Die folgenden Tagungen wurden uns von den Veranstaltern mitgeteilt bzw. auf Grundlage ihrer öffentlichen Ausschreibung hier eingestellt. Für Vollständigkeit und Richtigkeit der Angaben geben wir keine Gewähr.
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| 27.11.–28.11.2025 | Der Minnesang und die Versuchungen der Theorie - Workshop an der Universität Hamburg (Hamburg) |
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Nichts klärt oder öffnet derzeit den Blick auf den Minnesang, wobei der Wunsch, Nähe herzustellen, das Fach weiter antreibt. Was ist der Minnesang? Wie haben die Zugriffe der Theorie unser Verständnis der Gattung befördert? Was haben diese Zugriffe der Theorie in unserer Wahrnehmung aus ihm gemacht? Weshalb scheint er für jedes Paradigma so zugänglich? Wie hilft ein dann historisches Verständnis von Minnesang und Theorie weiter für neue Wege zu einem besseren Verständnis von Minnesang? Institut für Germanistik Das Programm ist hier abzurufen. |
| 04.12.–05.12.2025 | Schiffbruch mit Folgen: Verantwortungen, Deutungsmuster, Schreibweisen – Interdisziplinärer Workshop (Greifswald) |
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Anmeld. bis: 28.11.25 eMail an Veranstalter |
Der Schiffbruch ist mehr als ein nautisches Unglück – er fungiert als paradigmatische Metapher und Erzählfigur für Krisen, Umbrüche und Neuorientierungen. Der internationale und interdisziplinäre Workshop (unter Beteiligung von Geschichtswissenschaft, Kulturwissenschaft, Mediävistik, Germanistik) untersucht epochenübergreifend Deutungsmuster, Schreibweisen und kulturelle Symboliken des Schiffbruchs, mit besonderem Fokus auf die durch ihn ausgelösten Transformationen: Welche existenziellen, sozialen, historischen oder ökologischen Folgen ziehen Schiffbrüche nach sich? Welche Schäden werden verursacht; wie und mit welchen Mitteln werden diese dargestellt und bearbeitet; welche moralischen, sozialen und wirtschaftlichen Verantwortlichkeiten entstehen dabei? |
| 25.02.–28.02.2026 | Arthurische Interfiguralität. 17. Kolloquium der Deutsch-österreichischen Sektion der Internationalen Artusgesellschaft (Bamberg) |
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CfP bis: 15.03.25 Anmeld. bis: 15.02.26 eMail an Veranstalter Download: Info |
Nicht nur Figurennamen, sondern Figuren mit ihren genealogischen Verbindungen, ihren Charakteristika und ihren Geschichten begegnen in verschiedenen Texten der Gattung Artusroman. Diese Romane entwerfen so ein transtextuelles Figurennetzwerk und mittels dieses eine (mehr oder weniger) kohärente fiktive Welt. Dieses Phänomen in seinen verschiedenen Ausprägungen ist Gegenstand der Tagung. Das Programm ist hier einsehbar. Interessierte können sich noch bis zum 15.02. anmelden. |
| 04.03.–06.03.2026 | Wissen ist Macht: ars magica als Wissensoikonomie (Wolfenbüttel) |
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Anmeld. bis: 02.03.26 eMail an Veranstalter Download: Info |
Das 5. Kolloquium des Netzwerks "Wort–Wirkung–Wunder: Sprache und Macht in der Vormoderne zwischen Religion, Magie und Medizin", organisiert von Sven Limbeck, Falk Quenstedt & Tina Terrahe, ist Wort- und Sprachmagie in ihren wissensgeschichtlichen Dimensionen von Macht und Heilung gewidmet. Als heuristischer Zugang dient der Begriff der Wissensoikonomie, der die Verflechtungen von Akteuren, Praktiken, Medien, Institutionen und Dingen als Grundlage epistemischer Prozesse beschreibt und hier auf Wort- und Sprachmagie Anwendung findet. Gefragt wird, wie solche Formen sprachlichen Handelns sozial, medial und materiell legitimiert und wirksam gemacht werden. Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei literarischen und bildlichen Repräsentationen, in denen Sprachmagie reflektiert, bewertet und in ihren Ambivalenzen verhandelt wird. |
| 13.04.–16.04.2026 | Eschatology and Care. The Manuscripts of the Wellcome Scribe in Interdisciplinary Perspectives (Rom) |
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CfP bis: 30.04.25 Anmeld. bis: 30.09.25 eMail an Veranstalter Download: Info |
The manuscripts of the Wellcome scribe are an exceptional group of illustrated learned codices, written mainly in Latin, which were presumably produced in Thuringia around the middle of the 15th century. Whereas the text-image structures of individual codices have been researched since the 1920s, partly in the context of the Warburg School, their common origin has only been known since the 1990s. The pictorial traditions and textual compilation strategies that can be grasped in the manuscripts continue to pose a challenge for research. The specific composition of eschatological, moralising and, in a broader sense, medical texts, which are occasionally interspersed with vernacular sections, point to an audience in the vicinity of educational institutions such as universities, which at the same time placed a high value on practical life orientation. A polarity of eschatology and care becomes tangible, which seems to be typical of late medieval mentality. The specific nature of this mentality and its intermedial manifestation in the manuscripts of the Wellcome scribe awaits further research, which is to be promoted in a colloquium organized at the Istituto Svizzero di Roma. Please find more information here. |
| 17.04.–18.04.2026 | Küsten – Kulturen – Konstrukte: Impulse junger Forschung für eine transmediterrane Perspektive (Graz) |
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CfP bis: 05.10.25 eMail an Veranstalter Download: Info |
An der Universität Graz findet vom 17. bis 18. April 2026 ein interdisziplinärer Workshop für Nachwuchswissenschaftler:innen statt, die in ihren Projekten mit einem Bezug zum Mittelmeer arbeiten – von der Antike bis zur Gegenwart. Der Workshop wird im Rahmen des GEWI-Schwerpunktes "Transmediterrane Verflechtungen" organisiert. Nähere Informationen finden Sie hier. |
| 21.05.–22.05.2026 | Erfahrung, die im Erzählen zu sich selbst kommt. Narrative Bewältigung von Krisen, Ängsten und Traumata in Sagen des Vogt- und Egerlandes (Hohenleuben ) |
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CfP bis: 20.12.25 eMail an Veranstalter Download: Info |
Die Veranstaltung ist Teil des EU-Projektes ‚Kulturelles Erbe des Vogt- und Egerlandes‘. Sie knüpft an die Tagung ‚Erzählen im Vogt- und Egerland‘ (Cheb 2025) an. Sie versucht, am Beispiel von Sagen aus dem Vogt- und Egerland deren Potential als Indikatoren narrativer Krisenbewältigung auszuloten. Das hierfür relevante Quellencorpus schließt die einschlägigen Anthologien von Bechstein (1853; 1858), Grässe (1855), Eisel (1871), Gradl (1892) und Meiche (1904) sowie alle Derivate ein. Die Tagung wird vom Lehrstuhl für deutsche Literatur- und Sprachgeschichte des Mittelalters und der Frühen Neuzeit der TU Chemnitz veranstaltet und findet vom 21.–22.05.2026 im Museum Reichenfels (Hohenleuben) statt. Sie wird – wie die anschließende Publikation – aus EU-Mitteln finanziert. Den Call for Papers können Sie hier einsehen. |
| 01.06.–03.06.2026 | Faking it and Making it: Lying and Deceiving in Poetics and Politics (LMU-Princeton Graduate Seminar 2026) (Princeton, New Jersey) |
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CfP bis: 15.01.26 eMail an Veranstalter |
Unser Seminar wird der Frage nachgehen, was es bedeutet zu lügen und was es bedeutet, die Wahrheit zu sagen – beides verstanden als Kulturtechnik und nicht als moralisch überhöhtes Phänomen. Wann und wie wird Lügen als distinkte soziale Handlung beschreibbar, und wann ist sie nicht von den gewöhnlichen Fiktionen zu unterscheiden, die das soziale und politische Leben stützen? Wie inszenieren ästhetische Formen die Grenzen der Wahrhaftigkeit und stellen sie auf die Probe? Inwieweit kann die poetische Lüge als Modus der Wahrheitsfindung dienen, und wo schlägt Rhetorik in bloße Täuschung um? Wir werden auch Sozialfiguren betrachten, die beide Sphären zugleich bewohnen. Der Dichter, der Demagoge oder der Hochstapler lassen die Grenzlinien zwischen Erfindung und Überzeugung, Rhetorik und Erkenntnisstiftung verschwimmen. Indem wir die Geschichte dieser Grenzziehung von der Antike bis zur Moderne nachvollziehen, wollen wir die Lüge nicht einfach als Gegenteil der Wahrheit in dem Blick nehmen, sondern als deren aufschlussreichsten Doppelgänger. Die Unterkunft und die Verpflegung in Princeton werden für die Dauer des Seminars bereitgestellt; die Teilnehmenden tragen die Reisekosten nach Princeton, New Jersey. Die Diskussionen finden auf Englisch und Deutsch statt. Zur Bewerbung für das Summer Seminar senden Sie bitte bis zum 15. Januar 2026 einen kurzen Lebenslauf zusammen mit einem Abstract von maximal 400 Wörtern, das eine kurze Präsentation zum Seminarthema skizziert, an LMU-PU@princeton.edu. |
| 03.06.–05.06.2026 | Frauenskriptorien und Frauengelehrsamkeit im Mittelalter (St. Gallen (Schweiz)) |
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Schreibende Frauen spielen für die mittelalterliche Handschriftenproduktion eine wichtige Rolle. Gleichwohl wird die literatur- und kulturhistorische Bedeutung von Frauenskriptorien noch immer stark unterschätzt. Ziel der Tagung ist es deshalb, durch einen neuen Blick auf die Geschichte einzelner Konvente, deren Bibliotheken und Netzwerke die Erforschung vormoderner Frauengelehrsamkeit sowie die Erfassung des Anteils schreibender Frauen an der Manuskriptproduktion und -überlieferung weiter voranzubringen. Die Tagung leistet damit nicht nur einen wichtigen Beitrag zu einer Kulturgeschichte der Frauenbildung, sondern auch allgemein zur Wissensgeschichte des mittelalterlichen Europa. Nähere Informationen finden Sie hier. |
| 10.06.–12.06.2026 | Grégoire oder der gute Sünder im europäischen Kontext. Texte, Überlieferung und Übertragungen (12.–17. Jahrhundert) (CLERMONT-FERRAND (Frankreich)) |
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CfP bis: 01.09.25 eMail an Veranstalter Download: Info |
Die Université Clermont Auvergne (Frankreich) organisiert eine internationale Tagung zur Gregorius-Legende. Im Rahmen der europäischen Verbreitung dieser Legende konzentriert sich die Tagung auf den Text in der „langue d’oïl“ sowie auf seine Übersetzungen und Bearbeitungen, die zwischen dem 12. und 17. Jahrhundert entstanden sind. Nähere Informationen finden Sie hier. |
| 24.06.–26.06.2026 | Theoderic of Verona in the Germanic Traditions: Interdisciplinary Perspectives (Verona) |
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Die internationale Tagung "Theoderic of Verona in the Germanic Traditions: Interdisciplinary Perspectives" findet vom 24. bis 26. Juni 2026 in Verona statt. Sie wird von den Universitäten Verona und Bologna in Zusammenarbeit mit der Fondazione Biblioteca Capitolare (Verona) organisiert. Anlässlich des 1500. Todesjahres Theoderichs des Großen zielt die Tagung darauf ab, die Entstehung und Überlieferung der Theoderich-Legende in den mittelalterlichen germanischen Traditionen neu zu bewerten. Forschende der germanistischen Mediävistik und angrenzender Disziplinen sind eingeladen, sich an diesem interdisziplinären Austausch zu beteiligen. Nähere Informationen erhalten Sie hier. |
| 29.06.–03.07.2026 | Summer School 2026 „Wahrheit als Prozess. Geltungsdynamiken in der Vormoderne" (Bochum) |
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CfP bis: 15.12.25 eMail an Veranstalter |
Die Summer School des GRK 2945 'Wissen - Glauben - Behaupten. Wahrheitsproduktion und Wahrheitsdurchsetzung in der Vormoderne' richtet sich an Master-Studierende und Promotionsinteressierte aller am GRK beteiligten Fächer (Englische Philologie, Germanistische Mediävistik, Geschichte des Spätmittelalters und der Frühen Neuzeit, Geschlechtergeschichte, Komparatistik, Koreanistik, Kunstgeschichte, Rechtsgeschichte, Romanische Philologie, Sinologie, Wissensgeschichte). In Vorträgen und Workshops, die von Forschenden des GRK sowie auswärtigen Wissenschaftler:innen geleitet werden, soll die Prozesshaftigkeit von Wahrheitsproduktion in der Vormoderne diskutiert werden. Darüber hinaus wird das Programm durch Führungen, Soft Skill-Seminare und verschiedene Gelegenheiten zum Austausch ergänzt. Zudem können sich Teilnehmer:innen, die an der Bewerbung für eine Promotionsstelle in der zweiten Kohorte des GRK (Ausschreibung im Herbst 2026) interessiert sind, im Rahmen der Summerschool auch über das entsprechende Bewerbungsverfahren informieren. Bitte besuchen Sie für weitere Informationen unbedingt unsere Website (s.o.). |
| 02.09.–04.09.2026 | Die Zukunft der Glossenforschung (Bamberg) |
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Anmeld. bis: 01.09.26 eMail an Veranstalter |
Das gemeinsam mit Prof. Dr. Claudia Wich- Reif (Bonn), Prof. em. Dr. Rolf Bergmann und Prof. Dr. Stefanie Stricker (Bamberg) organisierte internationale Forschungskolloquium verfolgt zwei Ziele. (1) Zum einen soll mit den einschlägig zur Glossographie forschenden Kolleginnen und Kollegen über ihre persönlichen Forschungsprojekte, den Stand ihrer Projekte und die weitere Zukunft der Glossographie diskutiert werden. (2) Zum anderen soll über die in Bamberg angesiedelte Glossendatenbank (BStK online) und Möglichkeiten der Weiterführung und der Auswertung des umfassenden Datenbank-Projekts gesprochen werden. Das übergeordnete Ziel des Forschungskolloquiums besteht somit darin, mit den national wie international im Bereich der Glossographie forschenden Kolleginnen und Kollegen über die aktuellen und künftigen Projekte zu diskutieren, um die Forschung zu bündeln, aufeinander abzustimmen und ihr gleichzeitig neue Impulse zu geben. |
| 04.09.–05.09.2026 | Beraten und Streiten. Literarische Dissenskommunikation in Mittelalter und Früher Neuzeit (Gießen) |
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CfP bis: 30.11.25 eMail an Veranstalter Download: Info |
Die vom 4. bis 5. September 2026 in Gießen stattfindende Tagung bietet Gelegenheit, die Modi der Dissenskommunikation und Konfliktbewältigung anhand literarischer Texte der mittelhochdeutschen und frühneuhochdeutschen Literatur zu erörtern. Dabei können etwa Norm- und Rangkonflikte oder Konflikte um materielle und immaterielle Güter in den Mittelpunkt treten, wie sie u.a. der Heldenepik, dem Höfischen Roman, Mären, Streitgedichten und Dramen zu entnehmen sind. Die mediävistische Forschung hat in jüngerer Zeit eine nachhaltige Öffnung in Richtung handlungsbezogener und kommunikativer Fragestellungen gezeigt. Es besteht jedoch ein unvermindert hoher Forschungsbedarf. Die geplante Tagung setzt hier an, um aus Sicht der germanistischen Mediävistik fruchtbare Forschungsansätze fortzusetzen und im Idealfall zur systematisierenden Aufarbeitung des Feldes der Konfliktkommunikation beizutragen. Die Tagung wird veranstaltet von der Professur für Deutsche Literaturgeschichte der Justus-Liebig-Universität Gießen zusammen mit dem Fachbereich Ältere deutsche Sprache und Literatur der Universität Klagenfurt. Gäste sind herzlich willkommen, um Anmeldung wird gebeten. Nähere Informationen zur Tagung finden Sie hier. |
| 07.09.–09.09.2026 | Mittelalterliche Manuskripte und die Herausforderung der Immaterialität / Les manuscrits et le défi de l’immatérialité (Freiburg/Fribourg (Schweiz)) |
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CfP bis: 28.02.26 eMail an Veranstalter Download: Info |
Das Mediävistische Institut der Universität Freiburg lädt zum 11. Graduiertenkurs Doktorierende verschiedener Disziplinen ein, die sich mit der mittelalterlichen Manuskriptkultur beschäftigen. Weitere Infos finden Sie hier. |
| 09.09.–13.09.2026 | XXX. Tagung der Wolfram von Eschenbach-Gesellschaft: Wolframs von Eschenbach Willehalm in seinen literarischen, kulturellen und medialen Kontexten (Düsseldorf) |
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CfP bis: 10.07.25 eMail an Veranstalter Download: Info |
Wolframs Willehalm hat Konjunktur. Dies zeigt sich in den zahlreichen Publikationen der letzten Jahre, laufenden Forschungsaktivitäten und der verstärkten Behandlung des Werkes im akademischen Unterricht. Dass der Willehalm, der trotz aller ihm beigemessenen Aufmerksamkeit als ,Alterswerk‘ Wolframs oft noch von der Prominenz des Parzivalromans überschattet wird, nun wieder zunehmend in den Fokus rückt, begründet sich nicht zuletzt in der Anschlussfähigkeit seiner Inhalte an virulente Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Für die Tagung bieten sich drei große Untersuchungsfelder an, die mehrfach ineinandergreifen: Literarische Kontexte, mediale Dynamiken und kulturelle Frames. Die Ausschreibung finden Sie hier. |
| 21.09.–23.09.2026 | Weiblicher Widerstand in mittelalterlicher Literatur. Formen, Narrationen, Funktionen (Bremen) |
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CfP bis: 16.11.25 eMail an Veranstalter Download: Info |
Das aktuelle Thema des Widerstands hat historisch viele Facetten, die unsichtbar bleiben, wenn man Widerstand auf den Bereich des Politischen und des aktiven Handelns reduziert. Gerade weiblichem Widerstand wird eine solche Verengung nicht gerecht. Frauen haben aber zu jeder Zeit Widerstand geleistet, wovon literarische Texte Zeugnis ablegen, auch im Mittelalter. Ziel der Tagung ist es zunächst, weiblichen Widerstand in literarischen Texten des Mittelalters sichtbar zu machen und seine Dimensionen zu kartographieren. Weiterhin soll nach den Techniken und Verfahren des Erzählens vom Widerstand und nach seinen inner- und außerliterarischen Funktionen gefragt werden. Wir freuen uns auf Vortragsangebote aus allen Bereichen der mediävistischen Literaturwissenschaft (Latinistik, Germanistik, Romanistik, Anglistik, Skandinavistik, Niederlandistik, Judaistik, Byzantinistik etc.) und aus der historischen Sprachwissenschaft. Die Tagung ist Teil des Explorationsprojekts „Narrative weiblichen Widerstands in deutscher Literatur des Mittelalters“, das durch die Zentrale Forschungsförderung der Universität Bremen gefördert und in Kooperation mit der Germanistischen Mediävistik der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg durchgeführt wird. Nähere Informationen hier. |
| 01.10.–03.10.2026 | Symbolische Gewalt in der deutschsprachigen Literatur des Mittelalters (Zürich) |
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CfP bis: 31.08.25 eMail an Veranstalter Download: Info |
Gewalt ist im Medium der Literatur stets symbolisch vermittelt – das gilt in besonderem Maße für die Literatur des Mittelalters. Von tätlichen Beleidigungen wie dem Peitschenhieb des Zwergs im Erec bis hin zu den Zweikämpfen vorausgehenden Reizreden in der Heldenepik wird Gewalt nicht nur zeichenhaft dargestellt, sondern darüberhinaus in ihrer zeichenhaften Dimension thematisiert. Unsere Tagung, die vom 1. bis 3. Oktober 2026 an der Universität Zürich stattfinden wird, möchte dazu einladen, derartige Szenen unter Rückgriff auf und in Weiterentwicklung des in den Kulturwissenschaften diskutierten Begriffs der „symbolischen Gewalt“ genauer zu analysieren. |
| 08.10.–10.10.2026 | Zwischen ‚erzählen‘ und ‚sprechen lassen‘. Redemarkierungen in mittelalterlichen Texten (Saarbrücken) |
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CfP bis: 31.01.26 eMail an Veranstalter Download: Info |
Die Tagung widmet sich der bisher in der mediävistischen Forschung wenig beachteten Schnittstelle zwischen Erzähler- und Figurenrede in mittelalterlichen Texten. Sie bewegt sich damit im Übergangsbereich zwischen Sprach- und Literaturwissenschaft. Angestrebt wird die systematische, sprachübergreifende Aufarbeitung der Redemarkierungen in Texten der Vormoderne (Sprechaktverben, [erweiterte] inquit-Formeln sowie andere Formen der Markierung von verbalem Handeln). Es bieten sich formale wie auch funktionale Schwerpunktsetzungen an. Nähere Informationen finden Sie hier. |
| 22.09.–25.09.2027 | Vröide – Joie – Joye. Singen, Lachen, Tanzen, Trinken – Freude und Feste in der mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Literatur und Kunst. (Brixen) |
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CfP bis: 31.12.26 eMail an Veranstalter Download: Info |
Die Oswald von Wolkenstein-Gesellschaft lädt zur Tagung „Vröide – Joie – Joye. Singen, Lachen, Tanzen, Trinken – Freude und Feste in der mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Literatur und Kunst“ vom 22.–25. September 2027 in Brixen ein. Anlässlich des 650. Geburtstags Oswald von Wolkenstein widmet sich die Tagung interdisziplinär den Erscheinungsformen, Funktionen und Performanzen von Freude und Festkultur in Mittelalter und Früher Neuzeit. Willkommen sind Beiträge aus Philologien, Geschichte, Kunst-, Musik- und Theaterwissenschaft sowie angrenzenden Disziplinen. |
| 29.09.–01.10.2027 | Figurenspezifika als Spielräume der Sinnbildung in kurzen Texten (Erlangen) |
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Brevitas – Gesellschaft zur Erforschung vormoderner Kleinepik in Verbindung mit dem Lehrstuhl für Ältere deutsche Literatur FAU Erlangen-Nürnberg Exposé folgt. |
