berichten über relevante Forschungen zu den beiden Handschriften sowie zu ihrem allgemeinen kulturellen und intellektuellen Kontext. Den öffentlichen Abendvortrag hält am Mittwoch, 13. Juli 2022, Jean-Claude Schmitt (EHESS Paris). Weitere Informationen inkl. CfP hier
18.07.–19.07.2022 Form und Affordanz. Internationale und interdisziplinäre Tagung (Freie Universität Berlin)


Anmeld. bis: 14.07.22
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Dem Begriff der Affordanz wurde im Zuge des ‚material turn‘ von Seiten der Geistes- und Kulturwissenschaften viel Aufmerksamkeit zuteil, bietet er doch Möglichkeiten, die Relationen zwischen Artefakten wie Bildern oder Texten und ihren sozialen wie materiellen Bedingtheiten – gerade in ihrer Wechselseitigkeit und in ihrer historischen Situiertheit – zu bestimmen. Aus literaturwissenschaftlicher Perspektive kommt Affordanz in Caroline Levines Konzeptionalisierung von ‚Formen‘ (engl. forms) eine zentrale Rolle zu. Ästhetische wie soziale, ferner politische und historische Ordnungsmuster lassen sich demnach als ‚Formen‘ beschreiben, die je spezifische Affordanzen und damit ihnen eigene Handlungsmöglichkeiten und Handlungsbeschränkungen aufweisen. An diese Impulse – und die anderer Disziplinen – anschließend, soll insbesondere mit Blick auf die Relation ästhetischer und sozialer Praktiken sowie auf den Form-Begriff nach Potentialen des Affordanz-Konzepts gefragt werden. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Kulturen des Mittelalters und der Frühen Neuzeit.

Veranstaltet von Prof. Dr. Jutta Eming (Freie Universität Berlin) und Prof. Dr. CJ Jones (University of Notre Dame)

Die Tagung wird aus Mitteln der Alexander-von-Humboldt-Stiftung und des Sonderforschungsbereichs 980 - Episteme in Bewegung gefördert.

Veranstaltungsort: Villa des Sonderforschungsbereichs 980 - Episteme in Bewegung, Schwendenerstraße 8, 14195 Berlin

Der Programmflyer der Tagung ist hier einsehbar.
29.08.–31.08.2022 Was ist historische Wissens- und Gebrauchsliteratur? Theoretische Grundlagen und Parameter der Korpusbildung (Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel)


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Die Tagung ist eine Veranstaltung des Netzwerks Historische Wissens- und Gebrauchsliteratur. Dieses Netzwerk, zunächst ein informeller Zusammenschluss von Nachwuchs- und akademisch bereits institutionalisierten Wissenschaftler*innen vornehmlich aus der germanistischen Sprach- und Literaturwissenschaft mit Schwerpunkten in Mittelalter und Früher Neuzeit, hat sich 2020 die Form des eingetragenen Vereins gegeben (Selbstdarstellung und Mitgliederliste mit Projekten und Publikationen: https://hwgl.hypotheses.org). Ziel ist die Förderung der Erforschung der historischen Wissens- und Gebrauchsliteratur und des wissenschaftlichen Austausches darüber. Ein konkretes Vorhaben ist die Herausgabe eines Forschungs- und Methodenhandbuchs zum Thema.

Diesen Zweck verfolgt auch die beantragte Tagung: die grundlegende literaturtheoretische Klärung von Begriff und Gegenstand der historischen Wissens- und Gebrauchsliteratur sowie die Parameter der Bildung von Textkorpora als empirische Grundlage der Forschung. Die externen Beiträger*innen geben mit ihren Grundsatzreferaten Impulse in das Netzwerk, Netzwerkmitglieder geben strukturierte Auskünfte über ihre konkreten Forschungsgegenstände. Am Ende der Tagung sollen die geschärfte Begrifflichkeit und Konzeption von Wissen, Gebrauch und Korpusbildung sowie eine dementsprechend systematische Gliederung des Handbuchs stehen. Die Referate bilden idealerweise die Ausgangspunkte für Handbuchartikel.

Die Tagung ist als Hybridveranstaltung geplant. Gäste sind sowohl in der Herzog August Bibliothek als auch online via Zoom herzlich willkommen. Bitte melden Sie sich dazu per E-Mail (m.heiles@germlit.rwth-aachen.de) an.
31.08.–02.09.2022 Unheil bannen – Ordnung stiften. Frühmittelalterliche Segen, Beschwörungen und Zaubersprüche zwischen Religiosität, Magie und Medizin (UNESCO-Welterbestätte Kloster Lorsch)
CfP bis: 15.08.21

Anmeld. bis: 22.08.22
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Frühmittelalterliche Segen, Beschwörungen und Zaubersprüche gehören zu den ältesten volkssprachlichen Schriftzeugnissen und sie entstehen vor einem praktisch-apotropäischen Interessenshorizont: Man möchte mit ihnen Krankes heilen, Wertvolles schützen und Gefahren abwenden. Statt auf der alten Dichotomie von christlichen und heidnischen oder auch antik-magischen Einflüssen zu beharren, können mithilfe einer ganzheitlichen Erschließung des Überlieferungsbefundes Rückschlüsse auf ein universelleres religiöses Verständnis der Zeit gezogen werden.
Im Zentrum des Colloquiums soll deshalb die Frage nach dem ganz konkreten Zusammenhang zwischen den (Rand-)Eintragungen und den Haupttexten oder -codices stehen; dies unter dem Blickwinkel der Praxeologie: Wozu benutzte man die Handschrift und welchen Sinn machte der Eintrag im jeweiligen Gebrauchskontext? Warum wurde der Spruch gerade auf diesem Blatt eingetragen und wie kam der/die Rezipient*in auf die Idee, ihn in ebendiesen Codex – möglicherweise auch absichtlich kopfständig – zu annotieren? Bestätigen die Überlieferungsbefunde, dass antike magisch-medizinische Texte in karolingischen Klöstern alltägliche Gebrauchstexten waren und in welchem Zusammenhang steht die Gebrauchsfunktion dieser apotropäischen Literatur zum kodikologischen und kulturellen Kontext?
07.09.–09.09.2022 Jans von Wien (Wien)


Anmeld. bis: 01.08.22
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Dr. Elke KROTZ (Universität Wien), Dr. Ralf PLATE (Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Mainz / Mittelhochdeutsches Wörterbuch, Arbeitsstelle an der Universität Trier), Dr. Martin ROLAND (Österreichische Akademie der Wissenschaften, Wien / Institut für Mittelalterforschung (IMaFo), Abteilung Schrift- und Buchwesen).

Jans von Wien ('Enikel') lebte und wirkte im ausgehenden 13. Jahrhundert als Reimchronist in Wien. Erhalten sind zwei Werke: eine zwischen historischer Verbürgtheit und unterhaltender Fiktion changierende Weltchronik bis zum Tod Kaiser Friedrichs II. im Jahr 1250 sowie das Fürstenbuch von der Stadtgründung Wiens bis zu den letzten Babenbergern. Beide Werke haben die Forschung seit jeher irritiert und sollen aus interdisziplinärer Perspektive neu gewürdigt werden.
Mit freundlicher Unterstützung durch die Stadt Wien, das Institut für Germanistik der Universität Wien, die Akademie der Wissenschaften und der Literatur | Mainz und die Stiftsbibliothek Klosterneuburg.

Das Programm ist hier abzurufen.
07.09.–09.09.2022 Deutsche Versnovellistik des 13. bis 15. Jahrhunderts – die neuen Texte (Universität Potsdam)


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Mit der von Klaus Ridder und Hans-Joachim Ziegeler herausgegebenen „Deutschen Versnovellistik des 13. bis 15. Jahrhunderts“ verfügt die germanistische Mediävistik über eine monumentale und Maßstäbe setzende Ausgabe, die auch eine Reihe bislang kaum bekannter und erforschter Texte enthält. Unsere Tagung will dazu beitragen, die Aufmerksamkeit insbesondere auf diese Texte zu lenken und sie für die Mären- und Kleinepikforschung zu erschließen. Jeder dieser Texte wirft eigene Fragen und Herausforderungen auf: von der Narratologie über Konzeptionelles bis hin zu Diskurskonstellationen und kulturhistorischen Anschlussfeldern. In methodisch-thematischer Vielfalt und Offenheit rücken die Vorträge und Workshops der Tagung jeweils Einzeltexte in den Fokus und gehen damit den neuen Perspektiven nach, die die „Deutsche Versnovellistik“ erschließen kann.

Alle Interessierten sind zur Teilnahme an den Vorträgen und Workshops herzlich eingeladen.
Das (vorläufige) Tagungsprogramm können Sie hier abrufen.

Weitere Informationen erhalten Sie von:
Prof. Dr. Katharina Philipowski (katharina.philipowski@uni-potsdam.de)
PD Dr. Judith Klinger (judith.klinger@uni-potsdam.de)
07.09.–11.09.2022 Einfachheit. Mediävistische Perspektiven auf einen schwierigen Begriff (Münster)
CfP bis: 01.02.22

Anmeld. bis: 01.02.22
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Die Vorstellung, dass das Ergebnis eines gelungenen künstlerischen oder (kunst-) handwerklichen Schaffensprozesses letztlich einfach sein sollte, zieht sich durch die gesamte Literatur-, Kunst- und Kulturgeschichte. Auch die volkssprachige Literatur des Mittelalters steht mit christlicher Religion, antiker Rhetorik und Philosophie in einem Spannungsfeld verschiedener Reflexionstraditionen positiv konnotierter Einfachheit. Obwohl Einfachheit also auch im Bereich der mittelalterlichen Kultur ein ebenso vielfältiges wie zentrales Phänomen darstellt, ist die aktuelle mediävistische Literaturwissenschaft eher an artifizieller Komplexität oder an der Widerständigkeit und Diversität volkssprachiger Texte interessiert. Angesichts einer solchen Forschungslage wäre zu prüfen, ob Konzepte positiv konnotierter Einfachheit für die literarische Praxis in der Volkssprache von geringerer Bedeutung sind, als ihre kulturelle Geltung erwarten ließe. Ziel der Tagung ist es, die Valenz von Einfachheit in der volkssprachigen Literatur des Mittelalters jenseits überkommener literaturhistorischer Großerzählungen neu zu bestimmen.

Den CfP finden Sie hier.
07.09.–07.09.2022 Mediterranean Connections and their Asymmetries: Medieval and Early Modern German Literatures in the Context of the Mediterranean World (Freie Universität Berlin)


Anmeld. bis: 05.09.22
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In historischen und kunstgeschichtlichen Disziplinen der jüngeren Mediävistik hat sich der Mittelmeerraum als heuristisches Modell etabliert, das es ermöglicht, transkulturelle Verflechtungen in den Blick zu nehmen, die quer zu gängigen dichotomischen Ordnungsparametern wie ‚Ost und West‘ oder ‚Orient und Okzident‘ stehen. Diese Neuperspektivierung hat Sharon Kinoshita mit ihrem Konzept der „Mediterranen Literatur“ aus literaturwissenschaftlich-romanistischer Perspektive aufgegriffen und weiterentwickelt. Der englischsprachige Workshop fragt nach der Produktivität dieses Modells auch für das Verständnis deutschsprachiger Texte der Vormoderne. Im Fokus steht dabei die Beobachtung eines Spannungsverhältnisses innerhalb des Forschungsfeldes: Einerseits die Kritik, dass der Rekonstruktion von Verflechtungsprozessen eine Tendenz zum Harmonisieren und zum Ausblenden von Asymmetrien innewohnt; andererseits der Vorwurf, das eine Konzentration auf die Untersuchung von Konstruktionen des ‚Anderen‘ dazu führt, historische Verbindungen zu vernachlässigen.

Der Workshop findet mit Unterstützung des SFB 980 "Episteme in Bewegung" und des Dahlem Humanities Center in Verbindung mit einem Projekt innerhalb des Dahlem Junior Host Program statt.
25.09.–28.09.2022 27. Deutscher Germanistentag 2022 (Paderborn)


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Der Deutsche Germanistentag wird alle drei Jahre von beiden Teilverbänden des DGV gemeinsam veranstaltet. Der nächste Germanistentag zum Rahmenthema „Mehrdeutigkeiten“ wird vom 25. bis 28. September 2022 an der Universität Paderborn stattfinden. Der Deutsche Germanistentag stellt seit vielen Jahren ein gemeinsames Forum für Hochschulgermanist*innen und Deutschlehrer*innen aus der ganzen Welt dar. Neben einem Rahmenprogramm laden Keynotes, Plenarvorträge, Panels, Workshops und Diskussionsforen zur wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit aktuellen Entwicklungen in der germanistischen Forschung und Lehre ein. Der Deutsche Germanistentag wird von 650 bis 800 Interessierten aus dem In- und Ausland besucht.
06.10.–07.10.2022 CFP: Von der Sangspruchdichtung zum Meistergesang – aktuelle Forschungsperspektiven (Nachwuchsworkshop) (Essen)
CfP bis: 30.04.22

Anmeld. bis: 30.04.22
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Der durch das DFG-Projekt „Edition der in Regenbogens ‚Brief- und Grundweise‘ und ‚Grauem Ton‘ überlieferten Lieder“ an der Universität Duisburg-Essen veranstaltete Workshop möchte die Forschungsperspektiven und aktuellen Zugänge zum Spruchsang, zur meisterlichen Liedkunst und zum Meistergesang bündeln und Forscher*innen für einen gemeinsamen wissenschaftlichen Austausch zusammenbringen. Die Veranstaltung richtet sich vornehmlich an Doktorand*innen und Postdocs, die an einem Projekt zu den genannten Gattungen arbeiten. Neben Projekten, die der wissenschaftlichen Weiterqualifikation dienen, sind auch Mitarbeiter*innen größerer Forschungsvorhaben zum Thema (z.B. DFG-Projekte) willkommen.

Interessent*innen wenden sich bitte mit einer knappen Projektvorstellung (max. 1 Seite) bis zum 30. April 2022 an Myriam Houbiers, Judith Lange und Eva Rothenberger: myriam.houbiers@uni-due.de, judith-lange@uni-due.de und eva.rothenberger@uni-due.de.
Nähere Informationen sind hier abzurufen.
26.10.–29.10.2022 Volkssprachige Bibeln im spätmittelalterlichen Europa. Übersetzen, Vermitteln, Kommentieren / Vernacular Bibles in Late Mediaeval Europe. Translating, Transmitting, Commenting (Wien)


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Die Tagung wird veranstaltet von Freimut Löser, Christine Glassener, Geert Claasens und Stephan Müller und steht im Kontext des Projekts "Der Österreichische Bibelübersetzer".
Weitere Angaben zur Tagung folgen.
03.11.–05.11.2022 Spiegel und Licht – Erkenntnis und Erleuchtung Facetten analogischer Bedeutungsbildung in vormodernen Texten (Genf)
CfP bis: 14.03.22

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Die an der Universität Genf stattfindende internationale und interdisziplinäre Tagung zu Spiegel und Licht befasst sich mit Facetten analogischer Bedeutungsbildung in vormodernen Texten. Im Zentrum des Interesses steht dabei das Analogiedenken als kulturell bedeutender kognitiver Prozess, der auf unterschiedlichen Ebenen betrachtet werden soll. Die vielfältigen Bezüge der Metaphern 'Spiegel' und 'Licht' zum Denken können dabei etwa in semantischer, epistemologischer, narratologisch-poetologischer oder didaktischer Perspektive betrachtet werden.
Weitere Informationen unter hier
03.12.–03.12.2022 Digital Humanities in der germanistischen Mediävistik: Erschließung – Analyse – Vermittlung (Universität Greifswald)
CfP bis: 15.05.22

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Möglichkeiten und Grenzen der Digital Humanities in Bezug auf die Präsentation, Erschließung, Analyse, Interpretation und Vermittlung der Materialität und Textualität mittelalterlicher und frühneuzeitlicher Literatur werden in der germanistischen Mediävistik derzeit breit diskutiert. Im Rahmen des am Institut für deutsche Philologie der Universität Greifswald ausgerichteten Workshops sollen drei Themenfelder fokussiert, Möglichkeiten derzeit vorhandener Tools und Methoden reflektiert und Perspektiven aus Forschung und kulturvermittelnder Praxis zusammengebracht werden:
• digitale Erschließung und Auswertung größerer Textkorpora,
• digitale Annotation, Analyse und Visualisierung sowie
• digitale Vermittlung vormoderner Literatur und ihrer Überlieferung.
22.02.–25.02.2023 Artusroman und Klanglichkeit **Achtung, neuer Termin!** (Salzburg)
CfP bis: 15.05.21

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Das 12. Kolloquium der Deutsch-österreichischen Sektion der Internationalen Artusgesellschaft befasst sich mit der klanglichen Seite des mittelalterlichen Artusromans.
Beitragsangebote aus allen Mittelalterphilologien sind herzlich willkommen!

Der ausführliche Call for Papers findet sich hier
09.03.–10.03.2023 ‚Co-Prints‘ Offizinen als heuristischer Ansatzpunkt der Kontextmodellierung Beiträge zur Literaturgeschichte im Zeichen von Konfessionalisierung und Konversionalisierung (1555–1618) (Bielefeld)


Anmeld. bis: 15.02.23
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Für die Literaturgeschichte des 16. Jahrhunderts spielt der Zusammenhang von Frömmigkeit, Reformation und Konfessionalisierung resp. Konversionalisierung (Kai Bremer) eine entscheidende Rolle. Die Virulenz gerade des Zusammenspiels aller drei Aspekte lässt sich mit Blick auf die Literatur zeitlich zuspitzen, wenn man eine medienhistorische Perspektive einnimmt und die besonderen Möglichkeiten des Drucks erwägt. Gerade mit Blick auf die Bedeutung der Offizinen versprechen ‚Co-Prints‘ vielfachen Aufschluß, wie ich im Anschluß an den Begriff des Kotexts, also des umgebenden Texts einer sprachlichen Einheit, die den jeweiligen Druck im Rahmen einer Offizin ‚umgebenden‘ Drucke bezeichne. Dies gilt für den avisierten Zusammenhang von Frömmigkeit, Reformation, Konversionalisierung und Konfessionalisierung insbesondere für die Zeit zwischen 1555 und 1618.

Für die Literaturgeschichte im Zeichen von Konfessionalisierung und Konversionalisierung 1555–1618 sollen ausgehend von den Programmen einzelner Offizinen regionale Konstellationen erarbeitet werden. Volkssprachige Texte – von der Erzähl- bis zur Traktatliteratur – sind dabei in ihrer jeweils konkreten Druckgestalt und im Zusammenspiel mit den weiteren Drucken, den ‚Co-Prints‘, der jeweiligen Offizin(en) zu deuten hinsichtlich der expliziten oder impliziten konfessionellen und konversionellen Inhalte und Funktionen. Den durch die ‚Co-Prints‘ modellierbaren Kontexten soll im Rahmen der Interpretation besondere Beachtung zukommen.
21.03.–23.03.2023 Der ästhetische Wortschatz der Vormoderne. Neue Ansätze der historischen Semantik (Stuttgart)
CfP bis: 04.10.22

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Die Tagung geht von der Prämisse aus, dass der Wortschatz, mit dem vormoderne Texte ihre eigenen Entstehungs-, Gestaltungs- oder Wirkungszusammenhänge zu fassen suchen, einen zentralen Zugang zum Verständnis des Ästhetischen eröffnet. Im Sinne des Forschungsprogramms des Tübinger SFB 1391 "Andere Ästhetik" ist zu untersuchen, inwiefern ästhetische Semantiken in mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Texten sowohl auf die autologische, gestalterische als auch auf die heterologische, soziale Dimension von Akten und Artefakten rekurrieren. Gefragt sind (1.) historisch-semantische Explorationen, die in einem weiten Quellenspektrum den ästhetischen Wortschatz untersuchen, (2.) Analysen, die der autologisch-heterologischen Doppelreferenz von Wörtern mit ästhetischer Bedeutung nachgehen sowie (3.) methodisch ausgerichtete Studien, welche die Verfahren der Erforschung des ästhetischen Wortschatzes reflektieren oder vorführen, wie diese mittels Methoden der Digital Humanities vorangetrieben werden kann.
Nähere Informationen finden Sie hier.
29.03.–31.03.2023 Brüchige Finalität. Erzähl- und kulturhistorische Perspektiven auf das Ende in vormoderner Kleinepik (Göttingen)


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Die Tagung möchte die Konzeptionen, Darstellungsformen und Deutungsmuster des poetischen Endes im Feld mittelalterlicher Kleinepik beleuchten. Kleinepische Texte bringen Erzählprinzipien wie kulturelle Wertvorstellungen kondensiert zum Ausdruck. Sie zeigen jedoch auch eine starke Neigung, mit etablierten poetischen Vorgaben zu spielen und diese zu unterwandern. Dabei setzen sowohl Sinnerzeugung als auch Sinnirritationen am Textende ein, das die Tagung als historisches und kulturell bedingtes Phänomen untersuchen möchte. Die Tagung bildet dabei gleichzeitig das Jahrestreffen der Brevitas-Gesellschaft zur Erforschung vormoderner Kleinepik.
04.04.–05.04.2023 Nachbarschaft. Auf der Suche nach einer Sozialform in der Literatur des Mittelalters und der Frühen Neuzeit (Universität Hamburg)
CfP bis: 15.11.22

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In interdisziplinärer Herangehensweise will die geplante Tagung in der Literatur des Mittelalters und der Frühen Neuzeit sich auf eine Spurensuche begeben: Durch Rekurs auf unterschiedliche Gattungen und Literaturen, in theoretisch-­methodologischer Offenheit und Weite, historisch fundiert und sozialwissenschaftlich bewusst soll nach Erscheinungsformen, Diskursabhängigkeiten, literarischen Modellierungen und wirkungsästhetischen Funktionalisierungen von ‚Nachbarschaft’ gefragt werden.
Den vollständigen Cfp finden Sie hier.

Internationale und interdisziplinäre Tagung
Veranstaltet von Prof. Dr. Martin Baisch und Jun.-Prof. Dr. Lina Herz
25.05.–27.05.2023 Wie sprechen Götter? Vormoderne Kommunikationsszenarien in Text und Bild (Berlin)


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Der interdisziplinäre Workshop setzt sich zum Ziel, Vormoderne-Spezialist*innen miteinander ins Gespräch zu bringen, die die Text- und Bild-Traditionen der Antike und des Mittelalters daraufhin befragen, wie Götter sprechen.
Nähere Informationen hier.
27.05.–29.05.2023 When Cities Fall – Cultural Reflections of Loss and Lament (Bern)
CfP bis: 31.05.22

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Wir freuen uns über Vortragsvorschläge zur Teilnahme an der Konferenz “When Cities Fall – Cultural Reflections of Loss and Lament”. Die Konferenz ist Teil des von der EU geförderten MSCA-Projekts CITYFALL, das an das Institut für Klassische Philologie an der Universität Bern angeschlossen ist, und von Professor Gerlinde Huber-Rebenich betreut wird.

Den vollständigen "call for papers" und weitere Informationen können Sie hier einsehen: https://cityfall.blog/2022/04/05/call-for-papers/

Die Konferenz wird vom 27.–29. Mai 2023 in Bern stattfinden. Konferenzsprachen sind Deutsch und Englisch. Eine Veröffentlichung der Beiträge in einem Sammelband mit peer review und open access ist geplant. Interessierte werden eingeladen, eine Vortragsskizze von maximal 300 Worten bis zum 31. Mai 2022 an folgende E-Mail-Adresse zu schicken: christoph.pretzer@kps.unibe.ch
13.09.–16.09.2023 XXVIII. Tagung der Wolfram von Eschenbach-Gesellschaft: Fragmente – Fragmentierungen. Neue Zugänge zur mittelalterlichen deutschsprachigen Überlieferung (Freiburg/Schweiz)
CfP bis: 12.07.22

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Im Zentrum der XXVIII. Tagung der Wolfram von Eschenbach-Gesellschaft stehen deutschsprachige Text- und Handschriftenfragmente sowohl in ihren literarhistorischen, literaturtheoretischen, überlieferungsgeschichtlichen wie auch wissenschaftsgeschichtlichen Zusammenhängen.

Die Tagung knüpft an ein für die Wolfram-Philologie seit langem zentrales Thema an: Wolframs Fragment gebliebene epische Texte einerseits – der unvollendete ›Willehalm‹ und ›Titurel‹ – sowie seine Wieder- und Weitererzählung des ›Perceval‹-Fragments andererseits werfen spezifische interpretatorische, poetologische und texttheoretische Fragen auf. Darüber hinaus widmet sich die Tagung aber auch epischen Text-Fragmenten anderer Autoren des Hochmittelalters wie auch Zeugnissen lyrischer oder dramatischer Gattungen, die sich zuweilen nur ausschnitthaft erhalten haben oder niedergeschrieben finden.

Zudem werden auch Handschriftenfragmente im Fokus der Tagung stehen. Sie erzählen vielfältige Geschichten über ihre Entstehungs- wie auch Überlieferungskontexte und sind als Textzeugen ebenso wesentlich für unsere Kenntnis über die ursprüngliche Überlieferungsbreite und -dichte einzelner Texte, wie sie auch Indikatoren von kulturgeschichtlichen Umbruchsmomenten oder Situationen der Verwerfung literarischer Traditionen sein können.

Im Rahmen der XXVIII. Wolfram-Tagung sind Beiträge zu Text- sowie zu Handschriftenfragmenten sowohl Wolframs von Eschenbach als auch weiterer deutschsprachiger Autoren erwünscht. Die Tagung möchte anregen, generelle Überlegungen zum hermeneutischen Umgang mit Fragmenten und zu Konzepten von textueller Ganzheit und Fragmentierung im Kontext der mittelalterlichen Literatur anzustellen. Zudem soll sie auch Gelegenheit bieten, Fragen zum kulturellen Zeugniswert fragmentierter Texte und Handschriften für regionale, institutionelle und personelle Netzwerke des Literaturkontakts und -austauschs aufzuwerfen.

Aufgrund der positiven Erfahrungen der letzten Wolfram-Tagung werden auch dieses Mal die Vortragenden wieder gebeten, ihre schriftlichen Beiträge im Vorfeld der Tagung den Tagungsteilnehmer*innen zur vorbereitenden Lektüre zur Verfügung zu stellen.
27.09.–30.09.2023 Die Stadt in Literatur und Kunst / Kunst und Literatur in der Stadt. Akteure – Konzepte – Interaktionen (Brixen)
CfP bis: 30.11.22

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Auf dem interdisziplinären Symposion der Oswald von Wolkenstein-Gesellschaft e.V. sollen innovative Fragestellungen, Themen und Methoden zu dem schon seit längerem intensiv thematisierten Phänomen 'Stadt und Literatur' bzw. 'Literatur in der Stadt' im Kontext aktueller Forschungen aufgenommen und zugleich neue Impulse gesetzt werden.

Zum einen sind unterschiedliche Akteure, Gattungen, Projekte, Ergebnisse und Interaktionen der Kunst- und Literaturproduktion in Städten des deutschsprachigen Raums während des 15. und 16. Jahrhunderts in den Blick zu nehmen. Dabei sind Neufunde und innovative Fragestellungen ebenso willkommen wie eventuelle neue Bewertungen älterer Ergebnisse.

Zum anderen können literarische und künstlerische Entwürfe, Konzepte, Wertungen von Städten und urbanen Gesellschaften thematisiert und analysiert werden. Denkbar und erwünscht sind Beiträge zu Städten des deutschsprachigen, des angrenzenden europäischen sowie, etwa im Kontext von Reiseberichten, auch des außereuropäischen Raums, denen in mittelalterlichen oder frühneuzeitlichen Texten eine besondere Bedeutung zugemessen wird. Denkbar und erwünscht sind überdies Überlegungen zu Städten und mentalen Konzepten urbanen Lebens, die als idealtypisch, utopisch oder, im modernen Verständnis, als fiktiv gelten können.

Den vollständigen Ausschreibungstext finden Sie hier.
11.09.–14.09.2024 XXIX. Tagung der Wolfram von Eschenbach-Gesellschaft (Göttingen)


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Thema: A bis Z. Zur Partikularisierung, Systematisierung und Vernetzung von Wissen in mittelalterlichen (deutschsprachigen) Texten (Ausschreibungstext und Termin für Vortragsangebote folgen)
20.07.–27.07.2025 IVG-Panel: Krisen und Fluchtorte in der deutschsprachigen Literatur des Mittelalters (Graz)
CfP bis: 31.10.22

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XV. Kongress der Internationalen Vereinigung für Germanistik (IVG) Sprache und Literatur in Krisenzeiten - Herausforderungen, Aufgaben und Chancen der internationalen Germanistik

Sektion:
Krisen und Fluchtorte in der deutschsprachigen Literatur des Mittelalters

Sektionsleitung:
Prof. Dr. Claudia Händl (Università degli Studi di Genova, Italien)
Prof. Dr. Beate Kellner (LMU München, Deutschland)
Univ.-Prof. Dr. Julia Zimmermann (Universität Graz, Österreich)
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