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Tagungskalender

Das folgende Verzeichnis konzentriert sich auf Veranstaltungen der germanistischen und latinistischen Mediävistik. Für Ihre Hinweise und Tagungsankündigungen nutzen Sie bitte das entsprechende eMail-Formular.

Seite aktualisiert am: 14. April 2014 MR


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Archiv: Tagungen des Jahres | 2007 | 2008 | 2009 | 2010 | 2011 | 2012 |

Umfangreiche Kalendaria (auch für die histor. Mediävistik) bieten der Veranstaltungskalender des Deutschen Mediävistenverbands, der Kalender des Institute for Medieval Studies, University of Leeds, aber auch der Calendario della Medievistica . Ein Verzeichnis von Ausstellungen der deutschen Museen finden Sie bei WebMuseen; für Mediävisten interessante Ausstellungen finden Sie auch in unserem Veranstaltungskalender. Rezensionen von Fachwissenschaftlern zu aktuellen Ausstellungen finden Sie unter Virtual LibraryMuseen. Über Veranstaltungen der "Mittelalterszene" (Festivals, Märkte usw.) informiert Tempus-Vivit.


Rubrik 'Tagungsberichte'

In unserer Rubrik 'Tagungsberichte' finden Sie Berichte über abgehaltenen Tagungen und Konferenzen der Mediävistik. Gerne veröffentlichen wir auch Ihren Tagungsbericht; bitte nutzen Sie dafür das entsprechende eMail-Formular.

Tagungen im Jahr 2014 [ Seitenanfang ]


Der Tagungskalender wird gesponsort von:


 

Feb., 6.-8.


 

Kontakt:
Prof. Dr. Franz Fuchs
Prof. Dr. Dorothea Klein

Es gehört zu den Grundeinsichten moderner mediävistischer Forschung, dass mittelalterliche Historiographie, erst recht aber Bildkunst, Musiktheater und (schöne) Literatur historische Personen und Ereignisse kaum je einmal in ihrer unverwechselbaren Einmaligkeit und Individualität erfassen wollten; diese wurden vielmehr als Projektionsfläche zur Verhandlung aktueller Konzepte und Probleme genutzt. Instruktives Beispiel für die Transformation einer historischen Person in einen Typus, der für verschiedene Zwecke instrumentalisiert werden konnte, ist der schon von Zeitgenossen als „Vater Europas“ titulierte Karl der Große, dessen Todestag am 28. Januar 2014 sich zum 1200. Male jährt. Das Colloquium nimmt dieses bedeutende Datum zum Anlass, um nach Rezeption, Zitation und Transformation der Gestalt Karls des Großen in historischen, literarischen und musikgeschichtlichen Quellen sowie in Bildzeugnissen des Mittelalters und der Neuzeit zu fragen. In vier chronologischen Querschnitten wird untersucht, wie die Karlsfigur im jeweiligen Kontext modelliert und als Kronzeuge für aktuelle Fragen fruchtbar gemacht werden konnte. Sie ist damit zugleich ein anschauliches Beispiel für jene „Arbeit am Mythos“ (Hans Blumenberg), die einen wesentlichen Bestandteil europäischer Kultur- und Geistesgeschichte ausmacht. 

 

Feb., 7.-8.


 

Kontakt:
Prof. Dr. Hans Jürgen Scheuer
Dr. Björn Reich

Der Esel begründet in der vormodernen Literatur einen eigenen Modus der Darstellung von Wissen: die asinitas. Sie operiert – wie der Schalk oder Trickster – an der Schwelle zwischen Immanenz und Transzendenz. Die Innerweltlichkeit des Esels äußert sich zum einen in seiner Dummheit, Sturheit und Geilheit; zum anderen darin, dass er schwer an der Heillosigkeit der Welt zu tragen hat, die er stets hart am Rande des Todes durch Überlastung, Schlachtung oder Opferung durchquert. Genau das jedoch prädestiniert ihn zum Grenzgänger, wenn nicht gar zum Hüter der Differenz zwischen Heiligem und Profanem. Ihr kann allein gerechtwerden, wer sich ein Beispiel an ihm nimmt und daran erkennt, unter welchen Voraussetzungen die sonst nirgends ableitbare Passage zum Göttlichen gelingen könnte. So rückt seine lose und prekäre Bindung ans Leben den Esel zugleich nahe ans Jenseits; seine Renitenz gegenüber den Anforderungen der Welt exemplifiziert die Unbeirrbarkeit, mit der allenfalls der Weg durch das Jammertal zu den mysteria regni caelorum zu bewältigen ist; seine Kreatürlichkeit und geistige Beschränktheit erscheinen der Uneinholbarkeit der göttlichen Providenz und dem göttlichen Intellekt gegenüber weit angemessener als alle Formen menschlicher Gelehrsamkeit und menschlichen Scheinwissens. Solche Denkmuster machen den Esel zum Träger und Protagonisten einer coincidentia oppositorum, die grundlegende Einsichten in die Paradoxien und Operationen religiöser Kommunikation eröffnet. Den Flyer zur Tagung mit allen relevanten Informationen können Sie hier downloaden. 

 

März, 10.-11.


 

Kontakt:
Astrid Lembke

Die Auffassung, dass Juden und Christen im mittelalterlichen und frühneuzeitlichen West- und Mitteleuropa (Aschkenas) in streng voneinander geschiedenen Gemeinschaften gelebt hätten, wurde von der Forschung in den letzten beiden Jahrzehnten zunehmend revidiert. Heute geht man davon aus, dass Phänomene des Kulturtransfers eher die Regel als die Ausnahme darstellten. Ausgetauscht wurden nicht nur materielle Güter und Dienstleistungen, sondern auch literarische Stoffe und Texte. Davon zeugt beispielsweise eine Vielzahl von vor allem jiddischen Erzählungen und Romanen, die auf mittelalterlichen oder frühneuzeitlichen deutschen, niederländischen, französischen oder italienischen Vorbildern beruhen. Diese zwischen dem 13. und dem 17. Jahrhundert entstandenen jüdischen Adaptationen von Texten und Stoffen nichtjüdischer Provenienz stehen im Mittelpunkt der Tagung. Ziel der Tagung ist es, jüdische literarische Aneignungspraktiken zu beschreiben und zu interpretieren und dabei aus der Verschränkung germanistischer, judaistischer und jiddistischer Perspektiven neue Erkenntnisse über jüdisches Schreiben und Leben in der europäischen Vormoderne zu gewinnen. 

 

März, 27.-29.


 

Call for Papers: 20.08.13
Kontakt:
Organisationsteam

Die germanistischen Institute der norddeutschen Universitäten schließen sich zusammen: Um den Austausch zwischen den verschiedenen Fachbereichen der Germanistik (Linguistik, Neuere Literaturwissenschaft, Mediävistik, Medienwissenschaft) im nördlichen Teil der Universitätslandschaft zu fördern, richten sie vom 27. bis 29. März 2014 einen (themenungebundenen) Doktorandenworkshop aus, in dem Promovierende ihre Projekte präsentieren und zur Diskussion stellen können. Ziel des Workshops ist es, die Kommunikation unter den germanistischen Fachgebieten zu fördern und den Promovierenden der Universitäten im Norden Deutschlands (Bremen, Flensburg, Greifswald, Hamburg, Kiel, Lüneburg, Rostock) die Möglichkeit der stärkeren Vernetzung zu bieten. Nähere Informationen unter obigem Link.!! Der Call for Papers wurde verlängert!! 

 

Apr., 2.-4.


 

Kontakt:
Mélanie Quesson

Sind Tiere unsere Mitgeschöpfe oder doch nur Sachen im Sinne des Gesetzes (vgl. im geltenden Recht den schillernden § 90a BGB)? Gab es im Mittelalter Tierschutz? Und seit wann wurde Tierquälerei bestraft? Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus sechs europäischen Staaten und sieben unterschiedlichen Wissenschaftsdisziplinen beschäftigen sich mit der Geschichte des Tieres im Recht. Von den Pferden im Straßenverkehr bis hin zum „Asyl“ für Almkühe, die vom Schnee überrascht wurden, von am Galgen gehenkten Hunden bis hin zum Löwen als Wappentier: Die interdisziplinäre Tagung will die bislang wenig beleuchtete Rolle der Tiere in der Rechtsgeschichte in ihrer Buntheit und Vielfalt beleuchten. Ein besonderes Augenmerk soll hierbei auf dem im Recht abgebildeten Verhältnis von Mensch und Tier liegen. 

 

Mai, 2.-4.


 

Anmeldung: 25.04.14
Kontakt:
Jun.Prof. Dr. C. Emmelius
Dr. Pia Doering

Kleine narrative Formen haben eine besondere Affinität zum Rechtsdiskurs. Die Tagung lädt dazu ein, diese These zu prüfen und die historischen Dimensionen der spezifischen Beziehung von Novellistik und Recht zu diskutieren. Im Fokus des interdisziplinären Gesprächs von Germanistik, Romanistik und Rechtsgeschichte stehen Rhetorik, narrative Strukturen und kulturelle Semantiken des Rechts, wie sie in den europäischen Kurzerzählungen des Spätmittelalters und der Frühen Neuzeit zur literarischen Darstellung kommen. Die Beiträge befassen sich mit der novellistischen Sicht auf Institutionen und Methoden des Rechts. Sie analysieren Sprache und Rhetorik der Figuren und Erzähler ebenso wie die narrative Modellierung rechtlich-konflikthaften Geschehens zu Fallgeschichten und diskutieren deren gattungstheoretische und -historische Aspekte. Die Beschäftigung gilt ferner den diskursiven Interferenzen von Recht und Religion sowie Recht und Ökonomie. Sektionsübergreifend liegt die Aufmerksamkeit auf den spezifischen Möglichkeiten der Literatur, das Verhältnis von juristischen Normen und gesellschaftlichen Werten, von Recht und Gerechtigkeit zu beleuchten. Das Programm können Sie hier einsehen.  

 

Mai, 26.-27.


 

Kontakt:
Sabine Obermaier
Andrea Rapp

Das Thema "Tier und Wort" wird in drei Perspektiven beleuchtet: 1. Sprechen über Tiere: Wie benennen / beschreiben mittelalterliche Autoren Tiere? – In dieser Rubrik geht es um Fragen der Terminologie und der Klassifikation von Tieren, aber auch um poetische Mittel der Tier-beschreibung wie z.B. feste Epitheta, Tiereigennamen usw. 2. Sprechen mit Tieren: Wer spricht wie mit welchem Tier? – Hier geht es um die (teils verbale, teils non-verbale) Kommunikation von Mensch zu Tier, z.B. in der mittelalterlichen Epik oder auch in anderen Texten, z.B. in Traktaten, die den alltäglichen Umgang des Menschen mit Tieren im Blick haben. 3. Sprechende Tiere: Wie, was und in welcher Situation sprechen Tiere? – Hier ist nicht in erster Linie an die Fabel zu denken, sondern an Texte, in denen das Tier mit dem Menschen spricht (sei es mit menschlicher Stimme oder mit seinen eigenen Möglichkeiten). Das Tagungsprogramm finden Sie hier. Informationen zur Anmeldung demnächst auf unserer Webseite: http://www.animaliter.info unter der Rubrik "Aktivitäen".  

 

Juli, 3.-5.


 

Call for Papers: 15.07.13
Kontakt:
C. Schanze
F. Meier / B. Reich

Unter dem Dantes Paradiso entlehnten Titel „Umbriferi prefazi“ will die Tagung die allmähliche ‚Wiederentdeckung‘ des Schattens seit dem Ende des 12. Jahrhunderts nachzeichnen und als eine aufschlussreiche Neuerung im Denken und Vorstellen der europäischen Kulturen verorten. Im interdisziplinären Gespräch sollen so die Grundlagen dafür geschaffen werden, die Besonderheiten im Umgang sowohl mit dem Phänomen als auch der Metapher ‚Schatten‘ bis zum Ende des 16. Jahrhunderts in künstlerischen und wissenschaftlichen Diskursen in ihrer ganzen Bandbreite ausloten und bestimmen zu können. Call for Papers: hier 

 

Sept., 9.-12.


 

Call for Papers: 15.08.13
Kontakt:
A. Speer

Interdisziplinäre Tagung des Thomas-Instituts der Universität zu Köln. aus dem Ausschreibungstext: "Im Fokus steht die unterschiedliche Weitergabe spätantiken Wissens in den unterschiedlichen Kulturräumen wie auch seine Rezeption und Transformation während eines Millenniums, das erst es post als Mittelalter qualifiziert wird. Doch besteht die darin implizierte Differenz wirklich oder muß man nicht eher von einer Kontinuität ausgehen, die auch über das postulierte Ende des Mittelalters in der Neuzeit weiterwirkt?" Eingeladen sind FachwissenschaftlerInnen aus allen einschlägigen Disziplinen: Theologie, Philosophie, Geschichte, Literatur- und Kulturwissenschaften usw. Nähere Informationen und Anmeldung am Thomas-Isntitut. 

 

Okt., 6.-8.


 

Call for Papers: 15.03.14
Kontakt:
Prof. Dr. Monika Unzeitig

Die mediävistisch interdisziplinär geplante Tagung "Stimme und Performanz in der mittelalterlichen Literatur" macht ausgehend von den bisherigen Forschungsergebnissen zu Formen und Funktionen von Redeszenen die Vielstimmigkeit in den Texten und ihre medial mündliche Vermittlung zum Thema. Ziel des Kolloquiums ist es, ein interphilologisches Forum zu bieten, in dem Phänomene von Stimme und Performanz komparatistisch in unterschiedlichen Sprach- und Kulturräumen untersucht werden. Nähere Informationen hier im Call for Papers im PDF-Format. 

 

Okt., 10.-12.


 

Call for Papers: 30.09.13
Kontakt:
Dr. Detlef Goller

Call for papers: hier 

Tagungen im Jahr 2015 [ Seitenanfang ]


Der Tagungskalender wird gesponsort von:


 

März, 22.-25.


 

Call for Papers: 28.02.14
Kontakt:
Koordinationsteam

Wasser ist Leben. Der individuelle Organismus, menschliche Sozialbildungen und Kulturleistungen sind auf das Wasser angewiesen. Wasser wird in pragmatischen und symbolischen Zusammenhängen genutzt. Es kann lebenserhaltend und zerstörend, verbindend und trennend, erlösend und auflösend wirken. Menschliche Gesellschaften und Institutionen sind gezwungen, sich zu diesen ambivalenten Funktionen zu verhalten. Das natürliche Element Wasser fordert zu kulturellen Reaktionen im Bereich seiner Bewirtschaftung, Bewertung und Symbolik heraus. Alle Funktionen, die das Wasser in der realen Welt erfüllt, können auch in Literatur und Kunst thematisiert und zeichenhaft gestaltet werden. In diesem Spektrum sind vier Themenfelder vorgeschlagen, zu denen Vorschläge erbeten werden. Das Programm im PDF-Format gibt es hier

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