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Tagungskalender

Das folgende Verzeichnis konzentriert sich auf Veranstaltungen der germanistischen und latinistischen Mediävistik. Für Ihre Hinweise und Tagungsankündigungen nutzen Sie bitte das entsprechende eMail-Formular.

Seite aktualisiert am: 4. Dezember 2018 MR


Gehen Sie direkt zu Tagungen des Jahres: | 2018 | 2019 | 2020 |

Umfangreiche Kalendaria (auch für die histor. Mediävistik) bieten der Veranstaltungskalender des Deutschen Mediävistenverbands, der Kalender des Institute for Medieval Studies, University of Leeds, aber auch der Calendario della Medievistica . Ein Verzeichnis von Ausstellungen der deutschen Museen finden Sie bei WebMuseen; für Mediävisten interessante Ausstellungen finden Sie auch in unserem Veranstaltungskalender. Rezensionen von Fachwissenschaftlern zu aktuellen Ausstellungen finden Sie unter Virtual LibraryMuseen. Über Veranstaltungen der "Mittelalterszene" (Festivals, Märkte usw.) informiert Tempus-Vivit.


Rubrik 'Tagungsberichte'

In unserer Rubrik 'Tagungsberichte' finden Sie Berichte über abgehaltenen Tagungen und Konferenzen der Mediävistik. Gerne veröffentlichen wir auch Ihren Tagungsbericht; bitte nutzen Sie dafür das entsprechende eMail-Formular.

Tagungen im Jahr 2018 [ Seitenanfang ]

 

Jan., 18.-20.


 

Kontakt:
S. Köbele

Wie identifizieren, wie begründen und wie bewerten wir literarische Kohärenz? Gibt es angesichts der besonderen Überlieferungs- und Textualitätsbedingungen im Mittelalter lyrikspezifische Kohärenzkriterien, Kohärenzmittel, Kohärenztypen? Konfrontiert uns die mittelalterliche Lyrik, die Sprechsituation und besprochene Situation auf ganz eigene Weise zusammenfallen lässt, mit historisch oder systematisch spezifischen Kohärenzbedingungen? Diesen Fragen widmet sich die bevorstehende Tagung an der Universität Zürich, die in Kooperation mit der DFG-Forschergruppe 2305 «Diskursivierungen von Neuem. Tradition und Novation in Texten des Mittelalters und der Frühen Neuzeit» durchgeführt wird.  

 

Feb., 19.-20.


 

Anmeldung: 10.02.18
Kontakt:
Joachim Hamm
Projektgruppe Camerarius

Der Workshop, der vom 19.-20.2.2018 an der Univ. Würzburg stattfindet, beleuchtet zentrale Aspekte im Werk des Humanisten Joachim Camerarius d.Ä. (1500-1574). Organisiert wird die Veranstaltung von dem DFG-Projekt "Opera Camerarii", einem Gemeinschaftsprojekt der Würzburger Latinistik, Altgermanistik und Medizingeschichte (http://camerarius.uni-wuerzburg.de). Das Tagungsprogramm finden Sie hier

 

Feb., 20.-22.


 

Kontakt:
P. Selmayr
D. Fuhrmann

Indem narrative Texte Welten entfalten, entwerfen sie auch Ordnungen. Darüber hinaus müssen sie im Erzählen ordnungshaft gestaltet sein, so dass der Begriff der Ordnung in Anwendung auf Erzähltexte mindestens in doppelter Hinsicht relevant ist: als Ordnung(en) des Erzählens wie auch als erzählte Ordnung(en). Da Ordnungen im Allgemeinen darauf zielen, Gemeinschaft zu stiften, Sinnangebote zu machen sowie Wissen zu ermöglichen, finden sich in erzählten Welten Entwürfe von Ordnungsvorstellungen, die als spezifischer Ausdruck kulturellen Wissens gelesen werden können. Primäres Interesse der altgermanistischen Tagung ist es, zu erfragen, inwiefern über ordnungshaftes Erzählen in vormodernen Texten Ordnungsvorstellungen von Gesellschaften produktiv verhandelt werden und in welcher Form Erzählliteratur beanspruchen kann, an der Bildung soziokultureller Welt Teil zu haben. Nicht zuletzt steht somit auch der Stellenwert zur Diskussion, der ‚Ordnung‘ innerhalb von narratologischen Modellen zukommt. Das Programm ist hier abzurufen. 

 

März, 14.-17.


 

Kontakt:
D. Klein
C. Köhler

Dass die Selbstreferentialität, also die Eigenschaft der Literatur, auf Elemente ihrer selbst zu verweisen, nicht nur ein Phänomen der Moderne oder gar Postmoderne sei, vielmehr der Literatur schlechthin eigen: diese Erkenntnis setzt sich in den Literaturwissenschaften allmählich durch. Versuche, das Phänomen zu historisieren, hat es in den letzten beiden Jahrzehnten vorzugsweise auf dem Gebiet der erzählenden Literatur gegeben; namentlich descriptiones und andere Binnenerzählungen als Spiegelungen der erzählten Welt, Verdoppelungen von Handlungsschemata, paradigmatische Verknüpfungen und die Selbstreflexion in der nichterzählenden Rede eines Erzählers hat man als höchst produktive Varianten selbstreferentiellen Erzählens in den Volkssprachen beschrieben. Die Lyrik, insbesondere historische Formen der Lyrik, hat man unter diesem Aspekt bisher noch nicht systematisch in den Blick genommen. An diesem Punkt setzt unsere Tagung an. Ihr Ziel ist es, Altphilologen, anglistische, germanistische und romanistische Mediävisten und Frühneuzeitforscher zusammenzuführen, um Formen und Funktionen der Selbstthematisierung in der Lyrik in diachroner und synchroner Perspektive zu beschreiben und damit neue Impulse für die Erforschung selbstreferentieller Phänomene in der Literatur der Vormoderne zu geben. Ein solch historisierender und obendrein interdisziplinär-komparatistischer Ansatz ist bislang Desiderat. Die Tagung wird vom Kolleg 'Mittelalter und Frühe Neuzeit' der Universität Würzburg ausgerichtet. Das Programm finden Sie zum Download hier

 

März, 15.-18.


 

Call for Papers: 25.06.17
Kontakt:
Maxime Mauriège
Janina Franzke

»Meister Eckhart in Köln« veranstaltet vom Thomas-Institut der Universität zu Köln in Verbindung mit der Meister Eckhart Gesellschaft. Nähere Informationen finden Sie hier im Call for Papers. 

 

März, 15.


 

Call for Papers: 15.08.17
Kontakt:
M. Mauriège
J. Franzke

Aus Anlass der Tagung »Meister Eckhart in Köln«, die vom 15.-18. März 2018 in Köln stattfindet, veranstaltet die Meister Eckhart Gesellschaft zusammen mit dem gastgebenden Thomas-Institut der Universität zu Köln ein internationales Doktorandenkolloquium. Eingeladen sind Doktorandinnen und Doktoranden, die zu Meister Eckhart arbeiten. Das interdisziplinär ausgerichtete Kolloquium ist auch offen für Nachwuchswissenschaftler, die nach der Promotion zu diesem Thema forschen. Nähere Informationen finden Sie hier in der englischsprachigen Ankündigung. 

 

März, 23.-24.


 

Call for Papers: 30.05.17
Kontakt:
Julia Zimmermann

Autorenworkshop der Beiträger des entsprechenden Themenheftes "Das Mittelalter": In gezielt interdisziplinärer Ausrichtung soll die programmatische Aufforderung der Zeitschrift aufgegriffen werden, indem für das Themenfeld "Tanz im Mittelalter" aktuelle mediävistische Perspektiven auf interkulturelle und intermediale Transfer- und Verflechtungsprozesse zusammengeführt und gebündelt werden. Ziel ist es dabei, die separiert agierenden Forschungen zum mittelalterlichen Tanz durch exemplarische Fallstudien in einen interdisziplinären Dialog treten zu lassen. Nähere Informationen und der CfP hier

 

Apr., 5.-6.


 

Anmeldung: 28.02.18
Kontakt:
Ch. Fasbender
G. Mierke

Nähere Informationen hier

 

Apr., 9.-10.


 

Kontakt:
Sindy Müller
Katharina Hanuschkin

Krisen des Spätmittelalter und der Frühen Neuzeit wurden bereits ausgiebig aufgearbeitet, ein resilienzanalytischer Forschungsansatz lenkt nun den Blick auf die Verarbeitung von Umbrüchen. Die Tagung des Projekts „Stadtkultur und Resilienz“ (DFG-Forschergruppe 2539, Universität Trier) geht der Frage nach, wie subversive respektive ordnungsbestätigende Potentiale dramatischer Formen sich auf den städtischen Frieden auswirkten. Konnten sie einen Beitrag leisten zur Bewältigung von oder Anpassung an Umbruchserfahrungen? Das Tagungsprogramm finden Sie hier

 

Mai, 31.-Juni, 2.


 

Call for Papers: 31.01.18
Kontakt:
Mark Chinca

Doctoral students at any university in Germany who are working in the field of medieval German literature are invited to take part in a workshop in Cambridge on 31 May-2 June 2018. The purpose of the workshop is to facilitate exchange between senior faculty and doctoral students from the German- and English-speaking worlds. Each participant will give a short (15-minute) presentation in English about their research, so as to allow plenty of time for discussion and feedback. Participating senior faculty in 2018 will be: Mark Chinca (Cambridge); Henrike Manuwald (Göttingen); Michael Stolz (Bern); Christopher Young (Cambridge). Up to six places for applicants from Germany will be available. Travel, accommodation, and meals will be paid for by the DAAD-University of Cambridge Research Hub for German Studies. Nähere Informationen hier.  

 

Juni, 7.-8.


 

Call for Papers: 31.10.17
Kontakt:
Angelika Kemper

Die interdisziplinäre Tagung, ausgerichtet von der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt, widmet sich der Verhandlung von Wissen zwischen Hochmittelalter und Frühneuzeit. Das Leben in einer Gemeinschaft prägte kulturelle Äußerungen des Mittelalters in vieler Hinsicht, sei es in der Literatur und Kunst, im religiösen Kontext oder der Wissenschaft – auch im Übergang zur Frühneuzeit. Die Veranstaltung soll die vielfältigen Gemeinschaften und ihr Wissensmanagement beleuchten, ihre Modi des Wissenstransfers ebenso wie ihre Bildungsideale und ihre systematisierenden Diskurse. Nähere Informationen finden Sie hier.  

 

Juni, 28.-30.


 

Call for Papers: 31.08.17
Kontakt:
Julia Weitbrecht

Die Tagung geht den vielfältigen Übertragungs- und Resemantisierungsphänomenen im Umgang mit den fundamental „letzten Dingen“ um, seien es Alter, individueller Tod, kollektiver Untergang, Jüngstes Gericht oder apokalyptisches Weltende. Den Ausgangspunkt bildet die Beobachtung, dass die genannten Phänomene jeweils mit einer impliziten oder expliziten Reflexion von Zeitlichkeit verbunden sind. Erwünscht sind Beiträge von 30 Minuten aus allen mediävistischen Disziplinen. Insbesondere ist auch der wissenschaftliche Nachwuchs aufgerufen, sich mit Vortragsvorschlägen zu beteiligen. Der ausführliche Call for Papers ist hier abzurufen.  

 

Juli, 23.-24.


 

Call for Papers: 30.11.17
Kontakt:
M. Standke
J. Ammer

Die Tagung wird durch das "Berliner Repertorium" veranstaltet, einem Langzeitprojekt der DFG. Der Call for Papers ist hier abrufbar. 

 

Sept., 3.-4.


 

Call for Papers: 15.12.17
Kontakt:
Eva Rothenberger
Judith Lange

Die Tagung wird von dem DFG-Projekt "Edition der in Regenbogens Langem Ton überlieferten Lieder" (Leitung: Prof. Dr. Martin Schubert) an der Universität Duisburg-Essen veranstaltet. Der Call for Papers ist hier abzurufen.  

 

Sept., 5.-9.


 

Kontakt:
Ricarda Bauschke-Hartung

Tagung der Wolfram von Eschenbach-Gesellschaft e.V. 

 

Sept., 13.-14.


 

Anmeldung: 07.09.18
Kontakt:
Almut Schneider

Der gemeinsam mit Prof. Dr. Hans Jürgen Scheuer (HU Berlin) an der Universität Potsdam veranstaltete interdisziplinäre Workshop widmet sich der Frage, in welcher Weise die modernen Künste - Literatur, Musik, Film, Bildende Kunst und Ausstellungskonzeption - elementare Formen der Vormoderne aufgreifen, um Wege zu erkunden für eine Rückkehr der Künste nach dem Zeitalter der Kunst. Nähere Informationen sind hier abzurufen. Den Flyer finden Sie unter obigem Link. 

 

Sept., 24.-26.


 

Call for Papers: 30.09.17
Kontakt:
Julia Gold

Die Tagung auf Schloss Rauischholzhausen (Universität Gießen) möchte die unterschiedlichen historischen Codierungen von 'Tyrannis' herausarbeiten und dabei die Figur des Tyrannen als Grenz- und Ausnahmephänomen ins Zentrum stellen. Ziel ist es, die auf verschiedenen Semantisierungen des Konzepts beruhende Polyvalenz der Tyrannis zwischen antiken Mustern und mittelalterlich-frühneuzeitlicher Aktualisierung zu beschreiben. Das Programm können Sie hier einsehen. 

 

Sept., 26.-28.


 

Call for Papers: 03.04.18
Kontakt:
Birgit Zacke

Die internationale mediävistische Fachtagung, die an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn stattfindet, widmet sich dem mittelalterlichen Phänomen des Wieder- bzw. Weiterdichtens oder auch ‚Retextualisierens' innerhalb der deutschsprachigen Literatur. Im Fokus stehen insbesondere die intertextuelle und intermediale ‚Verwobenheit' von Einzeltexten, die sich jenseits des literarischen Kanons positionieren, sowie die Frage nach der Systemreferenz spezifischer "Texturen" einer fortwährend sich wandelnden materia. Die Veranstaltung zielt auf eine Neubestimmung des Originären mittelalterlicher Literatur, eine Schärfung der diesbezüglichen Terminologie sowie neue Erkenntnisse bisher wenig beachteter Textzeugnisse. Das Programm der Tagung finden Sie hier

 

Okt., 4.-6.


 

Call for Papers: 01.04.18
Kontakt:
F. M. Dimpel
S. Wagner

Tagung zur Kleinepik mit Schwerpunkt Mittelalter. Am Rande der Tagung soll die wissenschaftliche Fachgesellschaft "Brevitas. Gesellschaft für Kleinepik des Mittelalters" gegründet werden. 

 

Okt., 4.-6.


 

Kontakt:
Beatrice Trînca

'Rückzug' impliziert eine erweiterte Perspektive auf das Phänomen der gewählten produktiven Isolation, in der Fragen des Geschlechts virulent werden. Es gilt, gesellschaftliche, politische und ästhetische Implikationen religiöser bzw. säkularer und post-säkularer Rückzugspraktiken und -narrative aus diachroner und systematischer Perspektive zu diskutieren und dabei historische und zeitgenössische Phänomene analytisch miteinander zu konfrontieren. Das Blankensee-Colloquium, getragen vom Kooperationsfonds am 'Wissenschaftskolleg zu Berlin', findet am Centre Marc Bloch, Friedrichstraße 191, 10117 Berlin statt. Nähere Informationen: hier  

 

Nov., 22.-23.


 

Kontakt:
M. Neumaier

Abstrakten Begriffen durch Personifikation eine körperliche Gestalt und eine Stimme zu geben, ist ein seit der Antike bekanntes ästhetisches Verfahren in Kunst und Literatur. Dieses Verfahren konnte zur Aktualisierung, Erzeugung und Transformation von Wissen beitragen. Der interdisziplinäre Workshop nimmt insbesondere Formen, Strategien und Funktionen der Verkörperung von Konzepten in den Blick, die sich dem Bereich des religiösen Wissens zuordnen lassen. Er wird von Doktoranden des Graduiertenkollegs "Religiöses Wissen im vormodernen Europa" der Universität Tübingen organisiert und richtet sich insbesondere an Nachwuchswissenschaftler*innen aus allen geisteswissenschaftlichen Disziplinen. Nähere Informationen und das Programm finden Sie hier

 

Nov., 23.-24.


 

Call for Papers: 03.04.18
Anmeldung: 01.10.18
Kontakt:
Johan Oosterman

Anlässlich der Ausstellung "Ich, Maria von Geldern. Die Herzogin und ihr außergewöhnliches Gebetbuch" veranstaltet die Radboud Universität zusammen mit dem Museum Het Valkhof und der Staatsbibliothek zu Berlin eine zweitägige Konferenz in Nijmegen. Am ersten Tag wird die Forschung des Gebetbuches am Berliner Staatsbibliothek, Rathgen Forschungslabor und Radboud Universität vorgestellt. Wir laden Forscher ein, Vorschläge für Vorträge am zweiten Tag der Konferenz einzureichen. 

 

Dez., 7.-8.


 

Kontakt:
Sarah Bowden

Time is an integral part of any narrative. The time it takes to tell – or listen to, or read – a narrative, the successive organisation of events and the causal connections that form it, and the narratological presentation and structuring of time all play a fundamental role; there is no narration without time. Beyond these essential immanent functions of time in narrative, however, there is also the question how culturally and historically specific models of time inform and structure different types of narrative. How does the way time is understood and conceptualized in theological or philosophical discourses, for instance, influence narrative structures? How are these models and concepts transformed within the framework of literary texts, and how can we perceive the relationships between different discourses and their influence on one another? This workshop discusses these questions from an interdisciplinary perspective with a particular focus on twelfth-century Europe. 

 

Dez., 11.-13.


 

Call for Papers: 18.06.18
Kontakt:
Volker Hille
Gili Shalom

This conference seeks to explore the complex of rhetoric and response forms to violence imagery, whether in devotional, liturgical, or secular contexts: namely, in the juridical, moral, and ethical discourses. It also seeks to explore how the changing definition of the term violence, whether in textual or visual sources, constitutes the watershed of a given culture, civilization, and their notion of individuality. For detailed information see here. Organizers: Martin Büchsel, Goethe Universität Frankfurt, Assaf Pinkus, Tel Aviv University, Gerda Henkel Stiftung  

 

Dez., 13.-15.


 

Kontakt:
Robert Schöller
Seraina Plotke

Mit seiner Begriffsprägung des ›Nibelungischen‹, die der von den Universitäten Basel und Bern veranstalteten Tagung als Leitbegriff dienen soll, sorgte Jacob Grimm für eine weitreichende Mystifizierung und Transzendierung des literarischen Stoffes. Als bestimmender Deutungsrahmen setzte sich früh die nationale Perspektive durch. Der deutschnationale Nibelungendiskurs radikalisierte sich sukzessive entlang der großen Mobilmachungen (›Befreiungskriege‹ gegen Napoleon, Erster und Zweiter Weltkrieg). Im Nationalsozialismus manifestiert sich das ›Nibelungische‹ als eine eigentümliche Mischung aus populärkulturellen und wissenschaftlichen Versatzstücken, mit deren Hilfe die nationalsozialistische ›Weltanschauung‹ der Bevölkerung vermittelt werden sollte. Das Tagungsprogramm finden Sie hier 

Tagungen im Jahr 2019 [ Seitenanfang ]

 

Feb., 20.-23.


 

Call for Papers: 30.04.18
Kontakt:
C. Dietl
Ch. Schanze

Das Kolloquium der Deutsch-österreichischen Sektion der Internationalen Artusgesellschaft e.V. widmet sich der großen Mehrheit der Artusromane, eben jenen, die nicht von Chrétien oder Thomas stammen bzw. als deren Bearbeitungen bezeichnet werden können, und befragt sie auf 'Epigonalität' in der Innensicht der Erzähler oder impliziten Autoren und in der Außensicht der intendierten Rezipienten oder des Literarhistorikers. Der Call for Papers kann hier abgerufen werden.  

 

Feb., 20.-22.


 

Kontakt:
Julia Frick
Oliver Grütter

Die Tagung an der Universität Zürich fokussiert auf das poetologische Verfahren der 'abbreviatio' als eines bewussten Vorgangs der Reduktion und als einer sinnstiftenden Tätigkeit des Verdichtens umfangreicherer Bezugstexte der vormodernen Literatur (Antike, Mittelalter, Frühe Neuzeit). Ausgangspunkt ist die Beobachtung, dass Strategien der Verkürzung, die seit der Antike zum festen Bestandteil im Umgang mit tradierten Wissensbeständen gehören, über einzelne Textsorten und Sprachgrenzen hinaus als literarische Technik wirksam werden. Dennoch blieb diese Organisationsform literarischen Wissens bisher weitgehend unbeachtet. Die Tagung soll systematisch nach der historischen Signifikanz von Kürzungsoperationen fragen. Nähere Informationen sind dem Exposé auf der Tagungswebsite zu entnehmen: https://www.ds.uzh.ch/de/tagungen/abbreviatio.html  

 

März, 1.-2.


 

Call for Papers: 01.11.18
Kontakt:
Margreth Egidi
Marie-Luise Musiol

Der an der Universität Paderborn stattfindende Workshop fragt – jenseits des Aufführungsparadigmas – nach der textuellen Determinierung des Körpers Christi im Geistlichen Spiel, insbesondere durch literarische Strategien der Darstellung von Versehrung, Verwundung und Leiden. Dabei können auch die diesbezüglich relevanten Potentiale von Bildlichkeit untersucht oder auch Bezüge zu Konzepten von Heiligkeit hergestellt werden. Den Call for papers finden Sie hier

 

März, 13.-15.


 

Call for Papers: 31.05.18
Kontakt:
Christian Schmidt

Mittelalterliche und frühneuzeitliche Entwürfe einer vita religiosa zielen auf den Fluchtpunkt christlicher Vollkommenheit, doch generiert das gemeinsame Ziel der perfectio keineswegs einheitliche, sondern hochgradig divergierende Ansprüche an ein religiöses Leben. Es ist zu vermuten, dass insbesondere dort, wo das Streben nach perfectio die Erfüllung voneinander abweichender oder widersprüchlicher Erwartungen verlangt, religiöse Normenkonkurrenzen und -konflikte, Krisenmomente, aber auch Bewältigungsstrategien und Resilienzen sichtbar zu machen sind. Ziel der Tagung ist es, solche Konstellationen in verschiedenen Textsorten und Medien aufzuspüren und – unter Bezugnahme auf den Diskurs zu Modellen religiöser Lebensformen (wie vita activa vs. contemplativa oder vita communis vs. solitaria) – als Formen der Aushandlung divergierender Ansprüche an ein religiöses Leben neu interpretierbar zu machen. Über dieses Erkenntnisinteresse ergeben sich Schnittstellen zwischen Theologie bzw. Religionswissenschaft, Philosophie, Geschichte, Kunstgeschichte und Literaturwissenschaft. Nähere Informationen und CfP finden Sie hier

 

Apr., 4.-5.


 

Call for Papers: 30.09.18
Kontakt:
R. Schiewer

Aus Anlass der Tagung "Meister Eckhart und das Leben", die vom 4. bis 7. April 2019 in Freiburg i. Br. stattfindet, veranstaltet die Meister-Eckhart-Gesellschaft zusammen mit der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg am 4. und 5. April ein internationales Doktorandenkolloquium. Nähere Informationen finden Sie unter folgendem Link: hier 

 

Apr., 4.-7.


 

Call for Papers: 31.08.18
Kontakt:
Regina D. Schiewer
Freimut Löser

"Meister Eckhart und das Leben". Jahrestagung der Meister-Eckhart-Gesellschaft e.V. in Zusammenarbeit mit der Katholischen Akademie der Erzdiözese Freiburg i. Br. und der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Nähere Informationen sowie den Call for Papers finden Sie unter folgendem Link: hier 

 

Mai, 30.-Juni, 1.


 

Call for Papers: 31.01.19
Kontakt:
Mark Chinca

Doctoral students at any university in Germany who are working in the field of medieval German literature are invited to take part in a workshop in Cambridge on 30 May-1 June 2019. The purpose of the workshop is to facilitate exchange between senior faculty and doctoral students from the German- and English-speaking worlds. Each participant will give a short (15-minute) presentation in English about their research, so as to allow plenty of time for discussion and feedback. Participating senior faculty in 2019 will be: Mark Chinca (Cambridge); Henrike Manuwald (Göttingen); Michael Stolz (Bern); Christopher Young (Cambridge). Up to six places for applicants from Germany will be available. Travel, accommodation, and meals will be paid for by the DAAD-University of Cambridge Research Hub for German Studies. Nähere Informationen hier

 

Juli, 25.-27.


 

Kontakt:
Cordula Kropik
Stefan Rosmer

Ziel der interdisziplinären und internationalen Tagung ist es, das Liebeslied des 15. und 16. Jahrhunderts – wir rechnen zeitlich ca. vom Einsetzen einer breiteren Liedüberlieferung im ersten Drittel des 15. Jahrhunderts bis zur Phase der Italianisierung im letzten Drittel des 16. Jahrhunderts – in seinen ›geselligen‹ Dimensionen auszuloten. Dabei sollen Aspekte der Poetik und Praxis insbesondere mit Blick auf soziale und mediale Kontexte neu beleuchtet werden. Die altgermanistischen, musikwissenschaftlichen und niederlandistischen Beiträge verbinden konzeptuelle Überlegungen u.a. zu Problemen von Überlieferung und Autorschaft, Text und Kontext, Gebrauch und Codifizierung mit konkreten Beobachtungen zu Liedern und Liederbüchern, Melodien und Tonsätzen. 

 

Aug., 26.-30.


 

Call for Papers: 31.08.18
Anmeldung: 31.08.18
Kontakt:
Michael Stolz
Mark Chinca

Sammeln stellt eine grundlegende menschliche Aktivität dar und bildet die Voraussetzung diverser sozialer und kultureller Entwicklungen. Die Tagung verfolgt das Ziel, die Bedeutung des Sammelns für die mittelalterliche und frühneuzeitliche Literatur anhand von Fallstudien exemplarisch zu erkunden und zu erörtern. Sie wird in Kooperation der Universitäten Bern (CH), Bochum (D) und Cambridge (UK) durchgeführt. Die Ausschreibung finden Sie hier

 

Sept., 19.-21.


 

Kontakt:
E. Lienert

Folgetagung zur Tagung "Poetiken des Widerspruchs in vormoderner Erzählliteratur" (2017). Informationen folgen.  

 

Sept., 22.-25.


 

Call for Papers: 15.08.18
Kontakt:
Amelie Bendheim
Martin S. Hammer

Das Panel widmet sich der Frage, wie im vormodernen Erzählen Zeitrelationen mittels erzählerischer Rahmenüberschreitungen hergestellt bzw. sichtbar gemacht werden. Den Call for Papers finden Sie hier; die Publikation der Beiträge ist avisiert. Exposés für 20-min. Vorträge (ca. 1 S.) werden bis zum 15.08.2018 erbeten an: zeitrahmen@gmx.net 

 

Sept., 22.-25.


 

Call for Papers: 15.07.18
Kontakt:
Anja Becker
Albrecht Hausmann

Ausgehend von einem aktuellen BmE-Beitrag von Harald Haferland (Konzeptuell überschriebene Module im volkssprachlichen Erzählen des Mittelalters und ihre Auflösung, in: BmE 1 [2018], S. 108–193, bes. S. 143–157) soll im Panel das Verhältnis von Zeit und Erzähltem untersucht und gefragt werden, ob sich hierüber, wie von Haferland postuliert, mittelalterliches und modernes Erzählen voneinander unterscheiden lassen. Wir freuen uns auf Vorschläge für Kurzvorträge von 15 Minuten (plus jeweils 10 Minuten Diskussion). Eine Veröffentlichung in den ‚Beiträgen zur mediävistischen Erzählforschung‘ ist vorgesehen. Harald Haferland wird als Diskutant am Panel teilnehmen. 

 

Sept., 22.-25.


 

Call for Papers: 15.07.18
Kontakt:
Hanna-Myriam Häger
Katrin Bernard

Das Panel richtet den Blick auf differente Zeitentwürfe, die sich in mittelalterlichen Texten überlagern. Der Schwerpunkt liegt hierbei auf Konzepten impliziter Zeitlichkeit, die sich bspw. gattungsspezifisch konstituiert, an einzelne Figuren oder Momente gebunden ist und im Text nicht explizit thematisiert wird. Den CfP finden Sie hier. Vorschläge (max. ½ Seite) für einen Kurzvortrag (15 Min.) senden Sie bitte an: hanna.haeger@grk1767.uni-freiburg.de. 

Tagungen im Jahr 2020 [ Seitenanfang ]

 

Feb., 6.-8.


 

Kontakt:
Sonja Kerth

Die interdisziplinäre Tagung wird veranstaltet vom Institut für Mittelalter- und Frühneuzeitforschung (IMFF) der Universität Bremen. Nähere Informationen folgen. 

 

Juli, 26.-Aug., 2.


 

Call for Papers: 03.12.18
Kontakt:
Jutta Eming
Falk Quenstedt

Im Rahmen des XIV. Kongresses der Internationalen Vereinigung für Germanistik (IVG) setzt sich die Sektion zum Ziel, den Mittelmeerraum, wie er seitens verschiedener historischer Disziplinen in jüngerer Zeit als Zone komplexer, differenzierter und stets wandelbarer Verflechtungen verstärkt in den Blick genommen wurde, in seiner Verbindung zur deutschen Literatur und unter transkulturellen Fragestellungen zu thematisieren. Einerseits sollen intertextuelle Verknüpfungen zu den vielsprachigen Literaturen des Mittelmeerraums und die damit einhergehenden Transferprozesse untersucht werden. Andererseits geht es darum, Darstellungsweisen und Funktionen des Mittelmeers innerhalb der Erzählwelten und narrativen Strukturen deutschsprachiger Texte zu beschreiben. (Eine ausführliche Beschreibung finden Sie hier.) 

 

Juli, 26.-Aug., 2.


 

Call for Papers: 30.09.18
Kontakt:
Julia Zimmermann
Seraina Plotke

Die Sektion des IVG fragt nach den Konstruktionen des Orients, wie sie in der mittelalterlichen Literatur greifbar werden. Näheres entnehmen Sie bitte dem Call for Papers, der hier abgerufen werden kann. Bitte schicken Sie bis spätestens zum 30.09.2018 ein Abstract mit ca. 1.500 Zeichen (inkl. Leerzeichen) mit einem Themenvorschlag für einen Vortrag (20 min.) sowie Angaben zu Ihrer Person (Name, Institution, Adresse) an: Seraina Plotke (seraina.plotke@unibas.ch) Julia Zimmermann (julia.zimmermann@lmu.de)  

 

Juli, 26.-Aug., 2.


 

Call for Papers: 01.10.18
Kontakt:
Pia Selmayr
Sarina Tschachtli

Im Rahmen des XIV. Kongresses der Internationalen Vereinigung für Germanistik (IVG) setzt sich die Sektion zum Ziel erzählten Wegen nachzuspüren: wie sie mit dem Verlauf des Erzählens korrespondieren, aber auch, wie sie die Wege der Tradierung reflektieren, welche die Texte selbst zurückgelegt haben. Denn die erzählten Wege verorten die Texte in einem transkulturellen Traditionsraum, doch machen sie auch sichtbar, dass diese Verortungen keine abschließenden Lokalisierungen sind, sondern ein fortlaufender Prozess der Erfahrung, des Austauschs und der Aneignung. Neben literaturhistorisch vorgezeichneten Wegen, die sich (wie etwa der Doppelweg) zu Gattungsmerkmalen verfestigt haben, erweisen sich hier gerade narrative Neben- und Abwege als aufschlussreich. Nähere Informationen und der CfP sind hier zu finden. 

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